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Urteil OLG Hamm – Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG

Bad Driburg. In dem Rechtsstreit der Bilster Berg Resort GmbH & Co. KG gegen die Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff GmbH & Co. KG sowie Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff hat das Oberlandesgericht (OLG) in Hamm am Donnerstag zugunsten der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG entschieden und folgt somit deren Berufungsklage.

Die Richter am OLG haben festgestellt, dass das Urteil des Landgerichts Paderborn vom 28.04.2016 abgeändert und die entsprechende Klage der Unternehmensgruppe Graf von Oeynhausen-Sierstorpff GmbH & Co. KG sowie Marcus Graf von Oeynhausen-Sierstorpff als unzulässig abgewiesen wird. Die Widerklage/ Berufungsklage der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG mit den entsprechenden Anträgen wurde dem Grunde nach für gerechtfertigt erklärt. Die Kostenentscheidung bleibt dem Schlussurteil vorbehalten. Damit hat das OLG Hamm die Auffassung und die Einschätzung der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG bestätigt.

Geschäftsführer Hans-Jürgen von Glasenapp:
„Über das Urteil freuen wir uns sehr. Jetzt schauen wir nach vorne und arbeiten weiter intensiv daran, den Bilster Berg zur besten und attraktivsten Rundstrecke Europas zu machen.“

Zum Hintergrund:
Mit diesem Urteil wurde die erstinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Paderborn vom 28. April 2016 verworfen. Die Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG war dagegen in Berufung gegangen und wurde jetzt durch das OLG bestätigt. Vergleichsangebote, die im Zuge der Auseinandersetzung vonseiten der Bilster Berg Drive Resort GmbH & Co. KG gemacht wurden, um die Streitigkeiten im Sinne der Gesellschaft auf einem anderen Weg beizulegen, waren mehrfach von der Gegenseite abgelehnt worden.

JAYA THE CAT

Gruppenfoto

Roots-Reggae, Ska, Punkrock: Die drei Hauptzutaten des Cocktails, den Jaya The Cat auch auf ihrem am 17. November erscheinenden neuen Album „A Good Day For The Damned“ zusammenmischen, rufen normalerweise eher Bilder von sonnigen Stränden, der coolen Lockerheit Kaliforniens oder zumindest dem schwülen Dunst Floridas vor das geistige Auge. Umso erstaunlicher, dass die Band um Mastermind und Frontmann Geoff Lagadec und Schlagzeuger David Germain ihren Ursprung im klimatisch eher milden Boston hat.

Dass Jaya The Cat sich hingegen 2003 die europäische Metropole Amsterdam als neues Hauptquartier aussuchen und ihre cremige Sound-Mische von dort aus auf bislang vier Alben an das Partyvolk bringen, passt so gut zusammen wie Piña Colada und karibische Sonne. Dabei sollte man allerdings nicht meinen, dass sich die Band allzu stark von dem zurückgelehnten Flair der holländischen Hauptstadt hat inspirieren lassen. Denn wer eine vergleichbar explosive, wandlungsfähige und dynamische Live-Band aus dem Skapunk-Sektor sucht, sollte eine Lupe im Gepäck haben – hunderte von Shows zwischen ausverkauften Headliner-Touren, Support-Slots für Bands wie die Beatsteaks, Less Than Jake oder Sublime und prestigeträchtigen Festivalauftritten auf dem Ruhrpott Rodeo, dem Pukkelpop und dem Lowlands sind Beweis genug für die musikalische Feuerkraft des Quartetts.

Auf dem Nachfolger zum 2012 erschienenen, programmatisch betitelten „The New International Sound Of Hedonism“ zeigen sich Jaya The Cat nicht nur sommerlich smooth, sondern auch mit klarer Kante und politisch motiviert. Die wechselnden Anteile aus krachigem Punkrock, rootsigen Classic-Reggae-Licks und energetischem Ska auf dem innerhalb nur eines Monats in Berlin aufgenommenen Album ergänzen Lagadec und seine Partygemeinde um Versatzstücke aus Blues, Soul, Dub, Dancehall und HipHop. Hauptsache das Ergebnis ist laut, hat Drive und macht auf jeder Party eine gut groovende Figur.

