Ablegemanöver im Sonnenschein. In Bremerhaven begann mit Kreuzfahrtschiff MS Amera die Reise nach Norwegen. Gespannt auf hohe Berge, ruhige Fjorde und idyllische Häuser gingen wir an Bord.
Am Seetag simmte uns die Crew mit einem maritimen Buffet mit vielerlei Leckereien aus dem Meer auf die bevorstehende Seereise ein. Zu Austern, Lachs und Seemannslieder auf dem Sonnendeck fanden sich viele Passagiere ein.
Willkommen in Bergen
Ein typischer Tag erwartete uns in Bergen. Regen und dunkle Wolken begrüßten uns im Hafen. Der Phoenix Schirm aus der Kabine war nützlich auf dem Landgang. Glücklicherweise war es kein Dauerregen.
Ein kurzer Fußmarsch durch die Festungsanlage “Bergenhus” und wir waren schnell im alten Hanseviertel “Bergen-Bryggen”, welches immer wieder ein beliebtes Ziel einer Bergenanlandung ist. Marienkriche, die Einkaufsstraße “Torgalmenningen” und die Parkanlage “Byparken” waren ebenfalls gut zu Fuß zu erreichen. Markttag in Bergen. Interessant waren die norwegischen Köstlichkeiten, die auf dem Markt angeboten wurden.
Interessant war unser Besuch in der “Magic Ice Bar” von Bergen. Ein wärmender Poncho, Handschuhe und ein Getränk gehören zum Eintrittsentgeld dazu. Be minus 5 Grad standen wir an einer Eisbar.
Wer wollte, konnte an den Ausflügen “Wanderung zum Berg Flöyen” oder an der “Vestlandet-Rundfahrt und Hardangerfjord” teilnehmen.
Nachmittags war Dauerregen in Bergen, glücklicherweise waren wir wieder an Bord und saßen bei Kuchen und Kaffee im Restaurant der M/S Amera.
Nach 135 Seemeilen erreichten wir früh morgens den Ort Flam. Das Anlegemanöver erlebten wir auf dem Außendeck. Seile wurden an die Pier geworfen, das Schiff vertaut und schon konnten wir an Land.
Meisterliches Bauwerk in steiler Bergwelt

Flam ist bekannt für die Flamsbana, sie gilt als eine der schönsten Zugstrecken der Welt. In einer Stunde fährt der Zug von Meeresspiegelhöhe durch eine spektakuläre Bergwelt mit tiefen Tälern und Wasserfällen zur 867 m hohen Bergstation nach Myrdal. Der Bau der Bahnstrecke dauerte beachtliche 20 Jahre. Es wurden Reedereiausflüge angeboten, Ebenfalls konnte das Naeroytal mit dem Bus erkundet werden oder zur grandiosen Aussicht zumViewpoint Stegastein gefahren werden. Wir hatten eine Bahnfahrt gebucht und schauten uns vorher im Flamsbana Museum (gratis Eintritt) um.
Die Ausfahrt aus dem Fjordsystem war enstpannend bevor sich die Atlantik-Show-Lounge und Harry´s Bar auf Deck 7 in ein Schlagerparadies verwandelten. Die Gäste hatten ihren Spaß.

Nach zwei regnerischen Tagen erwachte der folgende Tag mit purem Sonnenschein auf dem Nordmeer vor der Küste Norwegens.
Schönheit der Jugendstil Häuser
Ein halber Seetag lud zum Verweilen und Entspannen an Bord des Kreuzfahrtschiffes ein. Gegen Mittag erreichten wir bei spiegelglattem Fjord und Sonnenschein die schöne Stadt Alesund. Zur Einfahrt war es auf dem Sonnendeck besonders beeindruckend.

