back to top
7.7 C
Berlin
10. März 2026

Selbstinszenierung als Weg zu Selbstbestimmung und Teilhabe

Neues Forschungsprojekt der Universitäten Paderborn und Jena zur Kompetenzfeststellung von Jugendlichen mit Benachteiligungen am Übergang von Schule zu Beruf.

Wie gelingt es Jugendlichen mit Benachteiligungen besser, nach der Schule ins Arbeitsleben zu kommen? Dieser Frage gehen Forschende der Universitäten Paderborn und Jena im neuen Forschungsprojekt „SeiP: Selbstinszenierungspraktiken – Zugänge zu einer selbstbestimmten, multimodalen Kompetenzfeststellung für Jugendliche mit Benachteiligungen/Behinderungen“ nach. Das interdisziplinäre Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Fördermaßnahme „Inklusive Bildung“ über einen Zeitraum von drei Jahren mit insgesamt rund 700.000 Euro gefördert.

Im Projekt soll untersucht werden, wie man Jugendliche mit Benachteiligungen und/oder Behinderungen am besten dabei unterstützen kann, ihre Kompetenzen herauszufinden und diese für den Übergang in den Beruf zu nutzen. „Ich sehe das besondere Potenzial dieses Projekts in der Zusammenführung einer wirtschafts- und berufspädagogischen Perspektive einerseits und einer sonderpädagogischen Perspektive andererseits“, sagt Prof. Dr. Petra Frehe-Halliwell, Wirtschaftspädagogin der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

„Wir rücken die Prinzipien Selbststeuerung und Selbstbestimmung ins Zentrum. Multimodale, das heißt insbesondere offene und kreative Selbstdarstellungs- und Erhebungsformate eröffnen den Jugendlichen Möglichkeiten, ihre Stärken zu ergründen und sichtbar zu machen. Die Kompetenzerfassung wird damit selbst zum Entwicklungs- bzw. Lernprozess“, erläutert Prof. Dr. H.-Hugo Kremer von der Universität Paderborn.

Entstehen soll ein Weiterbildungsprogramm, das den Jugendlichen hilft, die eigenen Stärken zu erkennen und für den Weg in den Beruf zu nutzen. Lehrende und betriebliche Akteure werden bei der Dokumentation, Rezeption und Nutzung der Ergebnisse über ein integriertes Weiterbildungsformat unterstützt. Es geht um die sinnvolle Einbindung der Selbstinszenierungsformate in Lern- und Entwicklungsprozesse sowie ihre prototypische Aufarbeitung für Prozesse des Übergangs in Arbeit, Beruf und Ausbildung. „Das Projekt stärkt damit die Einbindung und Teilhabe in Arbeitswelt und Gesellschaft“, so Prof. Dr. Désirée Laubenstein von der Universität Paderborn.

Bild: Universität Paderborn

Artikel teilen:

spot_imgspot_img

Populär

Mehr davon
Verwandt

Gut geschützt auf der Skipiste mit Uvex

Verlockend sind die Pisten in den Bergen, der frische...

Premiere bei TUI Cruises – Mein Schiff Fan soll Taufpatin werden

Hamburg. Seit dem Frühjahr 2025 kreuzt mit der Mein...

Mit Kreuzfahrtschiff durch Fjordnorwegen

Ablegemanöver im Sonnenschein. In Bremerhaven begann mit Kreuzfahrtschiff MS...

Ungereinigtes Wasser in die Tagebaugruben einzuleiten ist verantwortungslos

Düsseldorf/Neuss/Viersen/Mönchengladbach. Im Rheinwasser sollen bis zu 30.000 chemische Substanzen...