Mit ihrer stilistischen Vielgliedrigkeit schaffen es die Wahl-Holländer letztlich auch, ewige Nörgler und Genre-Puristen mindestens zum Mitwippen zu bewegen – wenn nicht sogar zum ausgelassenen Skanking oder Runden drehen im Pit. Herzschmerz, Liebe, Politik, Irrsinn, Optimismus: „A Good Day For The Damned“ hat alles, was man sich von einer treibenden, bewegenden Skapunk-Platte wünschen könnte.

Junkyard Dortmund
Donnerstag, 11 Juli 2019
Beginn 20:00
Junkyard
Schlägelstr. 57, Dortmund, Germany

Junkyard Dortmund 
Tickets: Normalpreis 21,88 €

02.08.19 in Kassel, Kulturzentrum Schlachthof
Freitag, 02.08.19
Einlass: 19:30, Beginn: 20:30
Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstraße 10-12, 34127 Kassel

Kassel, Kulturzentrum Schlachthof
VvK & ermäßigt: 15,-€ (+ Geb.) / Ak: 19,-€
Bei Vorlage eines entsprechenden Ausweises erhalten Schüler und Studenten, Freiwilligendienstler, Azubis etc. Karten zum ermäßigten Eintrittspreis.

Fotoquelle: Schlachthof-Kassel

Publikumsliebling Mandy Capristo ist Stargast in neuer Disney-Show „Dreams Come True“

Mandy Capristo
Die erfolgreiche Sängerin Mandy Capristo ist als Stargast in der erfolgreichen „Disney In Concert“-Reihe mit dem neuen Showprogramm „Dreams Come True“ am 14. März 2020 im GERRY WEBER STADION in HalleWestfalen zu erleben.

HalleWestfalen. Publikumsliebling Mandy Capristo, die 2006 mit der Band „Monrose“ berühmt wurde und seit 2011 auch solo Erfolge feiert, wird als Stargast bei der „Disney in Concert“-Reihe mitwirken. Bereits letztes Jahr übernahm die gebürtige Mannheimerin die Rolle der „Prinzessin Jasmin“ im Musical „Aladdin“ und wurde Teil der fantasievollen Disney-Welt. „Disney und die Musik sind ein großer Teil meines Lebens. Ich freue mich sehr darauf, nach meiner Zeit im Theater auf eine neue Reise mit Disney zu gehen. Abgesehen von den Performances, die gerade im Detail vorbereitet werden, ist es wundervoll, wieder Zeit mit alten und neuen Kollegen zu verbringen. Das wird für mich ein sehr besonderes Erlebnis“, sagt Capristo über ihre Teilnahme am Showformat „Dreams Come True“. Die 29-Jährige gilt nicht nur als erfolgreiche Sängerin, sondern auch als populäres Vorbild mit authentischer Persönlichkeit für junge Frauen.

Das neue Bühnenprogramm „Dreams Come True“ aus der erfolgreichen „Disney In Concert“-Reihe ist in Deutschland und Österreich zu sehen und zu hören. Eine Station der zwölf Konzerte umfassenden Tournee ist erstmals HalleWestfalen: Am 14. März (Samstag) 2020, ab 18.00 Uhr, ist der Tour-Auftakt im GERRY WEBER STADION terminiert, der das ostwestfälische Publikum in die musikalischen Disney-Welten eintauchen lässt. Neben dem „Hollywood-Sound-Orchestra“ und Stargast Mandy Capristo werden zahlreiche weitere prominente Solisten die Disney-Songs performen. Und sobald die wundervollen Melodien der Disney-Lieder erklingen, werden die schönsten Erinnerungen geweckt und lösen einen besonderen Zauber aus, der zum Träumen einlädt.

Die fantastischen Geschichten und vor allem die musikalischen Meisterwerke, die uns ein Leben lang begleiten, ziehen den Zuschauer magisch in den Bann. Die berühmtesten Filmszenen werden mit der Live-Performance der beliebtesten Disney-Songs aus über achtzig Jahre Filmgeschichte verknüpft. Begleitet von faszinierenden Special Effects entstehen einzigartige, unvergessliche Momente, in denen die Zuschauer zum Träumen eingeladen werden.

Eintrittskarten sind zum Preis ab 59,90 Euro unter der telefonischen Hotline (05201) 81 80 erhältlich. Des Weiteren via Internet unter www.gerryweber-world.de sowie bei allen CTS-Vorverkaufsstellen. Das TICKET CENTER ist wie folgt zu erreichen: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen), 33790 HalleWestfalen.

