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Präventive Hausbesuche bei Senioren erfolgreich

Wie lässt sich Pflegebedürftigkeit verhindern oder verzögern und zugleich Lebensqualität und Teilhabechancen bei älteren und hochbetagten Menschen verbessern? Ein Antwort darauf sind präventive Hausbesuche als Angebote von Kommunen für ihre älteren Bürger. Das hat das Landesmodellprojekt Gemeindeschwesterplus in Rheinland-Pfalz, das von 2015 bis Ende 2018 in sieben Modellregionen des Landes durchgeführt wurde, eindrucksvoll gezeigt. Land und Krankenkassen haben sich deshalb gemeinsam entschieden, das Projekt fortzusetzen und auszuweiten. In über 7.000 präventiven Hausbesuchen konnten mehr als 3.000 hochbetagte Menschen erreicht und zu ihrer Lebens- und Gesundheitssituation beraten und unterstützt werden. Das Deutsche Institut für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP) hat das Projekt wissenschaftlich begleitet, Land und Kommunen beraten und die Gemeindeschwesternplus qualifiziert. Abschlussbericht und Empfehlungen stehen auf den Seiten des Ministeriums kostenlos zum Download zur Verfügung.

Auf einer Veranstaltung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) des Landes Rheinland-Pfalz hob Prof. Dr. Frank Weidner, Direktor des DIP, hervor: „Wir konnten unsere langjährigen Erfahrungen zu präventiven Hausbesuchen ins Modellprojekt Gemeindeschwesterplus einbringen und hier gemeinsam mit allen Akteuren die guten Ansätze erfolgreich umsetzen. Ich sehe heute nur Gewinner!“ Vier von achtzehn Gemeindeschwesternplus, allesamt erfahrene Pflegefachfrauen, berichteten über ihre Erfahrungen und zeigten an vielen Beispielen auf, was es heute heißen kann, sich professionell um hochbetagte Menschen zu kümmern. Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) lobte das Engagement aller Beteiligten und verkündete die Fortsetzung und Ausweitung des Angebotes in Kooperation mit den Krankenkassen in Rheinland-Pfalz.

Präventive Hausbesuche sind international anerkannte Ansätze bedarfsgerechter und vernetzter Beratung von hochbetagten Menschen in Kommunen. Das DIP hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Modellprojekte in verschiedenen Bundesländern und Kommunen dazu durchgeführt und dabei mehr als 15.000 Hausbesuche erfasst und ausgewertet. „Präventive Hausbesuche lassen sich heute sehr erfolgreich und wirksam umsetzen“, so Weidner, „wir erreichen damit viele Menschen, informieren, sensibilisieren, mobilisieren und befähigen die Senioren ganz nach ihren Bedürfnissen, um auch weiterhin an der Gesellschaft teilzuhaben.“ Die allermeisten Senioren fühlen sich wohl mit den Hausbesuchen und möchten nicht mehr auf die Informationen und Beratungen verzichten. “Umso unverständlicher ist es, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) das Thema bisher nicht angepackt hat, obwohl die Förderung präventiver Hausbesuche im Koalitionsvertrag vereinbart wurde“, wunderte sich Weidner.

Das gemeinnützige und unabhängige DIP hat seinen Sitz in Köln an der KatHO NRW. Es betreibt einen weiteren Standort an der Philosophisch-Theologischen Hochschule in Vallendar (PTHV) bei Koblenz. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat das Institut rund einhundertvierzig innovative Projekte im Bereich der Pflege-, Pflegebildungs- und Versorgungsforschung durchgeführt und zahlreiche Studien zur Situation der Pflege in Deutschland veröffentlicht.

Poseidon Expeditions: Kreuzfahrt zur Sonnenfinsternis

Kreuzfahrtschiff an einem riesigen Eisberg.
Mehr Naturerlebnis während einer Kreuzfahrt geht kaum: Die »Sea Spirit« legt im November 2021 zu einer außergewöhnlichen Expedition ab: Die Route führt über Südgeorgien, wo 100 Millionen Seevögel brüten, sich Seeelefanten, Wale und rund 400.000 Königspinguine versammeln, in Richtung Antarktis. Dabei erleben die maximal 114 Passagiere auf dem kleinsten, stets deutschsprachig geführten Expeditions-Kreuzfahrtschiff eine totale Sonnenfinsternis auf hoher See.

