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Green is the new Blue: „grün“ reisen in Deutschland – Alternativen zum blauen Mittelmeer

Aktivurlaub von Usedom bis zum Allgäu: nah und nachhaltig gut

HAGEN. Urlaub in Deutschland ist 2020 angesagt, auch bei eingefleischten Mittelmeerfans. Krisenbedingt nimmt das nachhaltige Reisen – ohne Flug – Fahrt auf. Wer auch vor Ort „grün“ urlauben will, findet deutschlandweit ökologisch orientierte Regionen. Viele davon sind ideal für nachhaltige Reiseformen: zum Wandern und Radfahren, für Slow Travel und Entschleunigung. Wikinger Reisen, Partner vom WWF Deutschland, ist mit Wander- und Radurlaubern von der Ostseeküste bis zu den Alpen unterwegs – aktiv und achtsam.

Ein Paradies für Tierfans ist Usedom – eine der 30 „Hotspotregionen“ der biologischen Vielfalt in Deutschland. Über 280 Vogelarten leben hier, rund 150 kommen zum Brüten. Wander- und Radurlauber entdecken in kleinen Gruppen oder im eigenen Tempo jede Menge stille Pfade zwischen den bekannten Seebädern.

In der Boddenlandschaft der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst setzt sich der WWF für die nachhaltige Einrichtung von Schutzgebieten, die Renaturierung von Lebensräumen und die Wiederansiedlung von bedrohten Tierarten ein. Gemeinsam mit Wikinger Reisen hat die Organisation zwischen Bodden, Urwald und Dünen und Mooren und Salzwiesen eine „plastikfreie“ Wanderreise entwickelt: „Darß: Besondere Blickwinkel“. Mit Bio-Hotel und vielen Einblicken in den einzigartigen Naturpark.

Die klimaneutrale Peene-Region in der Mecklenburgischen Schweiz gilt als Amazonas des Nordens – sie ist das letzte unverbaute Niedermoorgebiet Mittel- und Westeuropas. Ausgangspunkt ist der idyllische Kummerower See. Wanderer tauchen entlang der Peene tief in die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt ein. U. a. Heimat von Bibern, Fischottern und Wasserschlangen.

In Schleswig-Holstein machen die Lauenburgischen Seen Entschleunigung einfach. Wanderurlauber wandeln fernab vom Trubel: etwa auf den Spuren des weißen Goldes entlang einer alten Salzstraße. Oder am urwaldähnlichen Seeufer Richtung Groß Zecher und Zecher Werder.

Ein Outdoor-Paradies ist der Nationalpark Sächsische Schweiz. Bei der Planung der Wander- und Radwege hatte Naturverträglichkeit Priorität. Der legendäre „Malerweg“ faszinierte schon Ludwig Richter und Caspar David Friedrich. Wikinger Reisen bietet auf dem berühmten Pfad Reisen in kleinen Gruppen und für individuelle Wanderurlauber an.

Gigantische Blättermeere, so weit das Auge reicht: Das größte zusammenhängende Laubmischwaldgebiet wartet in Thüringen rund um Wartburg und Hainich. Beide Orte sind UNESCO-Welterbe. In der Linie „Slow Travel“ wandeln Wikinger-Gruppen unter dem Motto „BACH begegnen“ auf den Spuren des Komponisten und entlang rauschender Bäche. Radurlauber folgen dem Radweg durch den Nationalpark Hainich bis nach Mühlhausen.

Lohnend für den „grünen“ Urlaub ist auch das zertifizierte Biosphärenreservat Bliesgau im Saarland. Radurlauber genießen hier die Idylle zwischen Streuobst- und Orchideenwiesen oder Weinbergen. Eine Genießertour für Biker kommt von Wikinger Reisen – sie verbindet Natur- und Gourmeterlebnisse.

Der Schwarzwald gilt als Vorreiterregion für umweltfreundliche Mobilität. Sein Nahverkehrskonzept für den Urlaub ohne Auto und engagierte „Naturparkwirte“ mit regionaler Küche haben ihn zu einer der nachhaltigsten Tourismusregionen gemacht. Wikinger Reisen erobert im Südschwarzwald mit kleinen Gruppen den Schluchtensteig – ein Ziel ist die wilde Wehra-Schlucht.

Regionale Produkte – etwa aus kleinen Sennereien oder von Heumilchbauern – sind auch typisch für Deutschlands Süden. „Ostallgäu – Gipfel und Almen“ heißt eine Insider-Tour von Wikinger Reisen: mit Wanderungen durch Wiesen und Wälder, spektakulärer Landschaftskulisse und – sobald wieder geöffnet – Einkehr in der ersten vegetarischen Berghütte.

