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Jungfernfahrt des ersten nicko cruises Hochseeschiffs

Schiff

WORLD EXPLORER sticht in See

Nach verzögerter Indienststellung begrüßt WORLD EXPLORER in Reykjavík erstmals Gäste an Bord. Das deutschsprachige Hochseeschiff des Kreuzfahrtspezialisten nicko cruises punktet mit besonderen Routen und Häfen abseits der touristischen Destinationen, seinem modernen, dieselelektrischen Hybridantrieb sowie dem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nach Verzögerung der Indienststellung von WORLD EXPLORER ist es nun soweit: Das werftneue Hochseeschiff von nicko cruises begibt sich auf seine erste Reise, die am 5. August in Reykjavík startet. Auf die Gäste warten einmalige Erlebnisse bei der Umrundung von Island und Halt in Südgrönland. Auf dem Programm stehen die spektakuläre Eis- und Gletscherwelt des Prins Christian Sund, Walbeobachtungen und abwechslungsreiche Zodiac-Ausfahrten.

Die Indienststellung des Schiffs verzögerte sich – zuletzt durch kurzfristige Umbaumaßnahmen, die wegen bald in Kraft tretender neuer Auflagen der Schiffs-Zertifizierungsgesellschaften notwendig waren. Aufgrund neuester Erkenntnisse einer jüngsten Schiffshavarie vor der norwegischen Küste wird es künftig verpflichtend sein, dass die Motoren eines Kreuzfahrtschiffes jeweils über einen autarken Kühlkreislauf verfügen. So entschied sich nicko cruises zusammen mit seiner Partnerreederei Mystic Cruises diese Auflagen bereits jetzt umzusetzen, sodass diese nicht nachträglich vorgenommen werden müssen. Da die entsprechenden Umbaumaßnahmen zeitaufwendiger waren als erwartet, mussten Reisen abgesagt werden.

Den betroffenen Gästen wurde der Reisepreis erstattet sowie ein attraktives Umbuchungsangebot inklusive großzügigem Kulanzrabatt auf eine Neubuchung gewährt.

„Wir freuen uns sehr, dass es nun soweit ist und WORLD EXPLORER am 5. August seine ersten Gäste begrüßt“, sagt Guido Laukamp, Geschäftsführer bei nicko cruises Schiffsreisen. „Das ist ein Meilenstein für uns. Die Teams von Mystic Cruises und nicko cruises haben die letzten eineinhalb Jahre intensiv an der Konzeption, der Produktgestaltung und am Markteintritt des WORLD EXPLORER gearbeitet. Wir sind sehr stolz auf das Ergebnis.“

Kleines Schiff. Großes Erlebnis.

Klein und innovativ bietet der deutschsprachige Hochseekreuzer WORLD EXPLORER Komfort auf 5-Sterne-Niveau für maximal 200 Passagiere. Von 105 Crewmitgliedern umsorgt, wird ein familiäres Ambiente an Bord gewährleistet, das viele Hochseereisende auf großen Schiffen vermissen – und das zu einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis.

Mit einer Länge von nur 126 Metern kann WORLD EXPLORER in kleinen Häfen anlegen, die von großen Hochseeschiffen nicht angefahren werden können. Genau wie bei den nicko cruises Schiffsreisen sind auch deutschsprachige Ausflugspakete zu attraktiven Preisen vorab buchbar.

WORLD EXPLORER ist mit einem dieselelektrischen Antrieb ausgestattet und kann sich daher in ruhigen Gewässern zeitweise rein elektrisch und emissionsfrei fortbewegen. Die Kabinenkategorien reichen von 17 Quadratmeter großen Kabinen bis zur 44 Quadratmeter umfassenden Suite.

Weitere Informationen zum Angebot von nicko cruises erhalten interessierte Reisebüros unter der Agentur-Hotline +49 (0) 711 / 24 89 80 555 oder auf der Webseite www.gemeinsamaufkurs.de. 

Foto: Nicko Cruises

Hip Pack – wasserdichter Schutz

Hip Pack auf der Verander

Wer viel mit dem Fotoapparat unterwegs ist, kennt es. Was im Herbst oder Winter noch vielleicht mit Jackentaschen lösbar ist, ist im Sommer problematisch. Daher bin ich da meist mit einer Schultertasche auf Reisen. Doch irgendwann störte mich diese Tasche. Entweder bekam ich Rückenschmerzen oder auf Fotos von mir war da immer dieser schwarze Gurt quer über den Körper.

Die alternative, die Kamera einfach umzuhängen kam auch nicht in Frage oder sie ständig in der Hand zu halten. Außerdem gibt es ja noch das Smartphone und ein Portemonnaie was auch immer mit dabei ist. Daher ist eine Tasche unabkömmlich.

Eine größere Hüftgurttasche von Seal Line, welche dazu noch wasserdicht ist, ist eine komfortable Lösung. Gerade wenn oft Wasser und Sand im Spiel ist, sollte auf eine wasserdichte Taschenvariante zurückgegriffen werden. Oder bei Reisen in Ländern, wo unverhoffte Regenschauer wie in Thailand, Malaysia oder Singapur an der Tagesordnung sind.

Das Seal Line Modell Seal Pak ® Hip Pack hat verschweißte Nähte, wird an der Öffnung zugerollt und mit zwei seitlichen Klickverschlüssen verschlossen. Daher ist es zu 100% wasserdicht. Ich weiß nicht genau, ob ich mich trauen würde damit schwimmen zu gehen. Aber klar gibt es den Fall, dass ein Bootssportler auch einmal in das Element unverhofft und ungewollt fällt. Von daher sollte diese Tasche trockenen Schutz für den Inhalt bieten. Die Tasche selbst wiegt 210 g und hat ein Fassungsvermögen von 4 Litern. Sie ist 8cm tief sowie 20cm hoch und 20 cm breit. Eine semiprofessionelle Spiegelreflexkamera mit einem Objektiv in mittlerer Brennweite findet Platz, darüber hinaus wird es schwierig. Vor allem wäre es dann sehr wahrscheinlich auch zu schwer um die Hüfte auf Dauer zu tragen.

Bei einer Mountainbiketour habe ich die Tasche auch ausprobiert. Da die Hüftgurthalter zu nah in der Taschenmitte und nicht mehr am Außenrand befestigt sind, empfand ich sie für Mountainbiketouren nicht als geeignet. Ich sehe die Tasche eher für Wassersportler, Wanderer, Städtetrip. Gerade für Fotoenthuisasten eine gute Wahl, um Hightech Equipment vor Staub und Wasser zu schützen. Sei es der Regenschauer beim Stadtbummel oder die Welle am Strand sowie der Sand, der bei anderen Taschen schnell durch die Verzahnung des Reißschlusses eindringt. Der Hüftgurt ist abnehmbar. Es gibt zusätzliche Schlaufen für einen Schultergurt, dieser liegt der Tasche nicht bei. Auf der Frontseite ist noch eine kleine Tasche mit wasserdichtem Reißverschluss für kleine wichtige Dinge vorhanden. Der Hip Pack von Seal Line ist in 5 verschiedenen Farben erhältlich.

Der kleine schwarze Gurt um die Hüfte fällt nun nicht mehr so bei Fotos von mir auf, die Tasche selbst kann ich schnell auf den Rücken drehen, so dass sie nicht direkt zu sehen ist. Bei einer Haibeobachtung am steinigen afrikanischen Strand war der Tascheninhalt gut vor den Brandnungswellen geschützt, leider wurde die Hose nass, doch Smartphone, Geld und Fotoapparat waren geschützt. Auch bei der staubigen Jeep-Offroad-Tour hatte ich gutes Vertrauen, dass meine Elektronik gut aufgehoben ist.

