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Verwaltungsrat der Heimat Krankenkasse zieht Bilanz

Der Verwaltungsrat der Heimat Krankenkasse hat in seiner September-Sitzung eine positive Bilanz gezogen. Trotz eines leichten Ausgabenüberschusses 2018 befindet sich die gesetzliche Krankenkasse mit Hauptsitz in Bielefeld in einer beständig soliden Vermögenssituation. Für die Mitglieder gibt es gleich zwei gute Neuigkeiten: Zum einen wird die Heimat Krankenkasse ihren Zusatzbeitrag auch im kommenden Jahr stabil bei 1,1 Prozent halten können. Zum anderen weitet sie ihr Leistungsangebot noch einmal deutlich aus.

80 Euro pro Jahr für eine professionelle Zahnreinigung, ein jährliches Budget für zusätzliche Impfungen in Höhe von 300 Euro und attraktivere Bonusprogramme für Kinder und Erwachsene – dies sind die neuen Satzungsleistungen, die der Verwaltungsrat für 2020 beschlossen hat. All das erhalten Versicherte der Heimat Krankenkasse ab 1. Januar bei konstantem Beitragssatz zusätzlich zu bestehenden Mehrleistungen.

„2018 war ein teures Jahr für die gesetzlichen Krankenkassen. Zahlreiche neue Gesetze und höhere Ausgaben für die medizinische Versorgung haben sich auch in unserer Jahresrechnung bemerkbar gemacht. Das kam für uns aber nicht unerwartet, wir beobachten die Entwicklungen in Gesundheitssystem und -politik sehr genau“, erläutert Klemens Kläsener, Vorstand der Heimat Krankenkasse. „Dank unserer vorausschauenden Finanzplanung konnten wir Mehrkosten gut auffangen. Durch die Erweiterung unseres Leistungsangebotes möchten wir auch unsere Mitglieder an unserer positiven Vermögenslage beteiligen.“

Die Gesamtausgaben der Heimat Krankenkasse beliefen sich 2018 auf 316 Millionen Euro – knapp sieben Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 315 Millionen Euro. „Mit unserem moderaten Ausgabenüberschuss folgen wir dem aktuellen Trend der Betriebskrankenkassen, die im derzeitigen Finanzausgleich zwischen den gesetzlichen Krankenkassen größtenteils benachteiligt werden“, so Kläsener. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn es durch die geplante Reform des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (kurz: Morbi-RSA) wieder zu einer gerechteren Verteilung der Finanzmittel zwischen den Krankenkassen käme. Dass wir verantwortungsvoll mit den Geldern unserer Versicherten umgehen, zeigt sich nicht zuletzt an unseren Verwaltungskosten – diese liegen seit Jahren immer unter dem bundesweiten Durchschnitt.“

Schonfrist für nicht zertifizierte Registrierkassen beschlossen

Einzelhändler und Gastronomen können aufatmen. Sie müssen Ihre Registrierkassen nun doch nicht im anlaufenden Weihnachtsgeschäft aufrüsten oder gar umtauschen. Bis zum 30. September 2020 wird der Einsatz der bisherigen Kassensysteme von Betriebsprüfern nicht beanstandet werden. Darauf haben sich die Finanzministerien aus Bund und Ländern verständigt.

Eigentlich dürfen laut einem Gesetz aus dem Jahre 2016 schon mit Beginn des nächsten Jahres nur noch solche elektronischen Registrierkassen und Kassensysteme verwendet werden, die mit einer zertifizierten technischen Sicherheitseinrichtung ausgestattet sind. „Doch bis jetzt sind noch keine technologischen Lösungen am Markt verfügbar“, beschreibt IHK-Geschäftsführerin Maria Klaas das Problem, „zertifizierte Sicherheitseinrichtungen wird es voraussichtlich erst zum Ende 2019 geben.“ Mitten im Weihnachtsgeschäft hätten daher Händler, Gastronomen und Dienstleister ihre Kassen nachrüsten sowie die Mitarbeiter schulen müssen. Deutschlandweit sind ca. 2,1 Millionen elektronische Registrierkassen betroffen.

Gemeinsam mit den Spitzenverbänden der deutschen Wirtschaft hatte sich die IHK-Dachorganisation, der Deutsche Industrie- und Handelskammertag, an die Bundes- und Finanzministerien gewandt. Sie forderten schon im Frühjahr eine Verschiebung des Anwendungszeitpunktes ein. Darauf haben nun die obersten Finanzverwaltungen mit dem Beschluss ihrer Nichtbeanstandungsregelung bis zum 30. September 2020 reagiert.

Mit Blumen für Menschenrechte

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Die Ausstellung „fair flowers - Mit Blumen für Menschenrechte“ wird am Dienstag, 1. Oktober, offiziell eröffnet.