Neues Design, neuer Look. Schuhe von Helly Hansen

Schuh

Steiniger Untergrund, rutschiger Boden. Ein herrlicher Waldweg mit unbeschreiblichem Ausblick auf eine kleine verträumte Ortschaft. Eine kleine Pause auf einer Bank. Schließlich führ der Weg ins Tal über eine Viehkoppel, nasser unebener hoher Rasen. Das Ziel ist bald erreicht, wichtig ist trockenen Fußes.

Der Schuhe „W Loke Dash“ vom norwegischen Hersteller Helly Hansen ist ein Allround Schuh für Damen. Der Schuh ist modern und kommt mit einer Outdoor-Look daher, doch auch in der City machen die Schuhe einen guten Eindruck. Mit Strick-Obermaterial, welches nahtlos bis auf das Sprunggelenk fasst, so als hätte man eine Socke an, trägt er sich locker leicht am Fuß. Kein Material, welches mehr verrutscht oder drückt. Viele Hersteller wechseln zu dieser Art von Schuh. Ich finde es sehr angenehm zu tragen, war ich doch erst nicht so überzeugt.

Neues Design, neuer Look. Schuhe von Helly Hansen

Der „W Loke Dash“ ist nahtlos verarbeitet, die Stoßkanten sind mit schützendem Synthekikleder, welches intern stabilisiert ist, besetzt. Das Strickobermaterial ist atmungsaktiv.

Die Mittelsohle des Schuhs ist eine leistungsfähige EVA-Mittelsohle mit einem EVA-Fußbett, welches, durch Einsatz TPU den Mittelfuß stabilisiert. Bei Bedarf kann das Fußbett herausgenommen werden und durch eigene orthopädische Sohlen ersetzt werden.

Sohle

Die Außensohle enthält HellyGrip-Gummi und durch die HellyWear ist die Laufsohle mit einem Noppensystem ausgestattet. Dieses ist multidirektional und erhöht die Traktion. Zunächst einmal ungewöhnlich, da die Noppen sehr groß erscheinen, sie sind aber nicht störend beim Gehen. Wichtig ist ein sicherer Halt in unwegsamen Gelände.

Die Schuhe waren ein guter Begleiter in Norwegen. Ständig wechselnde Untergründe meisterten die Schuhe mit Trittsicherheit – auch bei regennassem Terrain. Bei kälteren Temperaturen lassen sich bequem dickere Socken anziehen, der Schuh fällt etwas grösser aus.

Das Produkt ist in verschiedenen Farben erhältlich.

Fotos: by IDa

BIVA-Umfrage: Erfahrungen mit den Pflegeheimbesuchen unter Auflagen

Bonn. Nach fast zwei Monaten Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen als Schutzmaßnahme gegen das Corona-Virus haben nun alle Bundesländer Lockerungen angeordnet. Pflegeheimbewohner können in der Regel unter gewissen Auflagen wieder besucht werden. Aber: Wie sieht es in den einzelnen Heimen vor Ort aus? Werden dort Besuche tatsächlich ermöglicht, wie es in den Verordnungen vorgeschrieben ist? Der BIVA-Pflegeschutzbund hakt in einer Online-Umfrage nach.

Die Auswirkungen der Besuchsbeschränkungen in Pflegeheimen für Bewohner und Angehörige hatte der BIVA-Pflegeschutzbund bereits in einer ersten Umfrage im März/April untersucht. Die Ergebnisse haben vor allem zweierlei gezeigt: Erstens litten die Bewohner immens seelisch und körperlich unter der Isolierung und zweitens waren die Beschränkungen in der Praxis oft strenger als die Vorgaben in den Verordnungen. Daraufhin hatte sich der BIVA-Pflegeschutzbund mit Erfolg durch die Medien, einen Offenen Brief und eine Online-Petition Gehör verschafft, um das für viele Menschen unerträgliche Besuchsverbot aufzuheben.

Besuche sind nun prinzipiell wieder möglich – unter nie dagewesenen organisatorischen und hygienischen Auflagen. In einer zweiten Umfrage interessiert den BIVA-Pflegeschutzbund daher, ob und wie die angeordneten Lockerungen umgesetzt werden. Denn nur mithilfe dieser Informationen können weiterhin bestehende Probleme benannt und auch positive Ansätze bekannt gemacht werden. Daher sind alle Betroffenen aufgerufen, ihre Erlebnisse in der Umfrage „Lockerungen der Besuchsverbote in Pflegeheimen“ des BIVA-Pflegeschutzbunds zu schildern.