Grandioser 5:1-Sieg für das Team Hämmerling TuS Sennelager bei Blau-Weiß Aachen

Tennisspieler
Ungeschlagen ist der 24-jährige Franzose Arthur Rinderknech noch in der 1. Tennis-Point- Bundesliga und hat für das Team Hämmerling TuS Sennelager eine makellose 4:0-Bilanz erspielt und führte die Mannschaft am fünften Spieltag auf einen Nichtabstiegsplatz.

Aachen. In der niederländischen Provinz Limburg liegt die knapp 10.000 Einwohner zählende Gemeinde Vaals, knapp acht Kilometer von Aachen entfernt, und dieses Städtchen wird künftig in der Vereinsgeschichte des TuS Sennelager einen festen Platz haben. Am 26. Juli kam das Team Hämmerling um 22.48 Uhr als Debütant der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren mit einem 5:1 gegen den Mitaufsteiger Blau-Weiß Aachen zum ersten Erfolg in dieser neuen Liga. Und warum in Vaals? Mehrere Regenunterbrechungen verzögerten tagsüber den gesamten Ablauf der Begegnung bei Blau-Weiß Aachen und so mussten letztlich die zweiten Sätzen in den beiden Doppelbegegnungen im benachbarten Niederlande zu Ende gespielt werden.

Beim Standortwechsel hatte das französische Sennelager-Duo Arthur Rinderknech/Manuel Guinard mit 6:3 den ersten Satz gewonnen, lag dann aber 1:3 zurück. Auch das zweite Hämmerling-Gespann Jozef Kovalik/Jan Zielinski hatte im Tiebreak mit 7:6(5) den ersten Satz gewonnen. Zwar gaben die Franzosen den zweiten Durchgang gegen de Bakker/Gigounon ab, doch im vierten Champions Tiebreak des Tages – drei davon buchten siegreich die Ostwestfalen – war ihr 6:3, 3:6, 10:8 Erfolg der vierte Punktegewinn und damit das Duell zu Gunsten der Paderborn entschieden. Wenige Minuten danach war dann auch Kovalik/Zielinski am Ziel. Sie sorgten mit ihrem Zweisatzsieg für einen phantastischen Erfolg und erstmals in dieser Saison steht Team Hämmerling TuS Sennelager mit 3:7 Punkten auf dem achten und einem Nichtabstiegsplatz in der Tabelle.

„Das wäre geschafft“, so TuS-Teamchef Marc Renner, „jetzt können wir ein wenig entspannter die nächsten Aufgaben angehen. Es fühlt sich großartig an, aber alle sind ganz schön platt.“ Während unisono alle >Hämmerlinger< das breite Strahlen im Gesicht hatten, freute sich Arthur Rinderknecht noch einen Deut mehr. Zum einen beging er am vergangenen Montag seinen 24. Geburtstag und die Mannschaft hat ihn am Freitag beim Frühstück mit einem Geschenk überrascht, was ihn wiederum noch mehr motivierte und er hat sich nun eine makellose 4:0- Bilanz erspielt. Er ist zweifelsohne der Motivator und sorgt mit seinen Siegen für die nötigen Glücksmomente im Team. Respekt, Monsieur Rinderknech!

Dagegen erwischte an diesem fünften Spieltag Sennelagers nächster Gegner fläsh TC Weinheim einen rabenschwarzen Tag. Sie kassierten beim derzeitigen Tabellenzweiten BW Timberland Finance Krefeld mit 1:5 eine deutliche Niederlage, die bereits nach den Einzeln mit 0:4 feststand. Überraschenderweise konnte das Doppel Moritz Baumann/Jonas Lütjen gegen die beiden italienischen Spitzenspieler Stefano Travaglia/Alessandro Giannessi in zwei Sätzen gewinnen und so den Ehrenpunkt für die Kurpfälzer buchen. Ansonsten gab es Einzelniederlagen für Andrea Arnaboldi (ATP 218/Italien), Luca Vanni (ATP 246/Italien), Sadio Doumbia (ATP 375/Frankreich) und für den 30-jährigen Deutschen Frank Wintermantel. Ob am Sonntag im Heimspiel gegen Team Hämmerling TuS Sennelager auf Seiten der Weinheimer personell aufgerüstet wird, ist nicht bekannt. Aber auszugehen ist davon, zumal der Gastgeber nach der Niederlage vom Freitag auch nur ein 3:7-Punktekonto hat und auf einem Abstiegsplatz abgerutscht ist.

Keinen geregelten Ablauf kam in der ersten Einzelrunde zustande, denn Regen und Gewitter sorgten für zwei längere Unterbrechungen. Sie betrafen vor allem die Partien zwischen Germaine Gigounon und Alexey Vatutin bzw. Yannik Reuter und Manuel Guinard. Möglicherweise brachten diese Spielpausen auch die Konzentration des 26-jährigen Vatutin (ATP 201) aus dem Rhythmus, denn eigentlich stellte ihn sein vier Jahre älterer belgischer Kontrahent Gigounon vor keine allzu große Herausforderungen. In beiden Sätzen war stets eine 4:0-Führung möglich, doch im „Spiel der verpassten Chancen“ (so Teamchef Marc Renner) machte der in Barcelona lebende Russe eine Reihe leichter Fehler. Irgendwie fand er aber doch noch zum jeweiligen Satzende zu seiner spielerischen Linie zurück und mit einem 6:4, 7:5 Sieg erspielten sich die Paderborner die 1:0 Matchführung im Duell der Kellerkinder.

Wesentlich länger dauerte die Auseinandersetzung der an Nummer vier gesetzten Akteure, Yannik Reuter gegen Manuel Guinard (ATP 339), zumal sich beide in der Spielanlage sehr ähneln. Lange und flache Ballwechsel von der Grundlinie gespielt, die Plätze waren zudem auf Grund des Regens relativ weich, ließen keinen Netzangriffe zu und so wurde dieses Duell ein Nervenspiel. Es war demzufolge auch nicht verwunderlich, dass nach dem Satzgewinn des 23- jährigen Guinard, es im zweiten Durchgang zum Satzausgleich kam. So ging es in den Champions Tiebreak und in diesem hielt der fünf Jahre ältere Belgier Reuter, der vor Jahren zu den besten 200 der Welt zu zählen war, recht ordentlich mit. Doch es reichte nicht: der 7:6(4), 2:6, 10:7 Dreisatzsieg des erstmals eingesetzten Franzosen sorgte beim ostwestfälischen Liganeuling für eine 2:0-Führung. Dieses bis dato für das Team Hämmerling TuS Sennelager unbekannte und erstmals erlebte Zwischenresultat sollte möglichweise durch ihre Nummer eins, Jozef Kovalik (ATP 186), gegen Thiemo de Bakker (ATP 338) ausgebaut werden.

Allerdings weiß man den 30-jährigen Niederländer nie so richtig einzuschätzen. Die ehemalige Nummer 40 der Weltrangliste kann großes Tennis spielen und in einem Match auch völlig daneben liegen. So begann die Aachener Nummer eins dann auch mal wieder recht spielstark und mit seiner dominierenden Spielweise gewann er den ersten Satz. Allerdings wurde Sennelagers 26-jähriger Slowake mit zunehmender Spieldauer besser und gestaltete den zweiten Satz siegreich für sich. Er war demzufolge auf dem besten Weg sein Team mit 3:0 nach vorne zu bringen, denn eine 7:4 Führung im Champions Tiebreak ließ diese Hoffnung aufkommen. Doch in dieser Phase servierte der aus Den Haag stammende niederländische Davis-Cup-Spieler fast fehlerfrei und sorgte mit einem 6:3, 3:6, 10:8 Sieg für den Anschlusspunkt.