Im Rahmen der jährlich stattfindenden bundesweiten Aktion „Faire Woche“ hat die Initiative Faires Paderborn mit zahlreichen Kooperationspartnern ein buntes Veranstaltungsprogramm zusammengestellt. Diesjähriger Höhepunkt der Aktion in Paderborn ist die Ausstellung „fair flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“ des gemeinnützigen Vereins Vamos e.V. Münster. Sie zeigt die spezifische Situation der Frauen in der Blumenindustrie.

Am Dienstag, 1. Oktober, wird die Ausstellung im Forum St. Liborius um 19 Uhr offiziell eröffnet.
Eine Referentin von Vamos e.V. Münster führt an dem Abend in die Ausstellung ein. Zudem wird ein lokaler Händler vor Ort sein, der seit vielen Jahren bereits fairtrade-Blumen im Angebot hat. Interessierte sind auch ohne Anmeldung herzlich willkommen.

Die Wanderausstellung gibt Einblicke in die Welt der Blumenindustrie. Blumen reisen um die Welt und sind ein gutes Beispiel für globale Wirtschaftsstrukturen. Die Ausstellung konkretisiert die Handels- und Vermarktungswege und zeigt die Produktions- und Arbeitsbedingungen der Blumenarbeiterinnen. Dabei geht sie insbesondere auf die Situation der Frauen ein, die 80% der Beschäftigten ausmachen. Ein weiteres Themenfeld sind die ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen der intensiven Anbaumethoden. Fair flowers zeigt aber auch alternative Handlungsmöglichkeiten für Verbraucherinnen auf. Anschaulich, erstaunlich, manchmal erschreckend kleidet die Ausstellung die Facetten der Blumenindustrie in eine optisch ansprechende Darstellung. Große Bildformate, Multimedia und Entdeckungselemente machen den Ausstellungsbesuch zu einem besonderen Erlebnis.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung werden am 5. Oktober 2019 von 10 bis 14 Uhr auf dem Rathausplatz in Paderborn faire Blumen in Szene gesetzt. Mit Unterstützung eines Floristen binden interessierte Besucher*innen fair gehandelte Rosen zu einem echten Hingucker.

Die Gruppe Afro Acoustics rundet zur Finissage der Ausstellung am 13. Oktober ab 17 Uhr im Forum St. Liborius mit ihrer lebendigen Musik das Programmangebot der fairen Woche in Paderborn ab. Sie bringt Pop- und Weltmusik des afrikanischen Kontinents in wohltuenden Klängen und verschiedenen Liedern auf Bemba, Kiswahili, Kinyarwanda und Englisch auf die Bühne. Auch zu dieser Veranstaltung sind alle Interessierten von der Initiative faires Paderborn herzlich eingeladen.

Das Schwerpunktthema der diesjährigen „Fairen Woche“ ist das Thema „Geschlechtergerechtigkeit – Gleiche Chancen durch fairen Handel“. Es orientiert sich am Entwicklungsziel Nummer 5 der Vereinten Nationen. Denn obwohl Frauen den Großteil der Erwerbs- und reproduktiven Arbeit leisten, bekommen sie meist für die gleiche Arbeit weniger Lohn als Männer und sind seltener in Führungspositionen vertreten.
Ihnen fehlt oft der Zugang zu Bildung, Land, Krediten oder eigenem Einkommen. Der Faire Handel spielt hier eine wichtige Rolle, denn er hilft Frauen und Mädchen, wirtschaftlich unabhängiger zu werden, er bestärkt sie darin, ihre Rechte wahrzunehmen und er setzt sich gegen sexualisierte Gewalt und Ausbeutung ein.

Mehr als 2.000 Aktionen stellen Engagierte des Fairen Handels jährlich bundesweit auf die Beine. Die Paderborner Aktiven sind seit Jahren regelmäßig mit Veranstaltungen vertreten.

Die Ausstellung kann vom 1. bis 14. Oktober 2019 im Forum St. Liborius (Grube 3, Paderborn) kostenlos besichtigt werden (Öffnungszeiten: Mo bis Fr. 14 bis 18 Uhr, Sa. 10 bis 14 Uhr, So. 15 bis 18 Uhr, gesonderte Öffnungen für interessierte Gruppen, Schulklassen auf Anfrage per Mail an fairtrade@paderborn.de). 

Foto: Stadt Paderborn

Deutschlands erfolgreichster Pianist am Flügel begeistert virtuos erstmals in HalleWestfalen

Joja Wendt sitzt zwischen Schallplatten.
Star-Pianist Joja Wendt ist offizieller „Steinway Artist“, ein Meister des exzellenten sowie ausdrucksstarken Klavierspiels und präsentiert am 13. Februar 2020 sein neues Programm „Stars on 88 Part II“ im GERRY WEBER EVENT CENTER in HalleWestfalen.