Link zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/r/KQ5G7CW

Dominikanische Republik bereitet sich auf Wiedereröffnung der Tourismusbetriebe ab 1. Juli 2020 vor

Der Tourismussektor im karibischen Inselstaat wappnet sich für die schrittweise Wiederaufnahme des Betriebs unter strengen Gesundheitsvorkehrungen und Sicherheitsüberprüfungen. Eine eigens konzipierte Roadmap gibt Auskunft über die vier Phasen bis zur Wiedereröffnung der Tourismusbetriebe in der Dominkanischen Republik ab dem 1. Juli 2020. Wie die Hotels bereiten sich indes auch die Flughäfen mit speziellen Maßnahmen auf den Empfang der Fluggäste vor. Hierbei handeln sämtliche Leistungsträger nach den Standards international anerkannter Organisationen.

In einem virtuellen Gespräch mit der Dominikanischen Vereinigung der Tourismusfachpresse (Asociación Dominicana Prensa Turística) gab sich der dominikanische Tourismusminister Fran-cisco Javier Garcia zuletzt optimistisch, dass der Tourismus im Lande schrittweise wieder den Betrieb aufnehmen könne und alle nötigen Maßnahmen dafür ergriffen würden. Damit Gäste aus dem eigenen Land und aus aller Welt wieder empfangen werden können und um das CO-VID-19-Infektionsrisiko zu verringern, wird derzeit in Zusammenarbeit mit staatlichen und inter-nationalen Gesundheitsbehörden sowie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit Hochdruck an strengen Gesundheitsprotokollen gearbeitet.

Auch Petra Cruz, Europadirektorin des Tourist Board Dominikanische Republik, blickt der Wiedereröffnung der touristischen Betriebe positiv entgegen: „Die schrittweise Öffnung der Betriebe ist von großer Bedeutung für die Dominikanische Republik, da die nationale Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt. Die getroffenen Sicherheitsmaßnahmen müssen dabei aber zum Schutz der Gäste unbedingt eingehalten werden. Momentan sind wir bereits im Gespräch mit Airlines und Reiseveranstaltern, um eine Rückkehr der internationalen Gäste und insbesondere der Gäste aus dem deutschsprachigen Raum in die Dominikanische Republik zu ermöglichen. Wir streben eine frühestmögliche Wiederaufnahme an, sobald die internationalen Reisewarnun-gen aufgehoben werden.“

Roadmap für die schrittweise Wiedereröffnung des Inlandstourismus

Eine Roadmap mit Maßnahmen zur schrittweisen Wiedereröffnung der Wirtschaft wurde be-schlossen. Sie beschreibt die vier Phasen der Öffnung der dominikanischen Wirtschaft vom 20. Mai bis zu einer voraussichtlichen Öffnung der touristischen Betriebe ab dem 1. Juli 2020. Wäh-rend kleine Betriebe seit dem 20. Mai (Phase 1) wieder die Hälfte ihrer Mitarbeiter vor Ort beschäftigen dürfen, ist es mittelgroßen und großen Unternehmen mit über 151 Mitarbeitern ge-stattet, 25% des Personals zurück ins Unternehmen zu holen. Ab dem 1. Juli (Phase 4) dürfen dann schließlich touristische Betriebe wie Hotels, Flughäfen und Restaurants wieder mit dem vollen Personalstock rechnen, um Reisenden in der Dominikanischen Republik auch künftig wieder ein Urlaubserlebnis auf hohem Niveau bieten zu können. Menschenansammlungen sol-len weiterhin vermieden werden – größere Veranstaltungen sowie Kinos und Theater bleiben vorerst geschlossen.

Dominikanische Flughäfen bereiten sich auf den Empfang von Gästen vor

Auch die Flughäfen bereiten sich auf eine Öffnung ab dem 1. Juli 2020 vor. Zur eigenen Sicherheit und zum Schutz der Mitmenschen sind alle Passagiere dazu aufgefordert, eine Mund-Nasen-Bedeckung in den Flughafengebäuden zu tragen. Desinfektionsmittelspender, Plexiglas-Schutzwände sowie Gesundheitskontrollen bei allen ankommenden Passagieren sollen zusätzlich eine mögliche Ansteckung mit dem COVID-19-Virus vermeiden. Verdachtsfälle indes werden in eigens dafür eingerichteten Isolationsbereichen behandelt. Verstärkte Hygiene- und Reinigungsmaßnahmen sollen außerdem das Infektionsrisiko verringern, während Infotafeln im gesamten Flughafenareal zu eigenen Sicherheitsvorkehrungen aufrufen.