Gottlob hat aber das Renner-Team einen Arthur Rinderknech (ATP 356) in seinen Reihen, der gegen den erstmals aufgebotenen belgischen Aachener Clement Geens souverän das Duell begann. Der 6:2-Satzgewinn stellte auch die Überlegenheit in Zahlen dar, doch die Partie kippte zu Gunsten des 23-Jährigen. Der aus der berühmten Stadt Waterloo stammende Tennisprofi wusste nun seine Breakchancen zu nutzen und der 24-jährige Franzose hatte mit 3:6 den Ausgleich hinzunehmen. Doch dies beeindruckte den sympathischen Sennelager Profi keineswegs und sein glatter Erfolg im Champions Tiebreak brachte ihm mit 6:2, 3:6, 10:4 seinen dritten Sieg im dritten Einsatz ein und ließ beim 3:1-Zwischenresultat zarte Hoffnungen auf den ersten Saisonsieg in der 1. Tennis-Point-Bundesliga aufkommen. „Die haben aber starke Doppel“, argwöhnte dagegen Marc Renner, was letztlich auch stimmte, aber seine Formationen waren an diesem späten Freitagabend einfach besser.

Foto: © Agentur Klick

a-ha play hunting high and low live!

a-ha

Köln. a-ha haben sich selbst immer gerne vor Herausforderungen gestellt. 2018 bewiesen sie während ihrer MTV Unplugged Tour, dass ihre Songs auch in einem ganz anderen Rahmen perfekt funktionieren und neue Ebenen erreichen können. Nun haben Magne Furuholmen, Morten Harket und Pål Waaktaar-Savoy angekündigt, dass sie mit ihrer Herbsttour im Oktober und November 2019 einmal mehr Neues wagen möchten: Ein Konzert im legendären „An evening with…“ Format, bestehend aus zwei sehr unterschiedlichen Teilen mit einer Pause. Im ersten Teil des Konzertes werden a-ha neue und alte, bekannte und weniger bekannte Songs und Hits spielen. Nach der Pause werden sie dann die zehn Songs ihres kompletten 1985er Debüt-Albums Hunting High And Low in der Reihenfolge des Originalalbums spielen!

Bislang spielten a-ha nur zwei Mal das komplette Hunting High And Low Album: Im Oktober 2010 im Osloer Konserthus und in der Londoner Royal Albert Hall, nicht nur für die Fans zwei ganz besondere Konzerte. Endlich haben auch Fans von Frankreich bis Polen und Deutschland bis Schottland die einzigartige Gelegenheit a-ha mit ihrem Debütalbum zu erleben, neu interpretiert – aber doch immer treu dem einmaligen Spirit des Originals. Denn alles zusammen sind die zehn Songs von Hunting High And Low weit mehr als nur ein Debütalbum. “Take On Me”, “Train Of Thought”, “Hunting High And Low”, “The Blue Sky”, “Living A Boy’s Adventure Tale”, “The Sun Always Shines On T.V.”, “And You Tell Me”, “Love Is Reason”, “Dream Myself Alive” und “Here I Stand And Face The Rain” sind zehn Songs, die ganz das Herz und die Seele von a-ha einfingen. Und die Herzen und Seelen ihrer Fans weltweit! Tickets für die Konzerte ab Mittwoch, 07.11., 10:00 Uhr im exklusiven Presale unter www.eventim.de, der reguläre Vorverkauf beginnt am Freitag, 09.11., 10:00 Uhr an allen autorisierten Vorverkaufsstellen.

„Hunting High And Low live zu spielen, war das ein tolles Erlebnis auch für uns,” erinnert sich Pål an die Konzerte 2010 und erklärt, wie er selbst, Magne und Morten sich jetzt fühlen. „Es gibt keinen Song auf dem Album, auf den wir uns nicht freuen, ihn live zu spielen. Wir haben damals von jedem Song verschiedene Versionen gehabt, bevor wir die Songs schließlich aufgenommen haben. Alle Versionen hatten tolle Bruchstücke und coole Ideen und wir freuen uns schon jetzt darauf, diese in die neue Show mit einzubauen.” „Als wir Hunting High And Low aufnahmen, hat das viel für uns vorherbestimmt und es war eine aufregende Zeit für unsere Karriere und unsere Zusammenarbeit,” betont auch Magne. „Diese Stücke nun wieder neu zu bearbeiten – mehr als 30 Jahre später – ist auf jeden Fall mehr eine Inspiration als eine Pflichtübung. Ich muss meine alten Synths aber wohl ein bisschen abstauben…” grinst er.

„Mit der Songauswahl und dem vorgegebenen Set mit der festen Reihenfolge des Originalalbums wird diese Show etwas völlig neues werden, anders als alles, was wir bisher gemacht haben,” ergänzt Pål, und sagt, dass a-ha mit dieser Tour auch „die Stimmung und die Gedanken in die Zeit zurückbringen wollen, als Hunting High And Low entstand. Für uns war das eine Zeit, in der wir alle in demselben kleinen Apartment in London hausten und 24 Stunden 7 Tage die Woche an den Songs gearbeitet haben. Bis zu dem Moment, als das Album endlich erschien, war es eine lange, zeitweise auch harte Reise. Wir haben alle drei unser Herzblut in das Album fließen lassen, denn es hätte unsere einzige Chance bleiben können.”

Die Tour wird ziemlich genau auf den Tag das 35-jährige Jubiläum der Veröffentlichung der Originalversion von “Take On Me” feiern – sie erschien am 19. Oktober 1984 in England und verkaufte zunächst nur 300 Stück! Die re-recorded Version erschien dann im April 1985 erneut und mit etwas mehr Erfolg, steigerte sich mit seiner Veröffentlichung im Mai in Amerika, wo es von dem legendären Video begleitet wurde, schließlich zu einem riesen Hit. Im September desselben Jahres wurde der Song dann auch in England nochmals neu veröffentlicht und brachte nun auch dort den lang ersehnten Erfolg. Das Hunting High And Low Album erschien dann im Juni 1985 in Amerika und im Oktober 1985 in England.

Bis dahin war es ein langer Weg – zwei Jahre zuvor hatten die drei Mitglieder von a-ha noch in einem Sommerhaus von Pål’s Familie in Nærsnes, in der Nähe von Oslo, Demos auf einem four-track reel-to-reel Kassettenrekorder aufgenommen! Pål erzählt, dass a-ha‘s Weg zu Hunting High And Low in der Tat voller Irrungen und Wendungen war, außer dem eigenen Glauben an sich selbst gab es nie die sichere Aussicht auf Erfolg. Wenn das Label ihnen nicht erlaubt hätte, eine neue Version von “Take On Me” aufzunehmen und diese dann auch zu veröffentlichen, wäre es damals vermutlich für a-ha vorbei gewesen – nichts war in trockenen Tüchern.

Selbst als “Take On Me” zum großen Hit avancierte, hätte keiner geahnt, dass diese Band sich einmal zu einer der am stärksten etablierten und geliebten Bands der Welt entwickeln würde. Aber a-ha ließ nicht locker, dachte immer neu und letztendlich verhalf ihnen auch ihr Selbstvertrauen dazu, dass es nicht bei der einmaligen Chance blieb. Und als alles endlich soweit war und sie alles hatten, was sie für ihr Debütalbum brauchten, wussten sie, dass dies zehn perfekte Songperlen waren, die genau einfingen, was a-ha ausmacht – und dies auch bis zum heutigen Tage immer noch tun. Zehn Songs, die sehnsuchtsvolle Melodien und Drama vereinen, die eine Direktheit mit einer Intimität verbinden, wie es wohl nur wenige Bands können.