HalleWestfalen. Er ist offizieller „Steinway Artist“, ein Meister des exzellenten sowie ausdrucksstarken Klavierspiels und der Formel-1-Mann mit einem Tempo an den Tasten, dem das bloße menschliche Auge nicht folgen kann. Dank seines virtuosen Klavierspiels gepaart mit seinen herausragenden Entertainer-Qualitäten begeistert Joja Wendt sein Publikum immer wieder aufs Neue und sorgt für ganz besondere Konzertmomente. Im Frühjahr 2019 feierte der 55-jährige Star-Pianist das umjubelte Tour-Finale seiner neuen Show „Stars on 88“, die aufgrund der enormen Zuschauerresonanz um zwei Neujahrskonzerte 2020 in der Hamburger Elbphilharmonie sowie einer deutschlandweiten Tournee mit 16 weiteren Shows fortgesetzt wird. Eines dieser virtuosen Gastspiele gibt der wohl bedeutendste deutsche Jazz-Pianist und Komponist unserer Zeit erstmals in HalleWestfalen. Am 13. Februar (Donnerstag) 2020, ab 20.00 Uhr, präsentiert Joja Wendt „Stars on 88 Part II“ – ergänzt durch neue Song-Interpretationen von Earth, Wind & Fire bis Horowitz, die es zuvor noch nie zu hören gab.

Joja Wendt komponiert heutige Musik von klassischer Schönheit mit der Deutschlands erfolgreichster Pianist am Flügel ein so großes Publikum erreicht wie kein anderer. Sein Geheimnis: Virtuoses Spiel, Charme und die Fähigkeit, sämtliche Vorstellungen eines klassischen Klavierkonzerts neu zu definieren und mit mitreißendem Entertainment seine Fans von der ersten Minute an in seinen musikalischen Bann zu ziehen. Mit seiner neuen Show präsentiert der Klavier-Virtuose sein bislang „POPulärstes“ Programm, das überraschende Neu-Interpretationen der bekanntesten Songs von Michael Jackson, den Beatles oder Ed Sheeran beinhaltet. Dabei rückt der Hamburger auch legendäre „Hit-Giganten“ wie Beethoven, Horowitz oder Gershwin in das Scheinwerferlicht und macht ein weiteres Mal deutlich, dass gute Musik Menschen begeistert.

In seinem Programm befasst sich Joja Wendt intensiv mit der Kunst und Kraft des Populären, der Kunstrichtung „Pop Art“, die nicht nur auf dem Tournee-Plakat zum Tragen kommt. „Ich habe mit dem ,Stars on 88‘-Programm das erste Mal in meiner Karriere ‚POP‘-Stücke, die mein musikalisches Leben begleitet haben, für Klavier arrangiert. Das war etwas Neues für mich und somit auch für mein Publikum. Zudem hat es enorm Spaß gemacht – eröffnete es doch noch einmal ganz neue klangliche Herausforderungen: So musste ich gelegentlich erfinderisch sein, um die Energie eines durchproduzierten Popsongs auf Klavier darzustellen. Ich wollte unbedingt, dass dieses Projekt weitergeht. Auch weil die Freude, meine persönlichen ,Stars on 88‘ auf dem Flügel zu spielen, unerschöpflich scheint. Meine Fans dürfen sich auf jeden Fall auf einen Part II mit neuen überraschenden Stücken freuen.“

Joja Wendt ist nicht nur ein Musikgenie, sondern steckt sein ostwestfälisches Publikum während seines Konzertes in HalleWestfalen im Handumdrehen mit seinen Emotionen und seiner so innigen Liebe für die Musik an. Mit „Stars on 88“ geht er noch einen Schritt weiter als bei seinen bisherigen Shows: Auf 88 Tasten beweist er, dass er alleine mit Hits von Avicii, AC/DC oder Prince für stehende Ovationen sorgt, wofür es sonst eine mehrköpfige Band benötigt. Den Musik-Enthusiasten am Flügel zu erleben, bedeutet nicht nur Perfektion pur, sondern vor allem auch Leidenschaft und Temperament. Mehr ist von einem Virtuosen der Hochkultur nicht erwarten.

Foto: ©Christian Barz

Eintrittskarten sind zum Preis ab 41,90 Euro unter der telefonischen Hotline (05201) 81 80 erhältlich. Des Weiteren via Internet unter www.gerryweber-world.de sowie bei allen eventim-Vorverkaufsstellen. Das TICKET CENTER ist wie folgt zu erreichen: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen), 33790 HalleWestfalen.