Kreuzfahrten führen zumeist zu Sonnenzielen – Poseidon Expeditions veröffentlicht jetzt den kompletten Gegenentwurf: Im November 2021 legt die »Sea Spirit« zu einer mehrfach spannenden Expeditions-Kreuzfahrt ab: Auf dem Fahrplan stehen nicht nur die Naturgewalten Südgeorgiens und der Antarktis, sondern auch eine totale Sonnenfinsternis auf hoher See. Für die maximal 114 Passagiere auf dem kleinsten deutschsprachig geführten Expeditionsschiff berechnet der Kapitän dabei auf der Scotiasee zwischen Südgeorgien und der Antarktis den idealen Kurs zum Erreichen der Totalität – nur hier wird das Licht der Sonne am 4. Dezember 2021 in den Morgenstunden vollständig vom Mond verdeckt.

„Diese Expeditions-Kreuzfahrt ist für sich alleine bereits eine spannende Kombination mit den Zodiac-Anlandungen auf Südgeorgien, wo 100 Millionen Seevögel brüten, sich Seeelefanten, Wale und rund 400.000 Königspinguine versammeln sowie der stets überwältigenden Antarktis,“ erklärt Jan Bryde, Expeditionsleiter und Senior Vice President bei Poseidon Expeditions. „Dazu kommt die totale Sonnenfinsternis auf hoher See, mehr Naturerlebnis während einer Expedition geht eigentlich nicht.“

Poseidon Expeditions setzt auf allen Expeditions-Kreuzfahrten eine Vielzahl an Lektoren ein: Geologen, Biologen, Polarforscher und Historiker informieren an Bord die Passagiere über die Zielgebiete. Die Reise zur Sonnenfinsternis begleitet so der US-Experte Paul Sutter. Der Astrophysiker und Naturwissenschaftler ist ein durch zahlreiche TV- und Hörfunkbeiträge bekannter Buchautor.

Termine totale Sonnenfinsternis mit der »Sea Spirit«: 20. November bis 12. Dezember 2021, ab/bis Ushuaia mit Südgeorgien, Falkland Inseln und Antarktis, ab 14.756 Euro.

Weitere Informationen: www.poseidonexpeditions.de
Telefon: 040 – 756 68 555

Foto: Jason Row Photography 2009

Mit dem Boutique-Schiff durch das spektakulärste Weinanbaugebiet der Welt

Durch ein Tal führender Fluß. Im Vordergrund Weinstöcke.

Der portugiesische Douro führt durch eines der spektakulärsten Weinanbaugebiete der Welt: Seit 2001 gehört die Weinregion Alto Douro, Heimat des weltbekannten Portweins, zum UNESCO-Welterbe. Auf einer Reise mit MS SPIRIT OF CHARTWELL dürfen Gäste sich wie Könige fühlen, denn das Schiff des Typs „nicko boutique“ durfte bereits keine geringere als Queen Elizabeth II. an Bord begrüßen. Das Interieur des Flottenneuzugangs von nicko cruises ist dem legendären Orient-Express nachempfunden. Mit nur 28 Passagieren wird die Reise über den Douro mit dem kleinen Schiff zum exklusiven und unvergesslichen Erlebnis.

Neben den einzigartigen Ausblicken an Bord des Schiffes dürfen sich die Gäste auch auf abwechslungsreiche Ausflüge mit zahlreichen kulturellen und kulinarischen Erlebnissen freuen. Die Reise beginnt und endet in Porto, das im 18. Jahrhundert dem Portwein seinen Namen gab.

Stadt Porto und im Vordergrund der Fluß Douro mit zwei Boten.
Stadt Porto und im Vordergrund der Fluß Douro.

Der Rundgang durch das malerische Städtchen führt durch die typisch engen Gassen und vorbei an jahrhundertealten Gebäuden. Von Régua aus steht der Ausflug nach Vila Real auf dem Programm – dort ließen sich zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert zahlreiche Angehörige des Adels nieder. Hauptattraktion der Stadt ist der von einem wunderschönen, parkähnlichen Garten umgebene Mateuspalast, das Herrschaftshaus des letzten Grafen von Vila Real. Während der Reise besuchen die Gäste eine traditionelle Quinta, die für die Produktion des Moscatels, einem portugiesischen Dessertwein, bekannt ist. Mit seiner goldenen Farbe und dem besonderen Geschmack, der an Orangen und Honig erinnert, zählt das Getränk zu den Spezialitäten der Region.