Wenn a-ha Hunting High And Low 2019 live spielen werden, so wird dies mehr sein, als nur zehn beliebte Songs zu spielen. Es wird auch darum gehen, was sie damals nach London führte: die Erkenntnis, niemals still zu stehen. “Take On Me” und Hunting High And Low sind immer noch so lebendig wie zu dem Moment, als sie aufgenommen und veröffentlicht wurden. Bei den Konzerten im Oktober und November 2019 kann jeder erleben, wie sehr und warum.

a-ha
play hunting high and low live

12.11.2019 Mannheim, SAP Arena
13.11.2019 Leipzig, Arena
15.11.2019 Oberhausen, König Pilsener Arena
16.11.2019 Bremen, ÖVB Arena

Tickets ab 07.11., 10:00 Uhr im exklusiven Presale.
Weitere Informationen unter www.a-ha.com sowie www.prknet.de

Foto: Stian Andersen / Retouch by: Wetouch Imagework

Team Hämmerling TuS Sennelager kommt zum ersten Punktgewinn

Tennisspieler
Erstmals hatte der Aufsteiger Team Hämmerling TuS Sennelager zwei Siegertypen dabei. Jozef Kovalik setzte sich als Nummer eins ebenso souverän in zwei Sätzen gegen seinen Krefelder Kontrahenten Simone Bolelli durch.

Paderborn. An den ersten drei Spieltagen in der 1. Tennis-Point-Bundesliga gab es für den Liga-Neuling Team Hämmerling TuS Sennelager immer wieder Lob für die gezeigten sportlichen Leistungen, doch dafür gab es keine Punkte. Es war für die Paderborner immer eine gewisse Genugtuung, dass man auf dem richtigen Weg in der neuen sportlichen Liga sei, doch unterm Strich standen drei Niederlagen und mit 0:6 Punkten das Tabellenende. Diese zuvor gesagten tröstenden Worte wurden an diesem Sonntag, dem vierten Spieltag (21. Juli), nach dem letzten Matchball belohnt. Zu Gast auf der Anlage des Paderborner TC Blau-Rot waren nicht nur die aufgestiegenen Erstliga-Fußballer des SC Paderborn, Leo Zingerle, Uwe Hünemeier, Christian Strohdieck und der SC-Vizepräsident sowie der stellvertretende Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Carsten Linnemann, sondern als sportliche Herausforderung der ungeschlagene Tabellenvierte BW Timberland Finance Krefeld.

Die Gäste vom Niederrhein hatten sich zweifelsohne mehr versprochen, doch diesmal hatten die gastgebenden Ostwestfalen das erforderliche Quäntchen Glück zum Teilerfolg. Aber es hätte auch mehr als nur ein Teilerfolg sein können, denn statt eines 3:3 (2:2) war vor 1.050 Zuschauern durchaus auch ein Sieg möglich gewesen. Doch auf Seiten des Hämmerling Teams trauerte man dem nicht länger nach, man freue sich vielmehr über den ersten Punktgewinn. Vor allem darüber, dass man die rote Laterne an Blau-Weiß Aachen weiterreichen konnte, dem nächsten Gegner am kommenden Freitag (26. Juli). Dann treffen in der Kurstadt die beiden Aufsteiger aufeinander. „Unserer Mannschaft kann ich nur ein großes Lob aussprechen“, sagt Ralf Hämmerling (Namens- und Hauptsponsor), „denn sie haben einmal mehr gezeigt, welch spielerische Möglichkeiten sie haben. Der Punktgewinn bestätigt, dass wir durchaus den Klassenerhalt schaffen können.“ Klassenerhalt war sowieso an diesem sommerlichen Sonntag das Thema, denn in der Talkrunde mit den Paderborner Bundesliga-Fußballern stand die Frage nach ihrem Verbleib in der ersten Fußball-Bundesliga im Vordergrund. Unisono fasst der Paderborner Bundestagsabgeordnete Linnemann dies in seinem Statement so zusammen: „Wir kommen als Mannschaft und setzten auf Teamgeist. Das hat uns letztlich den Aufstieg gebracht und was gelebter Teamspirit bewirken kann, sieht man am Beispiel der Tennis-Bundesliga-Mannschaft von Ralf Hämmerling. Die haben heute das erreicht, was wir auch immer erreichen wollen: Punkte gegen vermeintlich große Gegner.“

Gegenüber den ersten personellen Überlegungen in der vergangenen Woche hatten beide Teams dann doch noch eine spielstarke Nummer eins aufbieten können, was letztlich das gesamte Mannschaftsgefüge verschoben hat. Die Hausherren traten erstmals daheim mit dem Slowaken Jozef Kovalik (ATP 184) an, auf Seiten der Seidenstädter lief topgesetzt der Italiener Simone Bolelli (ATP 216) auf. Doch dieses Spitzenduell stand erst in der zweiten Runde an. Zunächst trafen der Rumäne Dragos Dima (ATP 326) und Rogerio Dutra Silva (ATP 228) sowie der erstmals in dieser Saison für den TuS Sennelager aufschlagende Russe Ivan Gakhov (ATP 361) und Andrea Collarini (ATP 316) aufeinander. Der 27-Jährige Krefelder Profi Collarini wird in der Meldeliste als Argentinier geführt, war aber – geboren in New York – bis zu seinem 21. Lebensjahr US-Amerikaner und spielt in der Bundesliga mit einem italienischen Pass. Das alles half ihm aber nicht, denn der in Moskau geborene und in Barcelona lebende Gakhov war die spielbestimmende Persönlichkeit.

Sein Zweisatzsieg (6:4, 6:2) brachte die Hausherren in Führung, doch fast zeitgleich gewann der Brasilianer Rogerio Dutra Silva sein Duell gegen den 27-jährigen Dragos Dima zu sehen. Großartige Ballwechsel mit unglaublicher Geschwindigkeit schossen die beiden Kontrahenten von ihren Grundlinien ins gegnerische Gegenüber, was von den Zuschauern immer wieder mit Szenenapplaus belohnt wurde. Das kann der kampfstarke Rumäne durchaus als tröstende Belohnung für seine Leistung ansehen, aber das Duell holte sich mit 6:2, 6:3 der aus Sao Paulo stammende brasilianische Krefelder.

Sehenswertes Tennis gab es auch in beiden folgenden Partien und mit jedem Ballwechsel mehr wuchs das Selbstvertrauen beim Aufsteiger. Jozef Kovalik, vor einem Jahr bereits die Nummer 80 der Welt, war nach seinem Qualifikationsaus in Hamburg in die ostwestfälische Domstadt gekommen und dies zahlte sich aus. Er ließ seinem 33-jährigen italienischen Kontrahenten Simone Bolelli, war vor ein paar Jahren die Nummer acht der ATP-Doppel-Weltrangliste, wenig Möglichkeiten zur spielerischen Entfaltung, so dass der sich mit 2:6, 5:7 geschlagen geben musste. Ein völlig neues Gefühlt, Team Hämmerling TuS Sennelager führte erstmal in einem Ligaduell mit 2:1. Und man hätte den Vorsprung durchaus ausbauen können.