Paderborner Wirtschaftsförderer Frank Wolters zieht seine Bürgermeisterkandidatur in der Stadt Neuss zurück

Portrait

Paderborn. Wirtschaftsförderer Frank Wolters zieht seine Bewerbung für die Kandidatur zum Bürgermeister der Stadt Neuss zurück. „Wir haben gemeinsam als Familie entschieden, dass wir in Paderborn leben wollen“, begründet der 51-Jährige seine Entscheidung. Paderborn sei eine wunderbare Stadt, in der man ausgezeichnet leben und arbeiten könne.

Als Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn (WFG) hat Wolters 2017 aus der Politik den Auftrag bekommen, die Neuausrichtung der Gesellschaft zu gestalten und diese in Zusammenarbeit mit wichtigen Akteuren der Stadtverwaltung, der Wirtschaft und Wissenschaft gewinnbringend für die Stadt Paderborn aufzustellen. Aktuelle Projekte, wie etwa laufende Ansiedlungsvorhaben, das Entstehen eines Kreativquartiers sowie die zukünftige Entwicklung des Technologieparks und der Barker Barracks sind für Wolters weitere entscheidende Perspektiven und zusätzliche Gründe dafür, seine Arbeit in Paderborn fortzusetzen.

„Das ist für uns alle eine sehr gute Nachricht“, kommentiert Bürgermeister Michael Dreier Wolters Entscheidung. Als Aufsichtsratsvorsitzender der WFG stand Dreier in den vergangenen Wochen, seit Bekanntgabe Wolters möglicher Kandidatur, in intensiven Gesprächen mit dem Geschäftsführer der städtischen Gesellschaft. Gemeinsam, so Wolters und Dreier, wolle man in Zukunft weiterhin für eine erfolgreiche und nachhaltige Standortentwicklung Paderborns sorgen.

In Paderborn angetreten sei Wolters seinerzeit mit drei wesentlichen Botschaften: Klarheit, Verbindlichkeit und Ehrlichkeit. „Dies sind für mich ganz wesentliche Grundlagen des Lebens und der Arbeit“, so Wolters. „Politik, Wirtschaft und die Menschen in meinem Umfeld haben mich genauso kennengelernt und mir auf dieser Basis ihr Vertrauen für die gemeinsame Arbeit gegeben. Darauf möchte ich in Zukunft zusammen mit meinem Team weiter aufbauen. In Paderborn und für Paderborn.“

Foto: Tobias Vorwerk/Wirtschaftsförderungsgesellschaft Paderborn mbH

Klares Bekenntnis zu Brauchtum und Tradition

Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) plant, alle Schausteller vom Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Lkw zu befreien. Künftig wird es nicht mehr erforderlich sein, Ausnahmegenehmigungen durch die Länderbehörden zu beantragen. Bundesminister Andreas Scheuer hat jetzt den Entwurf einer entsprechenden Ausnahmeverordnung vorgelegt.

Bundesminister Andreas Scheuer:
Unsere Ausnahmeverordnung ist ein klares Bekenntnis zu Brauchtum, Tradition und Vielfalt. Damit bauen wir Bürokratie ab – und stärken die Marktkaufleute und Schausteller. Sie beleben mit ihren Attraktionen und Ständen unsere Landkreise, Städte und Kommunen. Das soll so bleiben! Denn Volksfeste bedeuten nicht nur Lebensqualität – sie sind auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wir sorgen dafür, dass rund 10.000 Volksfeste und 3.000 Weihnachtsmärkte in Deutschland pünktlich eröffnet werden können.

Die Ausnahmeverordnung löst ein zentrales Transport-Problem von Schaustellern: Da Volksfeste insbesondere an Wochenenden oder an Feiertagen stattfinden, besteht für sie an genau diesen Tagen die Notwendigkeit von Transporten.

Bestimmte Schausteller-Fahrzeuge fallen bereits heute nicht unter die Fahrverbotsregelung an Sonn- und Feiertagen. Das ist dann der Fall, wenn die beförderten Gegenstände (etwa Regale, Zapfanlagen oder Popcorn-Maschinen) zum Inventar der Fahrzeuge gehören. Dabei geht es unter anderem um mobile Verkaufsstände. Durch die Aufhebung der Beschränkung auf Inventargeschäfte wird nun eine Gleichbehandlung aller Schausteller erzielt.

K+S reduziert Kaliproduktion

K+S reagiert auf die aktuell schwache Kalinachfrage und reduziert bis Ende des Jahres 2019 die Düngemittelproduktion für das Produkt Kaliumchlorid um bis zu 300 Tausend Tonnen.

Der mit der Produktionsanpassung verbundene Effekt auf das EBITDA wird in einer Größenordnung von bis zu 80 Millionen Euro erwartet.

„Im aktuell schwachen Marktumfeld, das durch die anhaltenden chinesischen Importstopps für das Standardprodukt Kaliumchlorid weiter verstärkt wird, ist die Anpassung der Produktion zwar eine schwierige, aber die richtige Entscheidung“, sagt Alexa Hergenröther, Leiterin der Operativen Einheit Europe+ von K+S.