Von der Atlantikmündung bis zur spanischen Grenze

Landkarte

Ein weiterer Höhepunkt der Reise ist der Tagesausflug in die spanische Universitätsstadt Salamanca. Bei einem Rundgang entdecken die Gäste unter anderem die ältesten Universitätsgebäude Spaniens, eine Kathedrale aus dem 12. Jahrhundert und den Hauptplatz Plaza Mayor, auf dem früher Stierkämpfe stattfanden.

Das Rundum-Sorglos-Paket
Diese Flusskreuzfahrt punktet nicht nur mit einmaligen Erlebnissen und besonderem Ambiente, sie bietet auch Planungssicherheit: Das erlebnisreiche Ausflugspaket, das umfangreiche Getränkepaket und die An- und Abreise per Linienflug sind bereits im Reisepreis inkludiert.

Bildquelle: nicko cruises Flussreisen GmbH.

Im Auftrag des Matjes

Matjes auf Schneidebrett

Ran an den Matjes – pünktlich zum Start in die Matjes-Saison schickt NORDSEE wieder ein Team aus waschechten Ostfriesinnen mit dem Matjes-Bus quer durch Deutschland. Mit dabei – ganz viel leckeren Matjes, der bei dieser Aktion natürlich probiert werden darf.

Das Matjes-Team live erleben und köstlichen Emder Matjes genießen: am 1. und 2. Juli auf der Westernstr. 12 in Paderborn.

Auch in diesem Jahr schickt NORDSEE wieder ein Experten-Team auf Deutschland-Tour. Knapp sechs Wochen lang kommen Matjes-Fans an dreißig NORDSEE Standorten auf ihre Kosten. Freuen dürfen sich Fisch-Liebhaber auf den Emder Matjes in Öl, das Emder Rauchmatjesfilet und das Emder Pfeffer-Sahne-Matjesfilet. Wer sich zwischen diesen leckeren Matjes-Variationen nicht entscheiden kann, darf vorab probieren. Auf der Route legt das Matjes-Team mehrere tausend Kilometer zurück, um die Matjes-Saison gebührend zu feiern.

Original Emder Matjes – ein Fisch mit Tradition:

In der größten Stadt Ostfrieslands liegt die Heimat des Original Emder Matjes – in Emden. Im Traditionsunternehmen Fokken & Müller unter der Leitung von Edzard Müller und Reinhard Müller werden nur die besten Nordseeheringe verwendet. Noch heute orientiert sich das Unternehmen an der im Jahr 1579 definierten „Emder-Herings-Ordnung“, welche schon damals hohe qualitative Ansprüche an die Fangzeiten, Verarbeitung, Beschaffenheit der Fässer sowie Salzmenge stellte. Dabei verleiht das spezielle Reifeverfahren dem Emder Matjes ein besonderes Aroma. Und noch heute wird der Original Emder Matjes von Hand enthäutet, um ein Höchstmaß an Geschmack und Frische zu erzielen. Das sehr zarte Fleisch, ob klassisch im feinen Speiseöl, veredelt mit leichtem Rauchgeschmack oder mit verschiedenen Gewürzen, macht ihn bei Fisch-Fans unheimlich beliebt und gilt unter Kennern als die beste Form des Herings.

Das NORDSEE Qualitätsversprechen

NORDSEE steht seit 1896 in Deutschland für Fisch und Meeresfrüchte von höchster Qualität. Die Fischprodukte stammen ausschließlich aus quotierten Fängen. Außerdem führt NORDSEE in Filialen mit Frischfischtheken eine immer breitere Palette von Fischen sowie Schalen- und Krustentieren aus biologischer Aquakultur. Die Herkunft der Produkte ist über die NORDSEE Website transparent nachvollziehbar. Hier können FAO-Fanggebiet, Fangmethode und Art der Fischerei überprüft werden. Nachhaltigkeit ist NORDSEE in allen Unternehmensbereichen ein wichtiges Anliegen, hier setzt das Unternehmen höchste Maßstäbe an. Das gilt sowohl für die Entwicklung der Rezepturen und Gerichte als auch für das Filial-Design, die Verpackungen oder den Energieverbrauch an jedem Standort. NORDSEE verzichtet bewusst auf den Einsatz von Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen sowie genveränderten Bestandteilen. Bei der Konzeption aller Fischkreationen sind frische Ideen, Natürlichkeit und Abwechslung besonders wichtig. Für die Snacks und Tellergerichte wird ausschließlich Filetware verwendet.