In der Partie der an vier gemeldeten Akteure führte Sennelagers 22-jähriger Pole Jan Zielinski, auf Grund seines derzeitigen Stipendiums in den USA ohne ATP-Ranking, zwischenzeitlich im Champions Tiebreak mit 5:2. Doch plötzlich war die Lockerheit wie weggeflogen, die Beine wollten auch nichts mehr so wie gewünscht und der 26-jährige Spanier Ricardo Ojeda Lara konnte mit seinem 6:4, 3:6, 10:6-Erfolg das 2:2 Zwischenresultat herstellen. „Schade, da war mehr drin“, sagt Teamchef Marc Renner, „aber wir haben ja noch mit unseren beiden Doppeln alle Möglichkeiten.“

Diese Aussage ist nicht als großspurig zu verstehen, denn der glatte Zweisatzsieg von Jozef Kovalik/David Pel gegen Collarini/Ojeda Lara brachte die Führung ein. Dass Simone Bolelli ein exzellenter Doppelspieler ist, bewies er in einigen kritischen Situationen. „Er spielt fast nur noch Doppel“, so Krefelds Pressesprecher Jörg Zellen, „uns deshalb brauchen wir ihn auch in solchen Situationen, wo er seine ganze Routine und Erfahrung ausspielen kann.“ Last but not least. Mit 6:3, 3:6, 10:5 stellte das Krefelder Duo Bolelli/Dutra Silva gegen Kovalik/Dima das Unentschieden sicher. Freuen konnte sich das Team Hämmerling TuS Sennelager über den Punktgewinn, bedeutet der doch zugleich, dass man sportlich in der 1. Tennis-Point Bundesliga angekommen ist!

Foto: ©Agentur Klick

Erkennung von Geräuschen mithilfe Künstlicher Intelligenz

Janek Ebbers am Schreibtisch.
Janek Ebbers, Fachgebiet Nachrichtentechnik.

Wie Computer Geräusche automatisch erkennen können, damit beschäftigt sich Janek Ebbers vom Fachgebiet Nachrichtentechnik der Universität Paderborn. Bei einem internationalen Wettbewerb hat er sich nun mit seinem wissenschaftlichen Ansatz in einem Teilnehmerfeld aus über 400 Forscherinnen und Forschern behauptet und den 5. Platz belegt.

Der Wettbewerb findet seit 2013 unter dem Namen „Detection and Classification of Acoustic Scenes and Events“ (DCASE) statt und versammelt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt, die ihre Verfahren zur automatischen Erkennung von akustischen Ereignissen vergleichen. So handelt es sich bei den akustischen Ereignissen z. B. um das Zuschlagen einer Tür, das Geräusch eines Lüfters oder etwa das Bellen eines Hundes. Die hierbei angewendeten Methoden werden auch als „Deep Learning“-Verfahren bezeichnet und stammen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz. Bei dem Verfahren erhält ein Computer sogenannte Trainingsdaten, um innerhalb eines eigenständigen Lernprozesses irgendwann zur richtigen Lösung zu kommen, wie in diesem Fall die Identifizierung eines bestimmten Geräusches. Die besondere Herausforderung der Aufgabe bestand für Ebbers und die anderen Forscher darin, dass nur ein geringer Teil der Trainingsdaten von Menschen mit der richtigen Bezeichnung eines Geräusches versehen wurden, während die überwiegende Mehrzahl der Daten mit automatisiert erstellten und damit möglicherweise fehlerbehafteten Bezeichnungen versehen waren. Ebbers erfolgreicher Ansatz zeichnete sich durch eine geschickte Netzarchitektur sowie intelligente Methoden zur Vervielfältigung von Daten aus.

„Das ist eine herausragende Platzierung in einem internationalen Teilnehmerfeld. Sie bestätigt wieder, dass man an der Universität Paderborn nicht nur sehr gut studieren, sondern auch international konkurrenzfähig forschen kann“, freut sich Prof. Dr. Reinhold Häb-Umbach, Leiter des Fachgebiets Nachrichtentechnik. Intelligente Systeme zur automatischen Erkennung von Sprache und Geräuschen sind mittlerweile im heutigen Alltag fest verankert und finden z. B. in Produkten wie Amazon Echo Anwendung. An der Universität Paderborn setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit diesen Technologien auseinander. So fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) aktuell ein Projekt von Häb-Umbach, in dem es mithilfe eines von ihm entwickelten Verfahrens möglich ist, Störgeräusche sowie Halleffekte innerhalb der automatischen Spracherkennung zu minimieren.

Foto: Jörg Ullmann

Für das Bauen in Erdbebengebieten gelten besondere Vorschriften

BERLIN. Erdbeben in Italien sind regelmäßig in den Medien, Erdbeben in Deutschland seltener. Dabei bebt auch zwischen Alpen und Nordsee ab und zu der Boden, allerdings fallen die Schäden meist geringer aus als am Mittelmeer. „Trotzdem muss in einigen Gegenden Deutschlands erdbebensicher gebaut werden“, erklärt Dipl.-Ing. Stefan Hubenschmid, Sachverständiger beim Verband Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Regionalbüros Konstanz.

Der Bodensee gehört zu den gefährdeten Regionen der Bundesrepublik. „Wir, auf der Nordseite des Sees, gehören zur Erbebenzone 2. Aber nur wenige Kilometer nördlich von uns beginnt bereits die Erbebenzone 3. Das ist die höchste Stufe in Deutschland“, erläutert der Sachverständige.

Bodensee

„Dort muss entsprechend anders geplant und konstruiert werden.“ Das ist vielen Bauherren gar nicht bewusst. Auch manche Baufirmen, zumal, wenn sie nicht aus der betroffenen Region stammen, beherrschen das erdbebensichere Bauen nicht, ihre Mitarbeiter sind nicht geschult. Entsprechende Baumängel sind die Folge. Wird die Baustelle nicht sorgfältig kontrolliert, fallen diese Mängel nicht gleich auf, sondern erst, wenn beim nächsten Beben Risse und Schäden sichtbar werden.

In Deutschland gibt es vier Erdbebenregionen – von 0 bis 3. Festgelegt wurden die Erbebenzonen anhand von wissenschaftlichen Untersuchungen. Daraus entstand die erst kürzlich aktualisierte Erdbebenzonenkarte, die beim Deutschen Geoforschungszentrum in Potsdam hinterlegt ist.

Erdbebengebiete der Zonen 2 und 3 sind die Kölner Bucht, die Schwäbische Alb und der äußerste Südwesten Baden-Württembergs zwischen Freiburg und Basel. Zur Erbebenzone 1, mit weniger heftigen Erdbeben, gehören das Voralpenland, der Streifen von Chemnitz-Plauen bis nach Halle-Leipzig sowie der gesamte Rheingraben. In den betroffenen Bereichen müssen Gebäude entsprechend erdbebensicher geplant, konstruiert und gebaut werden – anders als im übrigen Land. Für das erdbebensichere Bauen erklärt das Landesbaurecht in den betroffenen Ländern technische Regelwerke für verbindlich, aus denen sich die entsprechenden Vorgaben ergeben.

„Natürlich sind die erdbebensicheren Konstruktionen bei uns nicht so aufwändig wie in den Erdbebengebieten Japans, aber auch hier müssen Bauwerke Verformungen und rdstö e aufnehmen und ausgleichen können“, erläutert Stefan Hubenschmid. „Grundbedingung für ein günstiges Schwingungsverhalten ist die Regelmä igkeit des Bauwerkes. Das Bauwerk sollte sowohl im Grundriss als auch im Aufriss regelmä ig sein.“ Die xperten erreichen das, indem sie zum Beispiel kompakte Grundrissformen wählen, tragende Wände übereinander anordnen und ausreichende aussteifende Bauteile ohne Unterbrechung von der Gründung bis zur obersten Decke durchziehen. Auch alle Stützen und Wände eines Geschosses müssen durch steife und tragfähige Deckenkonstruktionen in horizontaler Richtung gekoppelt sein. Ecken und Nischen, die eine kompakte Bauform auflockern und deshalb bei Bauherren beliebt sind, müssen beim erdbebensicheren Bauen auf ein Minimum beschränkt werden.