„Ungeachtet dessen arbeiten wir weiter konsequent daran, im kanadischen Werk Bethune die laufenden Maßnahmen zur Erhöhung der Produktqualität umzusetzen und die operative Exzellenz an den deutschen Standorten zu stärken“, so Hergenröther weiter.

Am 14. November veröffentlicht das Unternehmen die Geschäftsergebnisse zum 3. Quartal. K+S wird dann die Bandbreite des Ergebnisses für das Gesamtjahr 2019 konkretisieren.

Über K+S
K+S versteht sich als ein auf den Kunden fokussierter, eigenständiger Anbieter von mineralischen Produkten für die Bereiche Landwirtschaft, Industrie, Verbraucher und Gemeinden und will das EBITDA bis 2030 auf 3 Mrd. € steigern. Unsere rund 15.000 Mitarbeiter helfen Landwirten bei der Sicherung der Welternährung, bieten Lösungen, die Industrien am Laufen halten, bereichern das tägliche Leben der Konsumenten und sorgen für Sicherheit im Winter. Die stetig steigende Nachfrage nach mineralischen Produkten bedienen wir aus Produktionsstätten in Europa, Nord- und Südamerika sowie einem weltweiten Vertriebsnetz. Wir streben nach Nachhaltigkeit, denn wir bekennen uns zu unserer Verantwortung gegenüber Menschen, der Umwelt, den Gemeinden und der Wirtschaft in den Regionen, in denen wir tätig sind. Erfahren Sie mehr über K+S unter www.k-plus-s.com.

Rotes Käppchen, blauer Bart – Märchenhafte Farben und Experimente

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Am 13.11.2019 eröffnet die GRIMMWELT Kassel ihre neue Sonderausstellung: Farben faszinieren das Auge des Betrachters. Ebenso faszinierend ist ihre symbolische und kulturhistorische Bedeutung, die sich oft über Jahrhunderte hinweg entwickelte und sich auch in Märchen findet. Ob bei den Brüdern Grimm, Hans Christian Andersen oder Johann Wolfgang von Goethe: Farben werden nicht zufällig gesetzt, sondern haben eine tiefere Bedeutung. Gold steht für Reichtum und Vollkommenheit, Weiß für das Göttliche, das Erhabene, Schwarz dagegen symbolisiert meist Tod und Teufel.

Im 19. Jahrhundert wurden bahnbrechende naturwissenschaftliche Entdeckungen rund um die Physik der Farben und das menschliche Sehen gemacht, und gleichzeitig wurden prominente Märchensammlungen wie die der Brüder Grimm publiziert. Das Zusammentreffen von Forschung und Phantasie nimmt die GRIMMWELT Kassel zum Anlass, um der Bedeutung von Farben im Märchen nachzugehen: Warum trägt Rotkäppchen ausgerechnet Rot, und weshalb wirkt ein blauer Bart befremdlich? Beeindruckende historische Märchenbilder und -bücher in Kombination mit Experimenten der damaligen Zeit garantieren eine kurzweilige Entdeckungsreise für Erwachsene und Kinder in ein bisher wenig untersuchtes Thema.

Begleitpublikation

Rotes Käppchen, blauer Bart – Farben im Märchen
Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH (Stuttgart)
Auflage: 2.000 Exemplare
Preis: 28,00 €
Umfang: ca. 120 Seiten
Sprachen: Englisch und Deutsch (zweispaltig)
Erscheint im Oktober 2019
Zur Begleitpublikation der Ausstellung: https://www.grimmwelt.de/programm/publikationen/

Buchpräsentation

Do., 31.10. | 19.00 Uhr | Buchpräsentation
Rotes Käppchen, blauer Bart – Farben im Märchen
Anlässlich der neuen Sonderausstellung »Rotes Käppchen, blauer Bart – Märchenhafte Farben und Experimente« nimmt ein Begleitbuch das faszinierende Thema unter die Lupe. Warum trägt Rotkäppchen ausgerechnet die Farbe Rot? Und symbolisiert Schneewittchens weiße Haut Reinheit und Unschuld? Peter Stohler und Dr. Sabine Schimma, GRIMMWELT Kassel, präsentieren das Buch, das diesen und anderen spannenden Fragen Farbe für Farbe in interessanten Interviews nachgeht. Alle als Märchenwesen verkleideten Besucher erhalten freien Eintritt.
Eintritt: 5 €, erm. 3 €