NORDSEE – ein Traditionsunternehmen in Deutschland

Die NORDSEE GmbH mit Sitz in Bremerhaven wurde 1896 als „Deutsche Dampffischerei-Gesellschaft NORDSEE“ von Bremer Reedern und Kaufleuten gegründet. Heute verfügt das traditionsreiche Unternehmen über 380 Standorte und ist mit seinen Verkaufskanälen Restaurant, Snack-Shop und Meeresbuffet europaweit führender Anbieter von Fischspezialitäten. Mit insgesamt 6.000 Beschäftigten, davon 131 Auszubildende, werden bei NORDSEE jährlich mehr als 17 Mio. Kunden bedient und ein systemweiter Umsatz in Höhe von rund 334,5 Mio. Euro erwirtschaftet. Darüber hinaus ist NORDSEE geprüftes Mitglied im Deutschen Franchise-Verband und Vollmitglied im Bundesverband der Systemgastronomie. Bis heute werden mehr als 150 Filialen im In- und Ausland erfolgreich von Franchise-Partnern geführt. NORDSEE ist als Franchise-System immer auf der Suche nach geeigneten Standorten für neue Filialen und Partnern in Deutschland, Österreich sowie anderen internationalen Märkten. Franchise-Partner haben die Möglichkeit, bestehende Filialen zu übernehmen oder neue Filialen zu eröffnen.

Seit dem 1. August 2018 ist das Unternehmen offizieller Partner des größten und beliebtesten deutschen Bonusprogramms – PAYBACK.
NORDSEE – Wir sind Fisch.

Foto: NORDSEE GmbH

Raven Klaasen und Michael Venus gewinnen den Doppeltitel

Klaasen und Venus mit den Pokalen
Titelverteidiger entthront: Im Doppel-Endspiel der 27. NOVENTI OPEN besiegten Raven Klaasen (links) und Michael Venus die zweifachen Titelverteidiger Lukasz Kubot und Marcelo Melo.

HalleWestfalen. Raven Klaasen (Südafrika/ATP Doppel 9) und Michael Venus (USA/ATP Doppel 11) haben den Titel-Hattrick des polnisch-brasilianischen Duos Lukasz Kubot/Marcelo Melo (ATP-Doppel 2/4) bei den NOVENTI OPEN verhindert. Die beiden an Nummer zwei gesetzten Profis gewannen das Doppelfinale bei der 27. Auflage des ATP 500er-Turniers in HalleWestfalen mit 4:6, 6:3 und 10:4 gegen die Sieger der beiden letzten Jahre. „Ich bin gerade ein bisschen sprachlos. Das ist ein unglaublicher Erfolg für uns“, sagte Venus sichtlich gerührt bei der offiziellen Siegerzeremonie auf dem Centre Court.

Die Entscheidung für Klaasen und Venus fiel Mitte des Champions TieBreak, als sie von 3:3 auf 8:3 davon zogen und diesen Vorsprung auch ins Ziel verteidigten. „Dieses Finale war eine Werbung für die Doppelkonkurrenz“, sagte Turnierdirektor Ralf Weber, der die Finalisten gemeinsam mit Dr. Sven Jansen ehrte. Jansen, Vorstandsmitglied des Titelsponsors NOVENTI, sprach von „beeindruckenden Momenten am Finaltag, in beiden Endspielen.“ Darüber hinaus habe in der ganzen eine „herausragende Atmospäre“ in HalleWestfalen geherrscht, so Dr. Jansen.