Warum kann dennoch einiges schief gehen beim Planen in Erbebengebieten? „ in Klassier ist die Wahl des falschen Statikers“, erklärt Stefan Hubenschmid. „Das passiert schnell: Jemand beauftragt einen befreundeten Statiker aus einem anderen Bundesland und dieser kennt die Problematik nicht. Oder alles wird zwar richtig geplant, aber dann nehmen die Maurer die falschen Steine.“ Auch das kann passieren, etwa wenn die richtigen Materialien kurzfristig nicht lieferbar sind und die Firma ohne Rücksprache andere nimmt. Damit das alles nicht passiert, rät Stefan Hubenschmid: „Bauherren sollten heimische Planer und Firmen beauftragen, die die Erdbebenproblematik vor Ort kennen. Und sie sollten sowohl die Planung als auch die laufende Baustelle regelmäßig von einem unabhängigen Sachverständigen ihrer Wahl begutachten lassen.“ Das neue Bauvertragsrecht hilft dabei: Wer sich ohne eigenen Architekten seinen Neubau von einem Schlüsselfertigbauunternehmer herstellen lässt, hat einen gesetzlichen Anspruch auf die rechtzeitige Herausgabe unter anderem der entsprechenden statischen Planungsunterlagen! „Nur so werden Probleme rechtzeitig erkannt und Mängel verhindert.“

Foto: KRUNICmedia

Bastian Schweinsteiger und Ana Schweinsteiger-Ivanović sind neue Markenbotschafter

Selfy Bastian und Ana in der Stadt
Bastian Schweinsteiger und Ana Schweinsteiger-Ivanović sind die neuen Botschafter der Marke BRAX FEEL GOOD.

Mit Bastian Schweinsteiger und Ana Schweinsteiger-Ivanović schlägt das Herforder Modeunternehmen BRAX neue Wege ein: Die beiden international bekannten Spitzensportler werden die Gesichter der Marke BRAX FEEL GOOD.

Bastian Schweinsteiger (34) ist seit 2017 Spieler von Chicago Fire und ehemaliger Spieler von Manchester United, FC Bayern München sowie ehemaliger Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft und das Gesicht der Weltmeisterschaft 2014. Ana Schweinsteiger-Ivanović (31) ist ehemalige Nummer 1 der Tennis-Weltrangliste und eine national und international bekannte Tennisspielerin. Neben ihren herausragenden sportlichen Erfolgen erstrahlt das seit 2016 verheiratete Paar auch in der internationalen Medienlandschaft: So erhielt Bastian Schweinsteiger 2018 den „GQ Award – Man Of The Year“ und war im Februar 2019 der erste Mann auf dem Titel der deutschen Vogue. Ana Schweinsteiger-Ivanović wurde mehrfach durch internationale Medien zur bestaussehenden Tennisspielerin gewählt.

„Ana und Bastian sprühen vor Energie und Lebensfreude und sind damit die perfekten Botschafter der BRAX Markenwerte smart, stilsicher und leidenschaftlich. Mit ihnen wird es uns gelingen, national und international neue Zielgruppen emotional anzusprechen. Besonders wichtig ist es uns, mit ihnen Frauen und Männer gleichermaßen für BRAX zu begeistern“, so Marc Freyberg, Geschäftsleiter Marketing & E-Commerce / Unternehmenssprecher bei BRAX.

Die Popularität von Ana Schweinsteiger-Ivanović und Bastian Schweinsteiger wird für einen aufmerksamkeitsstarken digitalen und analogen Kommunikationsansatz genutzt. „Durch authentisches Storytelling werden wir Präsenz auf allen Kanälen schaffen – von viralen Spots, Digital Branding, Print, Social Media, Events bis zum Point-of-Sale“, so Marc Freyberg. Innerhalb der zunächst auf drei Jahre ausgelegten Partnerschaft werden die neuen Gesichter des Premium Casual Labels auch eine Kapselkollektion designen, die ihre Handschrift trägt. Am Point-of-Sale wird die Zusammenarbeit ab Frühjahr 2020 sichtbar werden.

„Mode macht uns große Freude und bedeutet Vielseitigkeit. Wir freuen uns darauf mit BRAX FEEL GOOD unsere Passion teilen zu können“, sagen Ana Schweinsteiger-Ivanović und Bastian Schweinsteiger über die Zusammenarbeit.

Foto: Bastian Schweinsteiger und Ana Schweinsteiger-Ivanović

Düsseldorfer Spitzenteam für Aufsteiger Hämmerling TuS Sennelager zu stark

Zwei Tennisspieler
Mit Jan Zielinski (links) und Marcin Matkowski hat das Team Hämmerling TuS Sennelager eine spielstarke Paarung, die gegen das Rochusclub-Duo aus Düsseldorf, Pablo Anduja-Alba/Henri Squire, den Ehrenpunkt für die Paderborner holten.

Paderborn. Das Team Allpresan Rochusclub Düsseldorf gehört seit 1991 ununterbrochen der 1. Tennis-Point Bundesliga der Herren an und ist zweifelsohne eine Bereicherung für die Liga. Fast immer tritt die seit >ewigen Zeiten< vom Teamchef Detlev Irmler gecoachte Mannschaft mit Spitzenleuten an. „Ich versuche immer ein spielstarkes Aufgebot zu präsentieren“, so Irmler, „was mir mehr oder weniger fast immer gelingt. Letztlich ist unser Auftreten auch eine sportliche Werbung für die Bundesliga, denn für die Profis ist ansonsten die ATP Tour das Zuhause.“ Folge dessen waren die Rheinländer schon vor dem ersten Ballwechsel beim Neuling Team Hämmerling TuS Sennelager der Favorit, denn vier Top 100-Profis und ein nationales Nachwuchstalent zeigten den nominellen Unterschied auf. „Klar haben Spieler von uns teilweise einen Unterschied von über 220 ATP-Ranglistenplätze“, sagt Ralf Hämmerling (Namens- und Hauptsponsor beim Liga-Neuling), „doch erfreulich ist, dass unsere Spieler teilweise gut mithalten können. Auch wenn wir nach dem dritten Spieltag Tabellenletzter sind, treffen wir noch auf die Mannschaften, gegen die wir punkten müssen. Schade, dass wir als Aufsteiger gleich zu Saisonbeginn gegen die Großen wie Mannheim, Gladbach und Düsseldorf anzutreten hatten.“

So gab es am gestrigen 3. Spieltag eine 1:5-Niederlage und der Rochusclub setzt sich gemeinsam mit Badwerk Gladbach HTC (6:0 Sieg gegen Aufsteiger Blau-Weiß Aachen) und BW Timberland Finance Krefeld (4:2 Auswärtserfolg beim Team Kölner THC Stadion Rot-Weiss) und je einem 5:1-Punktestand hinter dem Tabellen-Ersten und Titelverteidiger Grün-Weiss Mannheim (6:0 Punkte) an der Spitze fest. Vor knapp 1.000 Zuschauern, darunter als Talkgäste vom Basketball-Zweitligisten Uni Baskets Paderborn der US-amerikanische Coach Steven Esterkamp, Sportdirektor Uli Naechster und Präsident Christoph Schlösser, zeigten die Ostwestfalen keinerlei Respekt. Abgesehen von dem an Position vier aufgebotenem 20-jährigen Julius Hillmann, der sein Bundesligadebüt gab. „Ich war so nervös, dass ich überhaupt keinen Rhythmus finden konnte“, sagt der Münsteraner, dem noch lange nach dem Match die Enttäuschung im Gesicht abzulesen war. Er kassierte eine bittere 2:6, 0:6 Niederlage gegen den zwei Jahre jüngeren mehrfachen Deutschen Jugendmeister Henri Squire, der somit ein erfolgreiches Debüt absolvierte. Letztlich war Hillman auch nur deshalb ins Aufgebot gerutscht, weil der ursprünglich eingeplante 22-jährige Russe Ivan Gakhov (ATP 364) auf Grund von Turnierverpflichtungen nicht kommen konnte.