Foto: ©Anelia Janeva

Brandstiftung an der Osnabrücker Rathaustür

Rathaustuer mit Brandspuren.
Sowohl das Holz der denkmalgeschützten Tür mit der Friedensklinke als auch der Steinboden wurden durch den Brandanschlag in Mitleidenschaft gezogen.

In der Nacht vom 4. auf den 5. Juli haben Unbekannte versucht, die über 500 Jahre alte Eingangstür des historischen Rathauses mit Brandbeschleuniger in Brand zu setzen. Der Wachdienst des Weinfestes wurde gegen 1.30 Uhr von Passanten informiert. Das Feuer konnte glücklicherweise rasch unter Kontrolle gebracht werden. Hintergründe zum Motiv sind derzeit nicht bekannt.

“Die Tür des historischen Osnabrücker Rathauses, in dem 1648 der Westfälische Frieden beschlossen worden ist, ist symbolisch eine Tür des Friedens. Ob aus Zerstörungswut oder als Tat, dies sich gegen das Engagement der Stadt für den Frieden richtet: Ich bin entsetzt und erschüttert über diesen kriminellen Akt und hoffe, dass der oder die Täter schnell überführt werden”, so Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.

Die Stadt hat Kontakt mit der Polizei aufgenommen. Es wurde Strafanzeige gestellt. Sowohl das Holz der denkmalgeschützten Tür mit der Friedensklinke als auch der Steinboden wurden in Mitleidenschaft gezogen. Wie schwer die Tür beschädigt ist, werden Sachverständige überprüfen.

Da das Rathaus ein Gebäude von nationaler Bedeutung ist und zum Europäischen Kulturerbe gehört, wurde von der städtischen Denkmalpflege das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege eingeschaltet, um abzustimmen, wie eine sachgemäße Restaurierung vorgenommen werden kann.

Zeugen werden gebeten sich bei der Polizei unter der Rufnummer 0541 327-2215 zu melden. Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des oder der Täter führen, hat die Stadt Osnabrück eine Belohnung von 2.000 Euro ausgesetzt.

Hintergründe zur Tür:
Die berühmte Rathaustür aus schwerem Eichenholz ist die Originaltür aus der Zeit der Errichtung. Das Holz für die Tür wurde um 1494 gefällt. Die Tür ziert eine bronzene Klinke des Osnabrücker Bildhaues Fritz Szalinski. Die Rathaustür mit Klinke gilt als das meist fotografierteste Motiv der Friedensstadt Osnabrück.

Foto: Stadt Osnabrück, Gerhard Meyering

Bad Lippspringer Kliniken setzen den Aufwärtstrend fort

Gruppenfoto, drei Männer vor Eingang.
v. li.: Kaufmännischer Direktor Michael Ennenbach, Bürgermeister Andreas Bee und Geschäftsführer Achim Schäfer vor dem Eingang der neuen Klinik im Park.

Die Kliniken in Bad Lippspringe, die im Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG) zusammengefasst sind, haben im Jahr 2018 ihren Aufwärtstrend fortsetzen können. Dabei gab es ein besonders erfreuliches Teilergebnis: Erstmals seit dem bundesweiten Einbruch zur Mitte der 1990er Jahre erreichte Bad Lippspringe im Bereich Rehabilitation wieder die Gewinnzone. Bereinigt um eine Ausschüttung von einer Million Euro der Karl-Hansen-Klinik verbleibt für das Jahr 2018 ein Plus von rund einer halben Million Euro.

„Es ist sehr erfreulich, dass unsere Kliniken auch in der Rehabilitation die Trendwende geschafft haben. Damit sind wir wieder dort wo wie hingehören, nämlich in der Spitze der deutschen Kurorte. Der besondere Dank des Aufsichtsrates und der Gesellschafterversammlung gilt der kompetenten und bewährten Leitung von Geschäftsführer Achim Schäfer und dem Kaufmännischen Direktor Michael Ennenbach sowie dem großen Einsatz der Chefärzte und aller Mitarbeiter”, betont Bürgermeister Andreas Bee als Vorsitzender beider Gremien des MZG.