Foto: © NOVENTI OPEN/HalleWestfalen

Roger Federer gewinnt gegen David Goffin

Federer mit Pokal

HalleWestfalen. Roger Federer hat sich mit einem neuen historischen Rekord erneut zum Rasenkönig beim ATP 500er-Turnier in HalleWestfalen gekürt: Der 37-jährige Schweizer Weltstar gewann am Sonntag die 27. NOVENTI OPEN durch einen 7:6 (7:2), 6:1-Sieg gegen den starken belgischen Herausforderer David Goffin und stieß in bisher unerreichtes Terrain vor. „Es ist ein emotionaler, berührender Moment, ein Supergefühl auch. Ich hätte nie gedacht, dass ich hier jemals so oft und so lange siegen würde“, sagte der Weltranglisten-Dritte, der zum ersten Mal in seiner Karriere nun mindestens zehn Mal bei einem einzigen Turnier gewonnen hat.

Federer ist neben seinem langjährigen Weggefährten Rafael Nadal überhaupt der einzige Spieler in der modernen Tennisgeschichte, der bei einem Event zweistellige Erfolgs-Zahlen aufweisen kann. Es ist für den Maestro der nächste Meilenstein-Moment in dieser Saison – nach dem 100. Laufbahntitel Anfang März in Dubai. Federer schaffte Halle-Titel zehn sozusagen im zweiten Anlauf, 2018 war er im Titelmatch am jungen Kroaten Borna Coric gescheitert. „Es war eine großartige Turnierwoche. Es waren immer wieder harte, dramatische Matches dabei, die mich intensiv gefordert haben“, sagte Federer, dessen aktuelle Gewinn-Verlustrechnung nach siebzehn Turnierteilnahmen in Ostwestfalen 68:7 lautet. Federers zehnter Titelcoup geht schon jetzt als einer der größten Momente in die Turniergeschichte ein. „Es ist ein riesiger Augenblick für mich“, so Federer selbst. Turnierdirektor Ralf Weber würdigte Federer nach der historischen Partie als „die prägende Persönlichkeit des Turniers“: „Es ist wunderschön, dass Roger sich diesen Traum vom zehnten Sieg bei uns erfüllen konnte.“

Auch für Federers Gegner Goffin war es ein mutmachendes Gastspiel bei Deutschlands bedeutendstem Tenniswettbewerb. Der 28-jährige Wallone, der gerade in der letzten Saison immer wieder mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, machte in HalleWestfalen bei seinem Comeback in der Weltspitze wieder einen Schritt nach vorn. „Roger war bei den wichtigen Punkten wieder einmal zur Stelle. Er ist nicht umsonst der Rekordchampion hier“, sagte Goffin. „Aber ich fühle mich auch gestärkt durch die Spiele der letzten Tage.“ Laut der Spielerorganisation ATP wird Goffin in der neuen, am Montag veröffentlichten Weltrangliste wieder unter die Top 25 aufrücken.

Vorentscheidend für Federers achten Sieg im neunten Vergleich mit Goffin war der gewonnene Tiebreak des ersten Satzes, den Federer überlegen mit 7:2 für sich entschied. Es war ein typischer Federer-Augenblick, für den Mann, dessen Brillanz und Coolness sich oft bei den sogenannten Big Points zeigt. Nach dem Auftaktdurchgang wirkte Federer noch einmal von zusätzlichem Selbstbewusstsein und zupackender Energie erfüllt – und Goffin auf der anderen Seite des Netzes etwas angeschlagen. Gleich zu Beginn des zweiten Satzes gelang Federer das allererste Aufschlagbreak zum 1:0, es folgte ein weiteres Break zum 4:1 und schließlich jenes zum 6:1-Matchgewinn.