Auf seiner Homepage sowie den Social Media-Kanälen informiert das Tourist Board Dominikanische Republik regelmäßig über Updates zur COVID-19-Situation. Ein Video unter dem Motto „Wir bleiben zuhause“ lädt im Zuge dessen zu einer virtuellen Reise in den karibischen Inselstaat ein. Geplante Influencer-Kampagnen sollen Karibikfans außerdem interaktiv einbinden, um die Vorfreude auf künftige Reisen in die Dominikanische Republik zu steigern und das Fernweh zu stillen.

Die Dominikanische Republik ist das zweitgrößte und das vielfältigste Land der Karibik: Auf einer Fläche von 49.967 Quadratkilometern liegt es im östlichen Teil der Insel Hispaniola. Der Atlantische Ozean im Norden und das Karibische Meer im Süden prägen die abwechslungsreiche Landschaft mit dichtem Regenwald, fruchtbaren Hügeln und steppenähnlichen Regionen. Mit bis zu 3.175 Metern (Pico Duarte) zählen die Berge im Landesinneren zu den höchsten der Karibik. Dieser Abwechslungsreichtum sowie die 1.609 Kilometer lange Küstenlinie mit mehr als 200 Stränden und ganzjährig warmen Temperaturen locken jährlich fast sechseinhalb Millionen Gäste aus aller Welt an. Besucher erwartet eine allgegenwärtige Geschichte mit historischen Sehenswürdigkeiten, ein gelebtes kulturelles Erbe aus Kunsthandwerk, Kulinarik, Musik und Tanz sowie eine gut ausgebaute Infrastruktur mit Unterkünften für jeden Geschmack und Geldbeutel.

Großbaustelle Bürener Straße

LKW´s auf Baustelle.
Ein nicht alltägliches Bild bot sich auf der Baustelle bei dem Einbau der Asphaltschicht. Auf Grund der großen Einbaubreite arbeiteten zwei Asphaltfertiger parallel, um die Schicht aufzubringen.

Geseke / Soest. Rund ein Jahr haben die Arbeiten an der Großbaustelle Bürener Straße gedauert. Ab dem 28. Mai 2020 kann der Verkehr nun in beiden Richtungen wieder fließen und die Umleitung wird aufgehoben. Im Moment werden noch die Restarbeiten erledigt. Die Straßenmarkierungen werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgetragen.

Bei der insgesamt rund 1.535.000,- € teuren Bau- und Sanierungsmaßnahme von Straßen NRW und der Stadt Geseke wurde der vorhandene Mischwasserkanal der Bürener Straße, zwischen dem Kreisverkehr van-der-Reis-Weg und dem Kreisverkehr B1 saniert. Gleichzeitig mit dieser Maßnahme wurden Gehwege und Fahrbahn in dem Bereich erneuert, die vorhandenen Bushaltestellen barrierefrei ausgebaut, Lampen versetzt und gleichzeitig die Vorarbeiten für den eigenwirtschaftlichen Glasfaserausbau durchgeführt. „Danke möchte ich an dieser Stelle unseren Tiefbauingenieuren Hubert Steffens und Franz-Josef Steinkemper für die Bauleitung und Koordination der Großbaustelle, bei der ca. zehn Firmen Hand in Hand gearbeitet haben, sagen. Die Sperrung der Hauptverkehrsader von 11 Monaten war für die anliegenden Firmen und Zulieferer, die Kunden und die Autofahrer nicht einfach. Danke für Ihr Verständnis. Wir sind froh, dass die Bürener Straße zwischen den Kreisverkehren van-der-Reis-Weg und B1 am 28. Mai wieder freigegeben werden kann“, so Bürgermeister Dr. Remco van der Velden.

Die Stadt Geseke trägt die Kosten für die Sanierung des Kanals (~410.000,- €), der Gehwege (~ 330.000,- €) sowie den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen Dieser Ausbau der barrierefreien Mobilität im ÖPNV (Öffentlicher Personen-Nahverkehr) wird vom Land NRW über den Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) als Investitionsmaßnahme in die Infrastruktur des ÖPNV mit 90% gefördert. Die Kosten der Stadt an dem Ausbau der vier Bushaltestellen an der Bürener Straße betragen, nach Abzug der 90% Landesförderung, ~35.000,- €. Straßen NRW trägt die Ausgaben für die Fahrbahnerneuerung in Höhe von rund 760.000,- €.

Foto: H. Steffens, Stadt Geseke

Erstes Freizeitbad in Deutschland muss Insolvenz anmelden

– ohne direkte Finanzhilfen des Staates und der Länder droht eine Pleitewelle.