Geschäftsführer Achim Schäfer bewertet das Ergebnis des Jahres 2018 ebenfalls als sehr positiv: “Es ist ein gutes Gefühl, erstmals seit 22 Jahren im bundesweit nach wie vor umkämpften Markt der Rehabilitation wieder einen Gewinn erwirtschaftet zu haben“. Der Kaufmännische Direktor Michael Ennenbach, der die Reha-Kliniken verantwortet, nennt die Hintergründe der Trendwende: „Wir haben in der jüngeren Vergangenheit das Vertrauen der Kostenträger zurückgewonnen und sind ein begehrter Partner. Das hat uns in die Lage versetzt, höhere Preise für unsere Leistungen durchzusetzen”.

Weitere Gründe für die positive Entwicklung liegen in neuen Konzepten im Bereich Rehabilitation und einer weiteren Qualitätsverbesserung. Enge Kooperationen zwischen den Chefärzten innerhalb des MZG und ein Ausbau der Vernetzung in der Region sind dabei ebenso förderlich wie die Einführung neuer Nachsorgekonzepte. Auch der lange nach außen hin sichtbare Instandhaltungsrückstand im baulichen Bereich ist mittlerweile aufgeholt. So haben die Bad Lippspringer Kliniken in den vergangenen Jahren bereits rund zehn Millionen Euro in die Gebäudesubstanz investiert.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung blickt Geschäftsführer Achim Schäfer positiv in die Zukunft: „Die Erweiterung um unsere neue Klinik im Park, die derzeit im Bereich des von uns übernommenen Heiliggeist-Hospitals eingerichtet wird, und die Erweiterung der Pneumologie werden das gute Ergebnis verstetigen. Auch die Öffnung unserer Orthopädie für die Traumatologie und die Einrichtung einer Klinik für pflegende Angehörige tragen perspektivisch zu einer weiterhin positiven Entwicklung bei”.

Zum Medizinischen Zentrum für Gesundheit (MZG)
Das MZG betreibt mehrere Akut- und Reha-Kliniken in Bad Lippspringe und beschäftigt derzeit etwa 1.200 Mitarbeiter. Die Reha-Kliniken behandeln Patienten in fast allen bedeutenden Indikationen. Dazu gehören in der Klinik Martinusquelle (262 Betten) die Bereiche Lunge, Herz und Psychosomatik, in der Cecilien-Klinik (177 Betten) die Onkologie, in der Teutoburger-Wald-Klinik (146 Betten) die Orthopädie und die Verhaltensmedizinische Orthopädie sowie in der Klinik am Park (70 Betten) die Abhängigkeitserkrankungen. Das Akut-Krankenhaus Karl-Hansen-Klinik (208 Betten) verfügt über die Abteilungen Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Pneumologie, Weaning, Pneumologische Frührehabilitation, HNO, Schlafmedizin, Anästhesiologie, Schmerzmedizin, Phoniatrie/Pädaudiologie und Palliativmedizin. Zum MZG gehören darüber hinaus Fachschulen für Gesundheitsberufe, ein Therapiezentrum und ein Ambulanter Intensivpflegedienst.

Foto: Claudia Reichstein

Oberverwaltungsgericht stärkt Rechte bei kommunalen Bürgerbegehren

In einem gestern bekannt gegebenen Urteil vom 27.6.2019 hat das Oberverwaltungsgericht Münster die Rechte der Initiatoren kommunaler Bürgerbegehren deutlich gestärkt. Das meldet der Fachverband Mehr Demokratie heute in Köln. Im Urteil des Oberverwaltungsgerichts wird die Klage des Bürgerbegehrens “Kurfürstenbad bleibt!” zwar zurückgewiesen. Der 2017 durchgeführte Bürgerentscheid muss damit nicht wiederholt werden. Gleichzeitig bestätigte das Oberverwaltungsgericht aber, dass Initiatoren eines Bürgerbegehrens auch für den Zeitraum der Vorbereitung eines Bürgerentscheids durch die Kommune das Recht haben, Maßnahmen und Äußerungen der Verwaltung gerichtlich prüfen zu lassen.

“Bislang hatten die Initiatoren von Bürgerbegehren keinen verbrieften Anspruch, mit juristischen Mitteln die Vorbereitung eines Bürgerentscheids überprüfen zu lassen. Mit dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts wird diese Lücke jetzt endlich geschlossen!” freute sich Alexander Trennheuser, Landesgeschäftsführer von Mehr Demokratie. Mehr Demokratie hatte die Klage unterstützt, um die gesetzlich bislang nicht vorgesehene Möglichkeit der Anfechtung eines Bürgerentscheids auf gerichtlichem Wege zu erreichen. “Ich möchte mich ausdrücklich bei “Kurfürstenbad bleibt!” für die Möglichkeit der Zusammenarbeit in dieser Sache bedanken! Neben ihrem inhaltlichen Anliegen hatten die Klageführenden auch stets im Blick, dass sie mit ihrer Klage bessere Bedingungen für kommende Bürgerbegehren schaffen können”, so Trennheuser.