Roger Federer würdigte in seiner Siegeransprache noch einmal seinen Gegner David Goffin: „Ich bin ein großer Fan seines Spiels, er ist ein toller Mensch, ein fairer Typ. Ich wünsche ihm, dass er bald in die Top Ten zurückkehrt.“ Goffin gab die Komplimente zurück: „Ich gratuliere Roger zu diesem Sieg. Er ist einfach unfassbar gut auf Gras, der beste Rasenspieler, den es je gegeben hat.“ Rekordchampion Federer dankte überdies der Familie Weber für die „unglaubliche Aufbauleistung“ in den letzten mehr als zweieinhalb Jahrzehnten und die „tolle persönliche Zusammenarbeit mit Ralf Weber“: „Der Tennissport kann sich glücklich schätzen, dass er ein solches Turnier hat, auch solch eine begeisternde Atmosphäre bei den Matches.“ Federer und Goffin hatten bei der Siegerehrung auch für erinnerungswürdige Momente bei den Ballkindern gesorgt, denen sie sozusagen stellvertretend für das gesamte Turnier mit einer Medaille für ihre Arbeit dankten: „Ich weiß, wie ihr euch jetzt fühlt. So habe ich mich auch gefühlt, als ich zwei Jahre Balljunge beim Turnier in Basel war“, sagte Federer.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet gratulierte beiden Finalisten zu einem „beeindruckenden, hochklassigen Spiel“. Laschet würdigte das ATP 500er-Turnier als eine der größten regulären Sportveranstaltungen in dem Bundesland, in Deutschland und in der Tenniswelt: „Unser Dank gilt an dieser Stelle besonders den Initiatoren, die dafür gesorgt haben, dass wir ein solch hochkarätiges Turnier in Nordrhein-Westfalen haben. NRW ist das Sportland Nummer eins.“ Bereits vor dem Finalspiel hatte Laschet erklärt: „Noventi Open in Halle, das heißt: Großartiger Sport und Spielerpersönlichkeiten, deren Faszination ansteckend ist. Weltklasse-Tennis in Ostwestfalen-Lippe, ein Großereignis im Sportland Nordrhein-Westfalen.“

Der Vorstandsvorsitzende des neuen Titelsponsors NOVENTI, Dr. Hermann Sommer, sagte während der Siegerehrung: „Ich bin sprachlos, welch tolle Veranstaltung dies ist. Und ich bedauere, dass ich erst heute zum Turnier kommen konnte.“ Er erläuterte noch einmal die Ursprünge des in München angesiedelten Unternehmens und dessen heutige Rolle als größter Gesundheitsdienstleister in Deutschland: „Ich hoffe, dass wir die Öffentlichkeit weiter von unseren guten Ideen überzeugen können.“

Foto: © NOVENTI OPEN/HalleWestfalen

Nur Sieger und Gewinner in Hildesheim

Gruppenfoto auf der Bühne

KJF. Am Samstagabend wurden im Thega Filmpalast in Hildesheim die insgesamt 30 Wettbewerbspreise (10 Hauptpreise, 20 Auszeichnungen) zu den Wettbewerben Deutscher Jugendfilmpreis und Deutscher Generationenfilmpreis vergeben. Im Rahmen des Bundes.Festival.Film. fanden die beiden bundesweit ausgetragenen Filmwettbewerbe damit ihren glanzvollen Höhepunkt in beeindruckender Kino-Kulisse. Die Veranstaltung für jüngere und ältere Filmschaffende gehört zu den größten und bedeutendsten Veranstaltungen ihrer Art in Deutschland.

Grußworte und Glückwünsche

In seinem Grußwort hatte Peter Joseph, Leiter des Referats Jugend und Bildung im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den einzigartigen Charakter des Festivals hervorgehoben, der sich vor allem im Bestreben widerspiegele, die Entwicklung junger Menschen zu verantwortungsbewussten, emanzipierten und teamfähigen Persönlichkeiten zu begleiten und zu fördern.

„Die Summer der Filme, die ich während der drei Festivaltage gesehen habe, ist ein wahrer Schatz im Hinblick darauf, wie wir die Anliegen junger Menschen kennenlernen und danach handeln“, so Joseph. Sein Ministerium fördere seit über 30 Jahren die Filmwettbewerbe, weil damit drei Begriffe untrennbar verbunden seien: Begeisterung, Begegnung und am Ende vielleicht sogar ein eigenständiger Berufsweg.

Dirk Schröder, Leiter der Abteilung Migration und Generationen im Niedersächsischen Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung, freute sich, dass mit dem Bundes.Festival.Film. abermals bewiesen worden sei, dass in Hildesheim die Kultur zu Hause ist.
„Die Stadt hat in den beiden Jahren, in denen das Festival hier gastierte, neue Impulse für die eigene filmkulturelle und medienpädagogische Arbeit erhalten.“ Medienkompetenz sei, so Schröder, eine der zentralen Qualifikationen der Zukunft. Seinen Dank richtete er deshalb an das Deutsche Kinder- und Jugendfilmzentrum als Veranstalter und die Partner vor Ort – die Stiftung Universität Hildesheim sowie die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst.