Vom Land des Feuers

Gruppenfoto

Lemgo. Kennen Sie Aserbaidschan? Wo genau liegt das Land eigentlich und was macht seinen Reiz aus? Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake lädt alle Interessierten am Samstag, 28. September, um 19 Uhr zu einer musikalischen Reise ins „Land des Feuers“ ein. Denn nicht nur der Titel des Konzertabends lautet so, sondern auch die Übersetzung der im Südkaukasus gelegenen Republik. Überall lodern dort kleine Flammen aus dem Boden, weil direkt unter der Erdkruste gewaltige Öl- und Gasvorkommen liegen. Kein Wunder, dass sich das Feuer thematisch wie ein roter Faden durch das Programm zieht. Es spielt das interkulturelle Ensemble „Bridge of Sound“ unter der Leitung der in Detmold lebenden Komponistin und Musikwissenschaftlerin Dr. Khadija Zeynalova. Freuen kann man sich auch auf landestypische Köstlichkeiten und Getränke.

Doch warum findet sich dieses spezielle Konzert auf dem Spielplan des Museums wieder? „Es passt einfach perfekt zu unserer aktuellen Sonderausstellung“, verrät Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes. Schon der berühmte Lemgoer Engelbert Kaempfer durchquerte auf seiner Fahrt nach Japan das „Land des Feuers“ und war überaus fasziniert – auch von der Musik. Was genau er sah, wen er traf, was er erforschte, zeigt die aktuelle Sonderausstellung „Exotische Welten – Unterwegs mit Forschern, Künstlern und Entdeckern“.

Passend zum Konzert dürfen sich die Besucher auch die Sonderausstellung ansehen. Dort sind spannende Objekte ausgestellt wie beispielsweise der original Reisebericht von Engelbert Kaempfer, eine magische Maske, ein Kugelfisch, zwei Paradiesvögel, ein Gürteltier, ein Walrossschädel und vieles mehr. Der Ausstellungsbesuch ist im Eintrittspreis inbegriffen. An diesem Abend ergänzen sich bildende Kunst und Musik auf besondere Art und Weise.

Die aserbaidschanische Volksmusik ist sehr reich an Genres und Formen. Dementsprechend besteht der erste Teil des Konzertabends aus der so genannten Mugam-Musik mit traditionellen Musikinstrumenten aus Aserbaidschan. Freuen kann man sich zwischen den einzelnen Stücken auch immer wieder auf spannende Hintergrundinformationen zu Musik, Land und Leuten.

Im zweiten Teil sind Kompositionen von Dr. Khadija Zeynalova, der künstlerischen Leiterin des En-sembles „Bridge of Sound“ zu hören. „Viele meiner Kammermusik-Kompositionen sind von der Natur und den nicht selten lebensfeindlichen Naturgewalten meiner aserbaidschanischen Heimat inspiriert. Oft bilden Mythen den Hintergrund meiner Werke, Mythen, die zugleich eine sinnfällige Brücke bauen zwischen Kaukasus-Region und Mitteleuropa“, so die deutsch-aserbaidschanische Komponistin.
Besonders hebt sie die Werke „Bilder vom Land des Feuers“ für Streichquartett, Sopran und Ton-band, „Impressions“ für solo Violine und „Miniaturen“ für Streichquartett hervor. Mit ihrem musikalischen Schaffen möchte Khadija Zeynalova eine Brücke zwischen Ost und West bauen, um zwischen den verschiedenen musikalischen Kulturen zu vermitteln.

Tickets gibt es ab sofort zum Preis von 19 Euro (erm. 9,50 Euro) inklusive Ausstellungsbesuch, landestypischem Fingerfood und Getränken an der Kasse des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nähere Informationen auch im Internet unter www.museum-schloss-brake.de.

Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake Landesverband Lippe

Auszeit mit spezialisiertem Angebot

Frauen in einer Reihe sitzend.
Bei Schwerpunktmaßnahmen kommen Frauen aus ähnlichen Lebenssituationen zusammen, um gemeinsam vom spezialisierten Therapieangebot zu profitieren

Freiburg. Mütter kommen manchmal an einen Punkt, an dem alles zu viel wird: Familie, Beruf, Haushalt – es ist nicht immer leicht, das alles unter einen Hut zu bringen. Wenn der Alltag zu einer Belastung wird, ist die Gesundheit gefährdet oder bereits in Mitleidenschaft gezogen. Doch ein einheitliches Signal gibt es dafür nicht. Jeder Mensch reagiert individuell auf Überlastung. Bei dem einen sind es Rücken- oder Kopfschmerzen, beim anderen Erschöpfung oder chronische Erkrankungen, die sich weiter verschlimmern. Damit allen Frauen im Rahmen einer dreiwöchigen Mutter-Kind-Kur und Mütterkur geholfen werden kann, gibt es immer mehr spezialisierte Angebote in den Fachkliniken der Müttergenesung.