Dem Urteil des Oberverwaltungsgerichts war ein mehrjähriger Rechtstreit voraus gegangen. Im Bürgerentscheid vom 23. März bis 21. April 2017 votierten 51,6 Prozent der Abstimmenden gegen das Bürgerbegehren zum Erhalt des Kurfürstenbades. Die Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens hatten am 19. Juli 2017 wegen der Umstände des Bürgerentscheids beim Verwaltungsgericht Köln Klage gegen die Stadt Bonn eingereicht. Die Kläger warfen der Stadt vor, den Bonner Bürgern wichtige Informationen zu Finanzierungsproblemen des geplanten Zentralbades bewusst vorenthalten zu haben. Gleichzeitig habe der Oberbürgermeister mit einer einseitigen Werbekampagne auf Kosten der Stadtwerke in unzulässiger Weise in den Abstimmungskampf eingegriffen.

DEN stellt Baumpflanzaktion auf BUGA in Heilbronn vor

Gruppenbild
Der DEN-Bundesvorsitzende Dipl.-Ing. Hermann Dannecker (l.) überreichte auf der Bundesgartenschau in Heilbronn Setzlinge an Friedlinde Gurr-Hirsch MdL (Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz BW), Rita Schwarzelühr-Sutter MdB (Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit) und Dr. Andre Baumann (Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft BW).

„Lassen Sie uns gemeinsam für den Erhalt der Natur eintreten und das Klima schützen, indem wir Bäume pflanzen!“ Mit dieser Aufforderung stellte der Bundesvorsitzende des Deutschen Energieberater-Netzwerks DEN e.V., Dipl.-Ing. Hermann Dannecker, die Baumpflanzaktion seiner Organisation auf der Bundesgartenschau in Heilbronn vor. Im Rahmen einer Ausstellungseröffnung überreichte er drei Staatssekretären aus dem Bund und aus Baden-Württemberg symbolisch Apfelbaum-Setzlinge. Dannecker unterstrich insbesondere die Bedeutung einer schnellen und nachhaltigen Wärmewende für die Erreichung der deutschen und der internationalen Klimaziele.

Nachhaltigkeit in der Energiepolitik, beim Umwelt- und Naturschutz, beim Bauen und in der Landwirtschaft waren denn auch zentrale Themen der drei Politikerinnen und Politiker, welche die Eröffnung der Ausstellungen „Energetische Gebäudesanierung – gesellschaftliche Herausforderung und wichtiger Baustein des Klimaschutzes“ und „Brücken bauen zwischen Mensch und Natur“ begleiteten. In dieser präsentieren sich und ihre Arbeit Landschaftserhaltungsverbände aus Baden-Württemberg.

Staatssekretär Dr. Andre Baumann aus dem Stuttgarter Umweltministerium lobte deren Engagement, das besonders der Artenvielfalt zugutekomme. In diesem Zusammenhang sehe er auch die Baumpflanzaktion des DEN. Auch sie könne als Mosaiksteinchen helfen, ein Bewusstsein für mehr Klimaschutz zu schaffen. Baumann forderte in diesem Zusammenhang, den Klimaschutz im Gebäudebereich zu verankern. Er trat für steuerliche Vorteile bei Gebäudesanierungen ein, um die Sanierungsquoten zu erhöhen.

Staatssekretärin Friedlinge Gurr-Hirsch MdL aus dem Stuttgarter Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz ging auf die zahlreichen Förderprogramme ihres Hauses für ein Miteinander von Landwirtschaft und Artenschutz ein. Wettbewerbsfähigkeit der Landwirte und Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen schlössen sich nicht aus.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, Rita Schwarzelühr-Sutter MdB, verwies auf deutliche Zeichen des Klimawandels, wie sie in den vergangenen Jahren durch extreme Wetterereignisse sichtbar geworden sind. Sie trat für eine mutigere und konsequentere Klimaschutzpolitik Deutschlands im internationalen Kontext ein. Dazu gehörten auch deutliche Reduktionen der Treibhausgas-Emissionen im Gebäudebereich. Klimaschutz und bezahlbares Wohnen seien durchaus kombinierbar, so die Politikerin. Auch sie lobte die Initiative des DEN, Bäume zu pflanzen, als ein richtiges Symbol.