Eine gute Vorstellung bot der kampfstarke Dragos Dima (ATP 330) an Position zwei gegen Pablo Andujar-Alba (ATP 78). Der Rumäne hatte im zweiten Durchgang Möglichkeiten den Satz zu gewinnen, doch der elf Jahre ältere Spanier war zu clever. Er spielte das Kraftpaket immer wieder aus und holte in zwei Sätzen (6:2, 7:5) einen weiteren Punkt für die Gäste. Mittlerweile war auch das Duell zwischen dem an Position drei spielenden polnischen US-Collegeboy Jan Zieliski und dem litauischen Davis Cup-Spieler Ricardas Beranski (ATP 77) mit 6:4, 6:2 an den Rochusclub gegangen, so dass sich das Publikum nun auf der Tribüne um den Centre Court scharte. Sehenswert war hier das Spitzenduell zwischen Federico Ferreira Silva (ATP 296) und dem Argentinier Juan Ignacio Londero (ATP 60). Unglaublich lange Grundlinienduelle mit hoher Geschwindigkeit und großem Druck. Rechts und links jagten sich die Beiden hin und her, so dass die Zuschauer geradezu euphorisiert waren.

Als dann auch noch der erste Satz (6:3) zu Gunsten des 24-jährigen Portugiesen ging, wurde mit rhythmischen Klatschen geradezu eine enthusiastische Stimmung entfacht. Doch der Satz hatte Kraft gekostet, was mit 1:6 bei Ferreira zu belegen ist. Er erholte sich wieder, doch der aus Cordoba stammende Südamerikaner setzte sich im Champions-Tiebreak zu einem 3:6, 6:1, 10:6 Sieg durch. „Das ist ärgerlich“, sagt der Ex-Basketball-Profi Steven Esterkamp, „aber so ist das nun einmal im Sport. Kleinigkeiten entscheiden über Sieg und Niederlage.“ Auch wenn die Trio von Uni Baskets Paderborn letztlich keinen Sieg des Hämmerling Team zu sehen bekam, war für sie das Kommen wichtig: „Wir haben in Paderborn mit Fußball, Squash, Basketball und nun auch mit Tennis erstklassigen Sport in unserer Stadt“, sagt Sportdirektor Uli Naechster, „und da macht es Sinn, wenn wir immer wieder gemeinsam als Sportler in der Öffentlichkeit auftreten. So haben wir alle, unabhängig von der Sportart, einen Imagegewinn und können, was nicht zu unterschätzen ist, junge Menschen für den Sport begeistern.“

Begeistert waren die Paderborner anschließend vor allem von ihrem polnischen Doppel Jan Zielinski/Marcin Matkowski, wobei letzterer immerhin mit 16 ATP Tour-Titeln schon die Nummer sieben der Doppel-Weltrangliste war. Er führte seinen 16 Jahre jüngeren Landsmann zu einem 6:3, 7:6(6) Erfolg und sie erspielten sich den Ehrenpunkt. Zuvor gewannen Berankis/Rosol in zwei Sätzen gegen Ferreira Silva/Dima. „Das Ergebnis liest sich nicht nur deutlich, es ist auch deutlich“, so Detlev Irmler, „aber ich kann Sennelager nur loben, sie haben sich bestens verkauft. Auch wenn sie sich dafür nichts kaufen können, hoffe ich sportlich für sie, dass sich ihr großes Engagement noch bezahlt macht.“

Foto: ©Agentur Klick

Erdboden statt Sandkasten – Buddeln für Bienen

kinder und Erwachsene beim Schaufeln.
Christine Schwindt Erzieherin mit den Kindern Jakob, Anna, Roman und Frau Wörpel-Neh vom Imkerverein Paderborn e.V. – Netzwerk blühende Landschaften (v.l.)

Die Jüngsten setzen sich für die Kleinsten ein: In der Kita Greitelerweg nahmen die Kinder gemeinsam mit ihren Erzieherinnen die Schaufeln in die Hand. Zusammen mit Vertreterinnen des NBL Paderborn (Netzwerk Blühende Landschaft) legten sie Anfang Juni 2019 ein Beet für Insekten an.

Die Kita kontaktierte die Imkerinnen der Regionalgruppe mit der Bitte um einen Bienenbesuch. Im Verlauf des Gesprächs entwickelte sich dann die Idee, mit professioneller Unterstützung des NBL ein insektenfreundliches Beet anzulegen. So haben die Kinder viel häufiger die Gelegenheit, Insekten aller Art zu beobachten. Auch Nisthilfen wollten die Erzieherinnen gerne mit den Kindern basteln.

Schon lange wünschte sich die Regionalgruppe des NBL ein nachhaltiges Interesse der Kitas in Paderborn. Deshalb war sie überaus begeistert von der großen Motivation und dem Engagement der Erzieherinnen im Greiteler Weg. Für die Kitakinder gab es im Juni zwei schöne Aktionstage. Nach einer freundlichen Begrüßung und gelungenen Einführung im Morgenkreis wurde am ersten Aktionstag ganz fleißig im Erdboden gebuddelt, um überhaupt eine Beetfläche zu schaffen.

Die ausgewählte Ecke war zum Buddeln gut geeignet. Statt im Sand mal in der Erde zu wühlen, schien den Kindern sehr viel Freude zu bereiten. Die Erzieherinnen waren super vorbereitet und teilten die Kinder in Arbeitsgruppen auf, sodass niemand überanstrengt wurde.

Am zweiten Aktionstag stand dann das Einpflanzen auf dem Programm. Weil sie so gut duften wurden viele mediterrane Küchenkräuter gepflanzt, die auch den Bienen gut gefallen. Dazwischen pflanzten die Kinder eine bunte Mischung aus Kornblumen, Kugeldisteln, Dost und vielen weiteren Nektar- und Pollenspendern.

Um den löcherbewohnenden Arten eine Nistmöglichkeit anzubieten, haben die Erzieherinnen gemeinsam mit den Kindern Nisthilfen aus Konservendosen und Bambusröhren gebastelt. „Bei den Bambusröhren muss man nur besonders darauf achten, dass man an den Schnittstellen die Splitter abschleift. Die Wildbienen können sich sonst leicht an den Flügeln verletzen.“, gaben Elisabeth Wörpel-Neh und Leonie Dargel von der Regionalgruppe den Erzieherinnen als Ratschlag mit auf den Weg. Sie freuten sich ganz besonders über die Fotos der Nisthilfen, die ihnen zugeschickt wurden: Lauter kleine Bienchen, die auf neue Bewohner warten (s.h. Foto).

Erdboden statt Sandkasten - Buddeln für Bienen
Bienchennisthilfe aus Konservendosen.

Die Regionalgruppe des NBL besteht in Paderborn seit 2014. Es ist ihr ein besonderes Anliegen, Kitas oder Schulen beratend und tatkräftig bei der Anlage von Blühflächen zu unterstützen. Bei Interesse kann man sich sehr gerne melden.

Kontaktdaten: paderborn@bluehende-landschaft.de oder telefonisch unter 05251-5399963; im Netz sind sie unter www.bluehende-landschaft.de/paderborn zu finden.