Die Vivamar Betriebsgesellschaft Saarbrücken GmbH hat am 21. Mai für das Calypso Bade- und Saunaparadies in Saarbrücken als erstes deutsches Freizeitbad Insolvenz angemeldet. Noch im Februar konnten die Medien vermelden „Calypso wird zum Besuchermagneten“ (Saarbrücker Zeitung vom 6. 2. 2020), nun steht das Erlebnisbad vor dem Aus. Seit Wochen hat die Betreibergesellschaft alle Hebel in Gang gesetzt, um für das bei deutschen und französischen Gästen gleichermaßen beliebten Bade- und Saunaparadies eine wirtschaftliche Perspektive aufzeigen zu können. Ohne Erfolg. Wie bei allen anderen geschlossenen Bädern wurden seit dem 15. März keine Einnahmen verzeichnet, die Kosten liefen aber weiter.

Weitere Freizeitbäder, Thermen und Kurbetriebe in Deutschland müssen derzeit um ihre Existenz bangen und zum Teil bereits im Juni einen ähnlichen Schritt gehen, wenn nicht ein Rettungsschirm für die Bäder aufgespannt wird. Betroffen davon sind sowohl private als auch kommunale Betreiber, deren Städte über keine ausreichenden Mittel verfügen, um ihre Bäder durch die Krise zu führen.

Die European Waterpark Association e.V. (EWA) fordert daher direkte, nicht zurückzuzahlende Zuschüsse, um das täglich größer werdende Defizit in den Bäderbetrieben ausgleichen zu können. Auch das Calypso musste bei der Erstellung einer Fortführungsperspektive erkennen, dass ein Überbrückungskredit keine ausreichende Bestandssicherung darstellt. Mit den Corona-Krediten, die kurzfristig durchaus hilfreich sein können, wird das Problem einer drohenden Insolvenz nur in die nahe Zukunft verlagert. Bei einer negativen Fortführungsprognose birgt die Inanspruchnahme eines solchen Kredits im schlimmsten Fall sogar die Gefahr einer Insolvenzverschleppung für die Betreiber.

„Es ist offensichtlich einfacher, für einzelne Unternehmen Milliardenbeträge zu deren Rettung bereitzustellen – wobei ich den Sinn dieser Maßnahmen gar nicht anzweifeln möchte –, als den betroffenen Bädern in Deutschland mit einer überschaubaren Summe durch das Tal zu helfen. Hier sprechen wir insgesamt nicht über Milliarden-, sondern über Millionenbeträge“ erläutert Dr. Klaus Batz, der Geschäftsführer der EWA, die not-wendigen Maßnahmen.

In den meisten Bundesländern wisse man noch immer nicht, wann die Freizeitbäder, Thermen und Kurbäder wieder in Betrieb gehen dürfen. Ob die vorgegebenen Rahmenbedingungen dann einen Betrieb zulassen werden, der von den Gästen akzeptiert wird und wirtschaftlich sinnvoll ist, stehe ebenfalls in den Sternen.

Die deutsche Bundesregierung solle sich andere europäische Länder wie Österreich und die Niederlande zum Vorbild nehmen, die in einer landesweit einheitlichen Regelung die Wiederinbetriebnahme aller öffentlichen Bäder ermöglichen. Die öffentlichen Bäder in Deutschland müssen zeitnah, unter sicheren und unter wirtschaftlichen Bedingungen wieder in Betrieb gehen dürfen, appelliert der Verband an die Politik. Solange dies nicht der Fall ist, brauche die Bäderbranche direkte Finanzhilfen des Staates und der Länder, damit nicht eine Lawine von Insolvenzen droht – dies gelte nicht nur in Deutschland, sondern auch in allen anderen Ländern Europas, in denen die Freizeitbäder, Thermen und Wasserparks noch geschlossen sind.

Am 2. Juni soll ein weiteres Rettungspaket für Tourismusbetriebe in Deutschland verabschiedet werden. In dieses Paket müssen neben den Übernachtungsbetrieben und Gaststätten auch die Freizeitbäder, Thermen, Kurbetriebe, Freizeitparks, Zoos, Sehenswürdigkeiten und Museen und alle anderen Einrichtungen, die die entscheidenden Impulse für den Tages- und Übernachtungstourismus geben, integriert und bei den direkten Hilfszahlungen berücksichtigt werden, so die Forderung der European Waterpark Association.

Mit über 52.000 direkten Arbeitsplätzen und weiteren mindestens nochmal ebenso vielen Arbeitsplätzen bei den Zulieferern und Dienstleistern sind die Freizeitbäder, Thermen und Kurbäder wichtige regionale Arbeitgeber für hochqualifizierte Fachkräfte bis zu zahlreichen ungelernten Mitarbeitern.