Der DEN-Vorsitzende Hermann Dannecker betonte vor allem die Bedeutung von Bäumen als CO2-Senken. Sie seien die größten Biomassespeicher der Kontinente und könnten viele tausend Tonnen organisches Material binden. Hinzu komme die Bedeutung der Bäume für Menschen. Bäume verbesserten nicht nur das Mikroklima, sondern erweiterten den Blick auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Bäume, so Dannecker, symbolisierten das Dauerhafte in der Natur und verbänden Generationen von Menschen.

Der Ingenieur würdigte auch die Zusammenarbeit des DEN mit dem Kompetenzzentrum „Zukunft Altbau“. Dessen Leiter Frank Hettler überreichte Dannecker zum Dank eine kleine Rotbuche.

Foto: Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN) e.V.

nachtfrequenz19 – Nacht der Jugendkultur 28./29. September 2019

Jubiläum! Zum 10. Mal steigt vom 28. auf den 29. September 2019 die nachtfrequenz–Nacht der Jugendkultur. 90 Städte und Gemeinden in ganz Nordrhein-Westfalen machen in diesem Jahr bei der nachtfrequenz mit. Damit beteiligt sich fast jede 4. Gemeinde in NRW an diesem einzigartigen dezentralen Kulturevent. Von Jugendlichen für Jugendliche ist dabei das Motto.

Von Übach-Palenberg bis Minden und von Burbach bis Kleve planen kulturelle Partner*innen an rund 150 Locations ein überbordendes Programm, bei dem die Jugendlichen selbst im Mittelpunkt stehen: Vom Moosgraffiti-Workshop bei der Garden Party in Aachen bis zum Heavy Metal-Festival im Dröhnschuppen Gladbeck – ganz NRW wird zur Bühne und zu einem kreativen Labor, in dem Jugendliche neue Anregungen bekommen oder ihre Skills vertiefen. Open mics und stages in Jugendclubs, Theatern, Museen, auf der Straße und an vielen ungewöhnlichen Orten laden dazu ein, Talente zu zeigen und zu entdecken. In Skate Contest und Dance Battle messen sich die Besten miteinander. Gefeiert werden die klassischen Künste genauso wie die Streetart in einem kreativen crossover aller Genre: Tanz, Theater, Poetry, Beatboxing, Radio, Video, Comic Culture, Film, Social Media, Augmented Reality, Graffiti, Parkour, Juggern, Club-Events, Bühnenshows und Musik, Musik, Musik in allen Stilen

Der Trailer der nachtfrequenz19 stammt in diesem Jahr von Kilian Lamothe und seinem Team, das uns mitnimmt auf einen kreativen Parkour durch die Stadt mit den Läufern Jason Stenschke, Andreas Andrius u.v.a. | Ansicht: https://www.nachtfrequenz.de/trailer.html

Bis zum 29. März 2019 konnten Städte und Gemeinden aus NRW Fördergelder für ihre geplanten Angebote und Projekte im Rahmen der Nacht der Jugendkultur bei der LKJ NRW e.V. beantragen. Eine unabhängige Jury aus Jugendlichen und Erwachsenen hat über die Vergabe der Mittel entschieden.

Am 28. August 2019 wird das gesamte Programm der nachtfrequenz19 veröffentlicht. Die Teilnahme ist meist kostenlos, teilweise sind Anmeldungen erwünscht.

nachtfrequenz19 – Nacht der Jugendkultur wird veranstaltet von der Landesvereinigung Kulturelle Jugendarbeit NRW e.V. und gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen aus Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans Nordrhein-Westfalen

Hier finden vom 28. zum 29. September die Events statt:

Aachen, Anröchte, Attendorn, Bad Laasphe, Beckum, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bergkamen, Bergneustadt, Bielefeld, Bochum, Bönen, Bonn, Bottrop, Breckerfeld, Burbach, Büren, Castrop-Rauxel, Coesfeld, Datteln, Dorsten, Dortmund, Drolshagen, Dülmen, Düren, Düsseldorf, Emsdetten, Ennepetal, Eschweiler, Essen, Euskirchen, Finnentrop, Fröndenberg, Gelsenkirchen, Gladbeck, Grefrath, Hagen, Hamm, Herdecke, Herford, Herne, Herten, Hilchenbach, Ibbenbüren, Iserlohn, Kempen, Kerpen, Kirchhundem, Kleve, Köln, Korschenbroich, Krefeld, Langenfeld, Lennestadt, Leverkusen, Meinerzhagen, Mettmann, Minden, Moers, Mönchengladbach, Münster, Netphen, Nettetal, Oberhausen, Oer-Erkenschwick, Olpe, Paderborn, Pulheim, Ratingen, Recklinghausen, Remscheid, Schmallenberg, Schwalmtal-Amern, Schwerte, Selm, Sendenhorst, Solingen, Steinfurt, Sundern, Übach-Palenberg, Unna, Velbert, Vlotho, Waltrop, Warstein, Werne, Wesel, Wetter, Wülfrath, Wuppertal

Tusch mit der Tuba

Gruppenfoto Musikverein Bökendorf
Musiker des Musikvereins Bökendorf, unter ihnen Stefan Kruse (r.), spielen vor dem Haupteingang des Krankenhauses ihre zackigen Märsche.

Brakel. Der Musikverein Bökendorf kommt jedes Jahr zum Schützenfest nach Brakel. Traditionell am Sonntagmittag spielen die Musiker unter der Leitung von Ansgar Brunn und Bernd Laufer ein Ständchen sowohl im Park als auch vor dem Haupteingang des St. Vincenz-Hospitals an der Danziger Straße. “Dieser gute Brauch wird inzwischen seit über 20 Jahren fortgeführt”, sagt Stefan Kruse, Standortbeauftragter des St. Vincenz-Hospitals und Mitglied des Musikvereins. Jedes Jahr auf’s Neue erfreuen sich die Patienten wie auch die Mitarbeiter an den zackigen Märschen.

Foto: Kath. Hospitalvereinigung Weser-Egge gGmbH

Seminar zur aktiven Gestaltung des Ruhestandes

Soest. Kurz vor dem Ruhestand sind für manche Menschen folgende Fragen von Bedeutung: Was habe ich erreicht? Welche Lebensziele sind noch offen? Was ist für mich wichtig und wie kann ich diese Bedürfnisse unter den veränderten Bedingungen leben? Wie kann ich meine Resilienz stärken? Welche Möglichkeiten habe ich, mein Leben zufrieden und aktiv zu gestalten? Welche nächsten Schritte möchte ich gerne gehen? In einem Seminar der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen vom 25. – 26. Oktober 2019 In der Tagungsstätte Soest können diesen Fragen in einer Gruppe nachgegangen werden. Unter dem Titel „Den (Übergang in den) Ruhestand aktiv gestalten“ leitet Prof. Dr. Gabriele Hoppe, Seminarleiterin für Work-Life-Balance, Interessierte in diesen Fragen an. Die Kosten betragen ohne Kost und Logis 150 €.

Information und Anmeldung bei: Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V., Postfach 13 61, 59473 Soest, Telefon: 02921 371-204, e-Mail: wieneke@frauenhilfe-westfalen.de, www.frauenhilfe-bildung.de

Additive Fertigung in OWL: Zukunftstechnologien im Fokus an der Universität Paderborn

Gruppenbild
Informierten über Additive Fertigung: Dr. Christian Lindemann, Prof. Dr. Hans-Joachim Schmid, Vizepräsidentin Simone Probst, Dominik Schulte (Condor), Klaus-Peter Jansen (it’s OWL) und Dr. Gereon Deppe (Amendate).

Additive Fertigung, auch bekannt als 3D-Druck, stand am Dienstag, 2. Juli, im Fokus einer Veranstaltung an der Universität Paderborn, bei der auch das neu gegründete Paderborner Institut für Additive Fertigung, kurz PIAF, vorgestellt wurde. In verschiedenen Vorträgen und Workshops informierten Experten über Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten der Trendtechnologie sowie über verschiedene Fördervarianten.