Foto: NBL Regionalgruppe Paderborn

Nina Stojanovic ist Reinert Open-Siegerin 2019

Strahlende Siegerin
Reinert Open-Siegerin 2019

Vermold. Die Reinert Open mit den Internationalen Nordrhein-Westfälischen Tennismeisterschaften der Damen waren auch 2019 wieder die Plattform, auf der sich junge Spielerinnen in den Blickpunkt der Öffentlichkeit spielen. Das gilt sowohl für die Einzel- als auch für die Doppel-Konkurrenz. Im Einzel-Finale zweier 22- Jähriger setzte sich Nina Stojanovic (Serbien / WTA 250) mit 6:0, 7:5 gegen Katharina Hobgarski (TC Bredeney Essen / WTA 247) durch. Den Doppel- Wettbewerb gewannen Amina Anshba (Russland, 18 Jahre) und Anastasia Detiuc (Tschechien, 19 Jahre). Das russisch-tschechische Duo gewann das Endspiel mit 0:6, 6:3, 10:8 gegen die topgesetzten Ankita Raina (Indien) und Bibiane Schoofs (Niederlande).

Zunächst verlief das Einzel-Finale sehr einseitig. Nina Stojanovic bestimmte von Anfang an das Geschehen auf dem Centre Court. Katharina Hobarski konnte nicht dagegenhalten. „Da hat Nina fantastisch gespielt. Ich hatte das Gefühl, dass ich in nur zehn Minuten den ersten Satz verloren habe“, zollte die Deutsche ihrer Finalgegnerin großes Lob.

„Ich habe mir gedacht, Du kannst doch nicht so ein Finale mit 6:0, 6:0 verlieren und habe alles versucht. Leider hat es dann nicht ganz gereicht“, erklärte Katharina Hobgarski nach ihrer Finalniederlage. Aber im zweiten Durchgang hielt die Essener Bundesligaspielerin gut mit, obwohl sie Schmerzen im Knie hatte und auch eine Behandlungspause Mitte des zweiten Satzes nehmen musste. Dies wiederum brachte Nina Stojanovic etwas aus dem Rhythmus. Die Serbin fing sich aber wieder und verwandelte ihren ersten Matchball zum 6:0, 7:5-Erfolg.

„Es war eine wunderbare Woche für mich. Ich bin mit meiner Leistung sehr zufrieden und freue mich über den Turniersieg. Es ist schöner das Einzel-Finale hier in Versmold zu gewinnen als das Doppel-Finale zu verlieren“, spielte Nina Stojanovic mit einem Augenzwinkern auf das Doppel-Finale der Reinert Open 2018 an, in dem sie mit Olga Danilovic unterlegen war. Zum zweiten Mal gewinnt eine Serbin die Reinert Open. Nach Olga Danilovic im letzten Jahr, 2019 nun Nina Stojanovic.

Nach 2008 wollte Bibiane Schoofs zum zweiten Mal die Doppel-Konkurrenz der Reinert Open gewinnen. Zusammen mit Ankita Raina hatte sie den ersten Satz des Endspiels gegen Amina Anshba und Anastasia Detiuc auch deutlich dominiert und mit 6:0 gewonnen. Doch das russisch-tschechische Duo steckte nicht auf und kam in Fahrt.

Nina Stojanovic ist Reinert Open-Siegerin 2019
Amina Anshba (Russland) und Anastasia Detiuc (Tschechien) gewinnen den Doppel-Titel.

Satz zwei ging mit 6:3 an das Duo Anshba/Detiuc. Der Champions Tiebreak war angesagt und der war spannend. Mit 10:8 setzten sich Anshba/Detiuc am Ende durch. Und während die neuen Titelträgerinnen jubelten, versprach Bibiane Schoofs: „Im nächsten Jahr komme ich wieder und versuche es erneut.“

Fotoquelle: hofmedia Kommunikation

Personalisierte Medikamente können Nebenwirkungen erheblich senken

Personalisierte Medikamente

Medikamente können Menschen das Leben retten, aber sie können auch großen Schaden anrichten, wenn sie falsch verabreicht werden. Mediziner setzen deshalb große Hoffnungen in die individualisierte Medikation. An der TH OWL untersuchen Wissenschaftler, wie man Medikamente auf Merkmale wie Alter und genetische Struktur zuschneiden und kostengünstig herstellen kann.

Kinder benötigen andere Medikamente als Erwachsene, Frauen andere Medikamente als Männer. Eine Behandlung, die individuell auf die Patienten zugeschnitten ist, berücksichtigt beispielsweise Alter, Geschlecht und Stoffwechsel des Betroffenen bei der Dosis des Arzneistoffs. Die dazu notwendigen medizinischen Daten werden mit Hilfe von Informationstechnologien zusammengeführt. „Individualisierte Medikamente sind zum Beispiel in der Tumortherapie von Bedeutung. Einige Krebsmedikamente erzielen nur dann die erwünschte Wirkung, wenn ein bestimmtes Zellmerkmal vorhanden ist“, erklärt Gerd Kutz. Er ist Professor für Medizin- und Gesundheitstechnologie und Sprecher des Forschungsschwerpunktes Applied Health Sience an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. Kutz und seine Kollegen beschäftigen sich mit der Frage, wie solche personalisierten Medikamente kostengünstig hergestellt werden können. Eine Möglichkeit ist der 3D-Druck. Ein mit diesem Verfahren hergestelltes Arzneimittel wurde erstmals im Jahr 2015 in den USA zugelassen. Ein 3D-Drucker kann prinzipiell in jedem Krankenhaus oder in der Apotheke stehen. Der 3D-Drucker kann dann jedem Patienten „seine“ Tablette drucken. „Für den Patienten kann die richtige Dosis seines Medikaments im Ernstfall über Wohl und Wehe entscheiden“, sagt Volker Lohweg, ebenfalls Professor des Studiengangs Medizin- und Gesundheitstechnologie und Leiter des Instituts für industrielle Informationstechnik (inIT) an der TH OWL. „Deshalb ist es wichtig, dass mittels Authentifikation sichergestellt wird, dass die richtigen Medikamente zu den richtigen Patienten kommen.

Dazu ist Digitalisierung wichtig.“ Das Drucken von Wirkstofflösungen auf Esspapier ist eine weitere Möglichkeit Arzneimittel herzustellen, die auf den Patienten zugeschnitten sind. Die Informationen zum Patienten und die Art seiner Erkrankung werden dabei als eine Art Barcode mit dem Medikament auf das Esspapier gedruckt. Das erhöht die Sicherheit für den Patienten, weil es Manipulationen erschwert. Die hat es beispielsweise bei teuren Medikamenten in der Vergangenheit wiederholt gegeben.

Laut dem Verband forschender Arzneimittelhersteller werden aktuell bereits über 60 Medikamente in Deutschland personalisiert verabreicht. Weitere Medikamente stehen vor der Zulassung oder der Markteinführung, vor allem in der Behandlung von Krebs und Viruserkrankungen.

Medizin- und Gesundheitstechnologie an der TH OWL

Den Studiengang Medizin- und Gesundheitstechnologie gibt es seit zwei Jahren an der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe. „In diesem Studiengang bekommen Studierenden das Rüstzeug, um die Technik für die Medizin der Zukunft zu gestalten“, sagt Professor Volker Lohweg Zu den Schwerpunkten des Studiums gehören Pharmatechnik, Authentifikation, Bildverarbeitung, Mikrobiologie und Biomedizintechnik. Unternehmen aus der Gesundheitsbranche haben bundesweit hohen Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren mit diesem Spezialwissen.

Bewerbungen sind noch bis zum 15. Juli möglich unter onlinebewerbung.th-owl.de

Foto: ©KRUNICmedia