„Bei allen Vorsorge- und Rehamaßnahmen der Müttergenesung geht es zunächst darum, den Auslösern der Gesundheitsbeschwerden auf die Spur zu kommen“, weiß Margot Jäger, Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung. Die KAG ist der größte Trägerzusammenschluss im Müttergenesungswerk.

Der Abstand vom Alltag hilft, diesen bewusst zu reflektieren. Da besondere Probleme und Situationen besondere Lösungen brauchen, haben die Fachkliniken der KAG über das gemeinsame Behandlungskonzept hinausgehende spezialisierte Angebote. Sie vergrößern den individuellen Nutzen einer Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur stark.

Die Angebote richten sich nach den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppe wie zum Beispiel Trauernde oder Familien mit Kindern mit Behinderung. Daneben gibt es Spezialisierungen, die sich nach bestimmten Indikationen richten wie beispielsweise Adipositas oder Asthma. Die Bandbreite ist bei den Gesundheitsthemen erwartungsgemäß besonders groß. „Unser Wirkungskreis reicht von Entspannungstherapien über Migränebehandlung, Neurodermitis-Schulungen bis zur systemischen Familienberatung“, so Jäger.

Weil die Interaktion zwischen Mutter und Kind immer von großer Bedeutung für das Gleichgewicht in einer Familie ist, gehört in vielen Fachkliniken der KAG auch die Erziehungsberatung zu den Angeboten. „Der Umgang miteinander ist für die dauerhafte Stabilität von großer Bedeutung“, sagt Margot Jäger. Auch wenn Kinder unter psychomotorischen Einschränkungen, ADS oder ADHS leiden, gibt es Hilfe in spezialisierten Einrichtungen. Teilweise bieten die Fachkliniken ihre Spezialisierungen das ganze Jahr über an. Manche Angebote finden als Schwerpunktmaßnahme zu bestimmten Terminen statt.

Um die passende Fachklinik zu finden, rät Margot Jäger zu einem Erstgespräch in einer Beratungsstelle für Müttergenesung. In der KAG sind bundesweit über 350 Beratungseinrichtungen zusammengeschlossen, die auch nach der Maßnahme vor Ort weiterhelfen. Bei der Suche nach der richtigen Beraterin und der Planung einer Mutter-Kind-Kur unterstützt die bundesweite Hotline der KAG: 0180/140 0 140 – 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz.

Foto: KAG Müttergenesung / ro-fotografie

Liebe geht durch den Magen

Im Bienenzentrum am Lippischen Meierhof können die Besucher beim Freilichtgenuss Kerzen aus Bienenwachs drehen und Bienen filzen.

Detmold (lwl). Bereits zum sechsten Mal verwandelt sich das LWL-Freilichtmuseum Detmold am ersten Septemberwochenende (7./8.9.) in eine bunte Flaniermeile. Denn dann wird jeweils von 9 bis 18 Uhr im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) der Freilichtgenuss gefeiert, bei dem die Besucher neben regionalen Produkten, frischem Gemüse und Pflanzen auch Handwerksvorführungen und Mitmachprogramme erwarten. Etwa 70 Ausstellerinnen präsentieren ihre biologischen, gesunden und handwerklich hergestellten Produkte.

Passend zum aktuellen Themenjahr “Vergiss die #liebe nicht!” lautet das Motto in diesem Jahr: “Liebe geht durch den Magen”. “Daher haben die Besucher an insgesamt vier Standorten über das Museumsgelände verteilt die Gelegenheit, regionale Gerichte zu probieren, Honig oder Käse zu verkosten und vom Bioessig bis zum Fruchtaufstrich diverse Produkte für zu Hause mitzunehmen”, erklärt LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. Darüber hinaus gibt es ökologische Produkte wie Naturseifen oder geschnitzte Handdruckstöcke zu kaufen. Vor allem im Eingangsbereich bieten Baumschulen und Gärtnereien insektenfreundliche Stauden an. Und auch Pflanzen aus dem Museum und viele Informationen rund um das Thema Biodiversität sind dort zu finden.

“Am Lippischen Meierhof mit dem erst im vergangenen Jahr eröffneten Bienenzentrum steht der Schutz der Insekten im Mittelpunkt”, so Carstensen weiter. Eine Zeidlerin erklärt, wie schon im Mittelalter Bienen in hohlen Baumstämmen oder Klotzbeuten gehalten wurden, bei deren Herstellung die Besucherinnen helfen können. Kinder können Kerzen aus Bienenwachs drehen, Bienen filzen oder die Vielfalt der Wildpflanzen entdecken. Es gibt Kurzführungen zu den Bienenhäusern des Museums und der Kreisimkerverein Lippe versorgt die Besucher mit Honig und Tipps, wie der heimische Garten zur Grünoase für Insekten werden kann.