Jährlich besuchen ca. 225 Millionen Gäste die über 500 Freizeitbäder, Thermen und Kurbäder in Deutschland. Diese bilden eine wesentliche Säule des gesundheitsorientierten Freizeitangebotes im städtischen und insbesondere oft auch im ländlichen Raum. Viele Familien werden in diesem Jahr auf den gewohnten und wichtigen Urlaub verzichten müssen. Es braucht daher wohnortnahe Möglichkeiten für Freizeitgestaltung mit der Familie und Freunden, die aktive Gesundheitsvorsorge und Erholung gleichermaßen zulassen.

Keine formale oder inhaltliche „Glaubensprüfung“ durch die Gerichte bei Asylbegehren von Konvertiten

Karlsruhe. Die 1. Kammer des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat mit heute veröffentlichtem Beschluss eine Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, die sich gegen die Ablehnung eines Antrags auf Zuerkennung der Flüchtlingseigenschaft wegen des Übertritts zum christlichen Glauben richtet. Die Maßstäbe, die das Bundesverwaltungsgericht für die Prüfung, ob eine begründete Furcht vor Verfolgung wegen der Religion besteht, entwickelt und in dem angegriffenen Beschluss bestätigt hat, sind von Verfassungs wegen nicht zu beanstanden.

Zwar dürfen die Gültigkeit eines Übertritts zu einer Religionsgemeinschaft und das religiöse Selbstverständnis einer solchen Gemeinschaft nicht in Frage gestellt werden. Die Gerichte müssen jedoch die innere Tatsache, dass die verfolgungsträchtige Glaubensbetätigung für die religiöse Identität des Betroffenen zentrale Bedeutung hat, zu ihrer vollen Überzeugung feststellen. Diese fachgerichtliche Prüfung verletzt weder das Selbstbestimmungsrecht der Kirchen oder Religionsgemeinschaften noch die Glaubens-, Gewissens- und Religionsfreiheit des Einzelnen.

Ministerin Theresia Bauer tauscht sich mit Studierendenvertretern per Videokonferenz aus

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer hat sich per Videokonferenz mit Studierenden aus ganz Baden-Württemberg ausgetauscht und mit ihnen über das aktuelle Sommersemester gesprochen. Die Studierenden schilderten der Ministerin ihre ganz persönlichen Erfahrungen aus dem neuen Alltag an den Hochschulen in Zeiten von Corona. „Es gab sehr viele konstruktive Vorschläge der Studierenden, die zurzeit besonders von Corona betroffen sind. Die Vorschläge nehmen wir auf. Die weiteren Erfahrungen werden wir am Ende des Semesters mit allen Beteiligten auswerten“, sagte Ministerin Bauer am Freitag (22. Mai) im Nachgang an die Videokonferenz.

Die Studierenden und die Ministerin tauschten sich zu verschiedenen Themen aus, darunter die aktuelle Umstellung auf Online-Formate in der Lehre, die Forderung nach Planungssicherheit für die Studierenden sowie finanzielle Sicherheit für in Not geratene Studierende. Die Videokonferenz fand am Dienstagabend statt und es nahmen stellvertretende für die Studierendenschaft in Baden-Württemberg insgesamt 34 Studentinnen und Studenten aller Hochschularten teil, die in sieben Gruppen nach Fachrichtung aufgeteilt mit der Ministerin in das Gespräch kommen konnten.

Wertvolle Grafiken von Vredeman de Vries zu bestaunen

Dr. Vera Lüpkes zeigt die Ausstellung.
Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes freut sich über die Musterentwürfe von Hans Vredeman de Vries, die lange im Archiv schlummerten und nun endlich wieder im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake zu bestaunen sind.

Lemgo. „Wir haben die Corona-Zwangspause sinnvoll genutzt. Ab sofort können sich unsere Besucher in der Dauerausstellung auf Grafiken von Hans Vredeman de Vries freuen, die lange in unserem Magazin schlummerten“, sagt Dr. Vera Lüpkes, Direktorin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake.

Rund 20 Kupferstiche des bedeutenden niederländischen Künstlers sind nun zu sehen. Das Besondere daran: Es handelt sich um wertvolle Musterentwürfe, die in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts als Vorlage für die Anlage von Gärten, für die Gestaltung von Grabmälern, Brunnen und Schmuck sowie für die Errichtung von Rathäusern, Schlössern und anderen Gebäuden dienten.