Wer eine tolle Aussicht über die Stadt haben wollte, ging einen Teil der 418 Stufen zum Hausberg Aksla hinauf. Immer wieder gab es die Möglichkeit auf Bänken eine Pause einzulegen. Die herrliche Aussicht entschädigte die Mühen. Wie klein doch die Kreuzfahrtschiff im Hafen wirkten.
Im Ort spiegelten sich die schönen Jugendstilhäuser im Fjordwasser. Die Kirchtturmuhr schlug zur vollen Stunde, ein Teil der Kirche wurde gerade renoviert und war verhüllt. Empfehlenswert ist drei Kilometer auswärts der Stadt das große Aquarium mit der Meereswelt der Nordsee.

Unser Schiff lag noch bis 23 Uhr im Hafen. Das abendliche Auslaufmanöver fand vor einer bunt beleuchteten Stadt am Meer statt.
Am nächsten Tag folgte wieder ein Highlight der Reise. Als wir aufwachten und aus dem Fenster unserer Außenkabine blickten, passierte gerade ein beleuchtetes Kreuzfahrtschiff. Einige Gäste hatten sich früh am Morgen auf den Außendecks eingefunden, um die Einfahrt in den Geiranerfjord live mitzuerleben, das Restaurantteam hatte dort Kaffee und Gebäck bereitgestellt.

Die MS Amera lag auf Reede. Tenderboote wurden zu Wasser gelassen und brachte die Passagie an Land. Die Fahrt dauerte 8 bis 10 Minuten und wir erreichten den noch verschlafenen und ruhigen Ort Geiranger. Es wurden rasante Rib-Boot Touren und Ausflüge zu den Aussichtspunkten Adlerkehre und Dalsnibba angeboten. Mittags machte ein großes Kreuzfahrtschiff am Seawalk fest, dann war die Ruhe im Ort vorbei.
Mit einem leckeres Grillbuffet auf dem Sonnendeck legten wir ab und ließen den Trubel hinter uns während die berühmte Geirangerpassage wie auf einem Großbild-TV an uns vorbeizog.
M/S Amera in Kürze: klassisches Kreuzfahrtschiff, 205 Meter Länge, 9 Passagiersdecks, persönliche Atmosphäre, 4 Restaurants, rundumlaufendes Panoramadeck, Aussenpool

Erdölgeschichte hautnah
Nach 343 zurückgelegten Seemeilen war der Hafen von Stavanger unser nächstes Ziel. Auch hier lag bereits schon ein großes Kreuzfahrtschiff. Stavanger ist eine farbenfrohe Stadt, die einige Cafés und Shops zu bieten hat. Besonderes Flair hat aber die Altstadt “Gamle Stavanger” mit den 173 weißen Holzhäusern aus dem 18. Jahrhundert. Natürlich gehörte ein Bummel über das Kopfsteinpflaster in den teilweise engen Gassen dazu.
Das Erdölmuseum, erbaut als Ölplattform, befand sich direkt an unserer Anlegestelle aber auch Bootsausflüge in den Lysefjord wurden angeboten. Der kleine Fischmarkt am Ende des Hafenbeckes, der Dom, welcher zu den ältesten Kirchen Norwegens gehört sowie der Turm „Valbergtarnet“ waren Ziele unserer Stavanger Erkundung. Aber auch die vielen verschiedenen Shops und die farbfrohen Holzhäuserfassaden waren interessant.

Das mehrgängige Abendmenü im Ozean Restaurant auf dem Schiff schmeckte nach dem großen Spaziergang wieder mal besonders gut. Das Dessert war wieder so schön angerichtet. Das Essen auf der Amera ist hervorragend.
Abgelegt wurde um 22 Uhr, die beleuchteten Häuser zogen langsam in die Ferne und wir waren wieder auf der Nordsee in Richtung Bremerhaven unterwegs. Ein welliger Seetag mit einem bayerischen Biergarten auf hoher See und einem eleganten Gala-Dinner waren ein toller Abschluss der interessanten Seereise in das beeindruckende Fjordland Norwegen.
Fotos: by IDa