An der Bockwindmühle erleben die Besucher an beiden Tagen Oldtimertraktoren und Hütehunde im Einsatz. Nach dem absolvierten Parcours treiben die Hütehunde zudem eine Schafherde durchs Museumsgelände. Im Paderborner Dorf steht das Kochen im Mittelpunkt. Neben einer Kartoffelverkostung bereitet das Slow Food Convivium Südlicher Teutoburger Wald Pumpernickel-Gerichte zu, die die Besucherinnen verkosten können. Der Bioland-Caterer Matthias Carl veranstaltet mehrmals täglich Kochshows. Am Sonntag um 10 Uhr wird NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser am Stand des Landesverbandes der Kartoffelkaufleute Rheinland-Westfalen und der Kartoffel-Marketing GmbH erwartet.

Die Handwerker des Museums beteiligen sich ebenfalls am Programm. Die Töpfer fertigen Pflanztöpfe und Kräuterbeschriftungen aus Ton, und in der Schmiede können Besucherinnen bei der Herstellung von dekorativen Pflanzstäben zusehen. In der Museumsbäckerei wird Kuchen und Brot gebacken und in der Textilwerkstatt erleben die Besucher das Handwerk des Spinnens und Webens. Ein Holzschuhmacher ist auch vor Ort. Darüber hinaus können Interessierte Saatgutkugeln rollen, Vogelnistkästen bauen, Stiftedosen flechten, Stoffe bedrucken, Blumen filzen und bei Führungen die Gärten und Küchen des Museums entdecken.

Um die Anreise entspannt zu gestalten, hat die SVD Sonderbusse eingerichtet. Wer in den Bussen die Eintrittskarten für den Freilichtgenuss löst, für den ist die Busfahrt frei. Der Fahrplan der SVD und des Sonderverkehrs ist unter https://www.stadtverkehr-detmold.de einzusehen. Zudem pendelt zwischen dem Eingangsbereich und dem Paderborner Dorf ein Bus.

Das Programm mit Öffnungszeiten, Preisen und allen Veranstaltungen findet sich auch im Internet unter: http://www.freilichtgenuss.lwl.org. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Tickets online zu kaufen.

Foto: LWL/Jähne

Über 20 Freiwillige im Einsatz für die Renaturierung der Eggemoore

Freiwillige bei der Arbeit

Über 20 Freiwillige aus ganz Deutschland sind vom 1. bis 8. September 2019 mit dem Bergwaldprojekt e.V. zum letzten Mal im Einsatz in den Eggemooren bei Lichtenau. Sie arbeiten an der Wiedervernässung der Hoch- oder Regenmoore, um deren Renaturierung einzuleiten. Damit leisten sie einen Beitrag zum Erhalt des gefährdeten Lebensraumtyps und lernen diesen intensiv kennen. Ziele der Einsatzwoche sind, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise auch über die Projektwoche hinaus.

Unter der Anleitung von Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt e.V. werden die Ehrenamtlichen Weiden und Faulbaum im Eselsbett entbuschen, im Sauerbachtal Fichten und Weiden entnehmen und Querbauwerke im Schwarzen Bruch errichten. Kooperationspartner sind die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne und das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Bezirksregierung, und Wald und Holz NRW mit seinem Regionalforstamt Hochstift. Roland Schockemöhle vom Regionalforstamt Hochstift über den Einsatz: „Die Freiwilligen leisten in dieser erlebnisreichen Woche einen persönlichen Beitrag zur Renaturierung des faszinieren-den Ökosystems Hochmoor. Damit unterstützen sie die Biologen und uns Forstleute bei der praktischen Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen dieser schützenswerten Lebensräume.“ Die Maßnahmen sind Teil des LIFE+-Projekts Eggemoore, das von den drei letztgenannten Partnern bis 2019 umgesetzt wird. Finanziell gefördert werden sie mit Mitteln des Landes NRW und des Förderinstruments LIFE der Europäischen Union.

Untergebracht ist die Gruppe im Naturfreundehaus In der Schnat am Fuß des Velmerstots. Die Woche über kümmert sich ein Koch um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden.

Neben der Arbeit ist auch eine Exkursion geplant, um das Moor in seinen wichtigen Funktionen als Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und als enormen Wasser- und Kohlenstoffspeicher näher kennenzulernen. Moore entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es im Torfkörper. Sie gehören zu den empfindlichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen in Deutschland. 95 % unserer Moore sind im Laufe der letzten Jahrhunderte vom Menschen zerstört worden. Dem Schutz und der Renaturierung der noch vorhandenen, oftmals stark beschädigten Restmoorflächen kommt eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu.

Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt e.V. weiß außerdem: „Indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Ehrenamtlichen darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Somit tragen die Freiwilligen zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“
Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 2.500 Teilnehmenden. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldungen zu den Projektwochen unter bergwaldprojekt.de.

Foto: Barbara Ritzkowski