So wurden beispielsweise der Apothekenerker am Lemgoer Rathaus oder auch der Giebel an der Westseite von Schloss Brake nach den Entwürfen von Hans Vredeman de Vries gestaltet. Der 1527 in Leeuwarden geborene Künstler hat sich an der italienischen Renaissance orientiert, sie erfindungsreich abgewandelt und mit Hilfe seiner Musterentwürfe international verbreitet. „So entstand nördlich der Alpen ein einheitlicher, sehr malerischer Architekturstil“, sagt der stellvertretende Museumsdirektor Dr. Heiner Borggrefe. Gern denkt er an die international beachtete Sonderausstellung zu Vredeman de Vries im Jahr 2001 zurück. Damals arbeitete das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake im Rahmen der Wanderausstellung mit den ganz Großen der Museumswelt zusammen – dem Königlichen Museum der Schönen Künste in Antwerpen, dem Historischen Museum in Danzig und der Universität Princeton. Leihgaben kamen u.a. aus London, Wien, Paris und St. Petersburg. Im Zuge dieser Ausstellung wurden diverse Grafiken und auch Gemälde angekauft – unter anderem mit der großzügigen Unterstützung der Staff-Stiftung in Lemgo.

Drei bedeutende Gemälde von Hans Vredeman de Vries kann man seitdem dauerhaft im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake bestaunen. Die von ihm erstmals in die bildende Kunst eingeführte Innovation der Zentralperspektive spielt dabei stets eine bedeutende Rolle. Von dienstags bis sonntags sind daneben nun auch einige seiner Kupferstiche zu bestaunen.

Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake, Lemgo

Ausbildung in Zeiten von Corona

Geschäftsführer Michael Wennemann
Noch viele Ausbildungsplätze in Lippe unbesetzt. IHK-Geschäftsführer Michael Wennemann wirbt für duale Ausbildung.

IHK-Lehrstellenendspurt – über 100 Ausbildungsplätze warten auf Bewerber

Von Bankkauf- und Industriekaufleuten bis zu Zerspanungsmechanikern/innen – die lippische Wirtschaft sucht trotz der Corona-Pandemie nach geeigneten Auszubildenden, um ihre freien Plätze zu besetzen. Das ist das Ergebnis des Lehrstellenendspurts der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold (IHK Lippe).

„Es war nicht zu erwarten, dass wir die über 130 gemeldeten Stellen aus dem Vorjahr unter den gegebenen Voraussetzungen toppen können. Trotzdem sind über 100 noch zu besetzende Ausbildungsstellen ein starker Wert“, stellt Michael Wennemann, Geschäftsführer Bildung der IHK Lippe, fest. Die Bandbreite umfasst 37 unterschiedliche kaufmännische sowie gewerblich-technische Ausbildungsberufe, die sofort besetzt werden können. Durch die „passgenaue Besetzung“ hilft die IHK Lippe gern, die richtigen Bewerber mit den richtigen Unternehmen zusammenzubringen.

Bei den teilnehmenden Ausbildungsbetrieben wurde auch erfragt, ob die Anzahl der angebotenen Ausbildungsplätze coronabedingt verringert wurde. „Rund 12 Prozen der Unternehmen mussten dies bestätigen. Größtenteils handelt es sich hierbei um Unternehmen der Tourismusbranche sowie der Gastronomie. Beide Branchen sind massiv von den Folgen der Pandemie betroffen“, betont Wennemann.

Die IHK Lippe appelliert an alle Schulabgänger und Ausbildungsinteressierten, eine duale Berufsausbildung gerade jetzt als attraktiven ersten Schritt in eine erfolgreiche berufliche Zukunft zu betrachten. „In Zukunft werden uns nicht die Akademiker fehlen. Vielmehr sind es die Absolventen einer dualen Berufsausbildung, die von unseren Unternehmen dringend benötigt werden und die damit beste Karrierechancen haben“, so Wennemann abschließend.

Weitere Informationen zu noch offenen Ausbildungsplätzen: Sebastian Prange, Telefon: 05231 7601-78, E-Mail: prange@detmold.ihk.de 

Foto: IHK Lippe

Modernes Ticketing beim LWL

Anfang März hatte die FDP-FW-Fraktion im LWL einen Antrag gestellt, dass die Verwaltung beauftragt wird, ein Konzept zu erarbeiten (und mit Kosten zu hinterlegen), wie beim LWL-Museum für Kunst und Kultur und beim LWL-Naturkundemuseum in Münster ein modernes Ticketing-System implementiert werden kann. Dies solle z. B. die Möglichkeit eröffnen, von zu Hause aus über eine Internetseite Eintrittskarten zu erwerben sowie bestimmte Zeitfenster zu buchen. Ferner soll das Ticket als QR-Code verfügbar sein und so eine schnelle Abwicklung ermöglicht werden.