Im Namen des Präsidiums begrüßte Vizepräsidentin Simone Probst die Gäste, die überwiegend aus den Bereichen Industrie und Wirtschaft kamen: „Die Gründung des PIAF als zentrale wissenschaftliche Einheit ist dem großen Erfolg des Direct Manufacturing Research Centers (DMRC) unserer Universität geschuldet. Wir freuen uns, die Additive Fertigung damit einer noch breiteren Öffentlichkeit vorstellen zu können.“ Das DMRC ist eine interdisziplinäre Einrichtung der Fakultät für Maschinenbau an der Universität, die Forschung mit dem Ziel betreibt, die Nutzung additiver Fertigungsverfahren zur Erzeugung von Endprodukten zu verbessern.

Dr. Christian Lindemann, Geschäftsführer des DMRC und des PIAF sowie Organisator der Tagung, stellte das Institut sowie die Kerntechnologien der vernetzten Produktion vor. „Patentanmeldungen im Bereich 3D-Druck nehmen seit 2012 rasant zu. Die Zukunftstechnologie ermöglicht es Unternehmen, effizienter zu arbeiten, indem sie beispielsweise Kosten senken, Gewicht reduzieren und werkzeuglos produzieren können, was sie äußerst flexibel macht. Am PIAF arbeiten nicht nur Ingenieure, sondern auch Informatiker, Chemiker und Wissenschaftler anderer Disziplinen zusammen, um gemeinsam Forschung und Lehre auf dem Gebiet voranzutreiben. Außerdem gibt es eine Reihe namhafter Industriepartner, die am Technologie- und Wissenstransfer beteiligt sind.“

Bei der Veranstaltung wurden auch Erfolgsgeschichten aus dem regionalen Mittelstand sowie ein Spin-off aus der Universität Paderborn präsentiert. It’s OWL stellte den Transfergutschein zur Förderung der regionalen Unternehmen vor. Das Unternehmen Condor GmbH Medicaltechnik berichtete über die erfolgreiche Einführung der Technologie im eigenen Unternehmen mithilfe des Transfergutscheins. Abgerundet wurde das Event durch einen Leitfaden, der aufzeigt, wie der Weg zum ersten „gedruckten Bauteil“ verläuft. Bei einem Laborrundgang gab es die Möglichkeit, die Technologie live zu erleben.

Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Technologienetzwerk it’s OWL, einem Zusammenschluss aller OWL-Hochschulen, Forschungsinstitute und rund 175 Unternehmen.

Foto: Universität Paderborn

Körper und Gehirn spielerisch trainieren

Plakat
Für eine Studie der Universität Paderborn im Arbeitsbereich Trainings- und Neurowissenschaften werden gesunde Menschen ab 70 Jahren gesucht.

Für eine Studie der Universität Paderborn im Arbeitsbereich Trainings- und Neurowissenschaften werden gesunde Menschen ab 70 Jahren gesucht. Alle Termine finden in der Universität Paderborn statt im Zeitraum bis Ende des Jahres. Mögliche Teilnehmer/ Innen wären ältere Menschen, die 70 Jahre und älter sind und keine neurologischen Vorerkrankungen haben.

Im Rahmen ihrer Promotion führt Helen Müller diese Studie durch, die den Trainingserfolg von 12 Trainingseinheiten mit Exergames innerhalb von 4 Wochen aufzeichnet und vor allem die Prozesse im Gehirn in dieser Phase beschreibt. Dies geschieht über Elektroenzephalographie (EEG), einem häufig verwendeten und absolut schmerzfreien Verfahren zur Aufzeichnung von Gehirnaktivität, die oberflächlich über Elektroden an der Kopfhaut aufgenommen wird.

Exergames sind Spiele an einem Bildschirm, die durch Bewegung gesteuert werden. Diese werden nicht nur zur Freizeitbeschäftigung genutzt, sondern finden auch im Bereich der Gesundheitsförderung immer größere Beachtung. Sie bieten die Möglichkeit, nicht nur motorische Fähigkeiten zu trainieren, sondern gleichzeitig die kognitiven Fähigkeiten zu schulen. Aktuelle Studien zeigen, dass Training von Kognition und Motorik die Gefahr im Alter zu stürzen, deutlich senken kann. Die Möglichkeit, diese beiden Faktoren mit Exergames gleichzeitig auf eine spielerische Art zu trainieren, zeigt das Potenzial dieser Technologie.

Interessierte können sich entweder persönlich an Helen Müller wenden, Tel. 05251/ 605309, helen.mueller@upb.de oder das Seniorenbüro der Stadt Paderborn kontaktieren: Tel. 05251/ 881255, d.troester@paderborn.de.

Foto: Stadt Paderborn