In der Begründung u.a. wurde ausgeführt: „Erfreulicherweise sind die beiden großen LWL-Kulturmuseen in Münster wahre Publikumsmagneten. In den letzten Monaten hat es sich gezeigt, dass insbesondere bei großen Sonderausstellungen erhebliche Wartezeiten für die Besucherinnen und Besucher sowohl an der Kasse als auch vor dem Ausstellungszutritt gegeben hat. Als besucherfreundliches Museum sollte es unser Ziel sein, diese Wartezeiten so gering wie möglich zu halten und den Besucherinnen und Besuchern ein besseres Serviceangebot zu offerieren.

Gerade moderne Ticketing- und Zugangssysteme ermöglichen neben dem einfachen Kauf von Eintrittskarten von zu Hause aus eine bessere Lenkung der Besucherströme. Solche Systeme bieten auch zahlreiche weitere Möglichkeiten, mit den Besuchern zu kommunizieren (z. B. Befragungen nach der Ausstellung oder Newsletter und Informationen zu weiteren Ausstellungen). Bei vielen großen Museen sind diese Systeme bereits Standard und werden von den Besucherinnen und Besuchern gern angenommen.

Zuerst sollen in den beiden besucherstärksten Museen in Münster diese Systeme eingeführt werden, um auch entsprechende Erfahrungen zu sammeln und zu überlegen, ob man perspektivisch diese auch auf alle weiteren LWL-Museen überträgt“

Dieses Thema stand nun auf der Tagesordnung der virtuellen Sitzung des Kulturausschusses, an der für die FDP-FW-Fraktion Philip Schmidtke-Mönkediek als kulturpolitischer Sprecher und Susanne Mittag teilnahmen; auch im Landschaftsausschuss wurde darüber diskutiert. Die Kulturverwaltung führte aus, dass man an einem solchen Konzept für alle Museen arbeite und in einer der nächsten Sitzungen eine ausführliche Vorlage fertigen werde.

Foto: LWL-Museum für Kunst und Kultur Münster

Mehr Demokratie begrüßt Gesetzentwurf zur NRW-Kommunalwahl – Abstimmungsheft und finanzielle Unterstützung fehlen jedoch

Die Kommunalwahl soll trotz Corona wie geplant am 13. September stattfinden. Dafür sind bei der Wahlvorbereitung Erleichterungen vorgesehen. Das geht aus einem gemeinsamen Gesetzentwurf von CDU, SPD, FDP und Bündnis 90 / Die Grünen hervor, der dem Fachverband Mehr Demokratie vorliegt. Mehr Demokratie begrüßt den Gesetzentwurf ausdrücklich. „Es ist gut, dass die Fraktionen ein klares Statement setzen und damit die Debatte um eine Wahlverschiebung beenden. Es geht jetzt darum, gemeinsam die anstehenden Probleme zu lösen. Demokratie darf auch in schwierigen Zeiten nicht aufhören“, so Alexander Trennheuser, Landesgeschäftsführer des Verbands.

Laut Trennheuser gehe der Gesetzentwurf in die richtige Richtung, lasse aber einige wichtige Punkte offen. „Es fehlt etwa an Vorschlägen für den Wahlkampf! Hier braucht es insbesondere Unterstützung für kleinere Gruppierungen in Form von Zuschüssen zu den Wahlkampfkosten“. Außerdem müsse noch nachgebessert werden mit Blick auf bei einer Wahl schwer erreichbare Personengruppen. Mehr Demokratie schlägt hier ein Abstimmungsheft nach Schweizer Vorbild vor, in dem die Parteien ihre Positionen darlegen können. Dieses Abstimmungsheft wird dann gemeinsam mit den Briefwahlunterlagen automatisch an alle Haushalte zugestellt. In einem kürzlich veröffentlichten Eckpunktepapier zur Kommunalwahl hatte Mehr Demokratie bereits dargelegt, welche konkreten Maßnahmen zu ergreifen seien, um eine für alle Beteiligten faire Wahl zu gewährleisten.

Um sich zur Wahl stellen zu können, müssen Parteien und Wählergemeinschaften vorab eine bestimmte Anzahl an Unterstützerunterschriften vorzeigen. Begrüßenswert sei aus Sicht von Mehr Demokratie, dass der Gesetzentwurf hier zum einen eine Verlängerung der Sammel- und Einreichungsfrist vorsehe. Zum anderen sei eine Absenkung der Unterschriftenhürde auf 60 Prozent der normalerweise nötigen Unterschriften geplant. Außerdem sieht der Gesetzentwurf eine deutliche Vergrößerung der Stimmbezirke vor, so dass Gemeinden die Möglichkeit haben, bei Bedarf die Anzahl der Wahlräume zu reduzieren. Damit werde dem Umstand Rechnung getragen werden, dass Kitas und Seniorenheime Corona-bedingt nicht als Wahlräume genutzt werden können und von einem hohen Briefwähleranteil ausgegangen werden kann.