Das Besondere am Bundes.Festival.Film. ist die Verbindung von jugendlichen Filmteams mit älteren Filmemacherinnen und Filmemachern. Insbesondere im Wettbewerb Deutscher Generationenfilmpreis arbeiten Teams generationenübergreifend zusammen an Themen, die für beide Altersgruppen von Relevanz sind. Die eingereichten Filme bilden regelmäßig die ganze Bandbreite jugendkultureller und gesellschaftspolitischer Themen ab. Während des dreitägigen Festivals wurden in Hildesheim die 44 besten von insgesamt 767 eingereichten Filmen dieses Jahrgangs präsentiert und prämiert. Rund 300 Festivalgäste zeigten sich beeindruckt von der Kreativität und thematischen Vielfalt, die die Filmemacher und Filmemacherinnen in ihren Produktionen gezeigt hatten.

Hochkarätige Filmexpertinnen geben wertvolle Tipps

Das Bundes.Festival.Film. war am Freitagnachmittag gestartet. Höhepunkt war die feierliche Preisverleihung im Thega Filmpalast. Zudem wurden den Teilnehmenden in insgesamt drei Gesprächspanels wertvolle Einblicke und Anregungen zu verschiedenen Aspekten des Filmemachens vermittelt. Alle Screenings und die Panels waren öffentlich und kostenfrei zugänglich. Thomas Hartmann, Leiter des Bundes.Festival.Film., zeigte sich in seinem Resümee begeistert von der Zusammenarbeit mit den Partnern vor Ort: „Zwei wunderbare Festivaljahre liegen hinter uns und Hildesheim hat sich als perfekter Gastgeber für das Bundes.Festival.Film. erwiesen.

In Kooperation mit der Universität und der HAWK ist die Stadt ihrem Ruf als Kultur- und Medienstadt mehr als gerecht geworden. Uns als Veranstaltern wird Hildesheim in bester Erinnerung bleiben. Mein Dank geht an unsere Partner vor Ort, die diese beiden großartigen Festivals ermöglicht haben. Wir hoffen, dass wir mit der Veranstaltung einen Impuls für die weitere Filmarbeit geben konnten.“

Das Bundes.Festival.Film. – als Wanderfestival konzipiert – wird 2020 weiterziehen und dann in Wuppertal gastieren.

Publikumspreis vergeben

Neben den 30 Jurypreisen waren die Festivalgäste aufgerufen, ihren Favoriten aus allen Filmbeiträgen des Veranstaltungswochenendes zu wählen und einen Publikumspreis zu vergeben. Die Wahl fiel auf: „Two tracks“ von Oldřich Justa aus Berlin.

Informationen zu allen Preisträgerinnen und Preisträgern unter: www.bundesfestival.de

Foto: Deutsches Kinder- und Jugendfilmzentrum (KJF) , Katrin Chodor

Tolle Partynacht bei der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber

Models auf Laufsteg.
Bei der Fashion Show wurden die neuesten Kollektionen von GERRY WEBER, TAIFUN, SAMOON und HALLHUBER gezeigt.

HalleWestfalen. Auf der Bühne der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber hatte Moderatorin Franziska Schenk gerade auf Englisch mit Finalist David Goffin parliert, da machte die ehemalige Weltklasse-Eisschnellläuferin gleich in der offiziellen Tennissprache mit Roger Federer weiter. Der Rekordchampion des ATP 500er-Turniers hörte sich die an ihn gerichtete Frage geduldig an, bevor er grinsend antwortete: „Ich denke, ich kann hier Deutsch sprechen. Zum Verstehen ist mein Deutsch gerade gut genug“, sagte der 37-jährige Weltstar aus der Schweiz unter dem vergnügten Applaus der Gäste im exklusiven VIP-Bereich. Man sah: Federer rettet eben auch andere mit höchster Eleganz aus bedrängter Lage – mit dem ihm eigenen Charme.

Tolle Partynacht bei der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber
Gemeinsamer Auftritt vor dem Finale der 27. NOVENTI OPEN: Turnierdirektor Ralf Weber (Mitte) mit den Finalisten David Goffin (links) und Roger Federer.

Wieder einmal stand der „Maestro“ am Vorabend des Titelmatches bei der Fashion Night Rede und Antwort, es war sein 13. Auftritt vor dem – logisch – 13. Endspiel bei einem seiner erklärten Lieblingsturniere auf der ATP Tour. „Es ist unglaublich“, sagte Federer, „das hätte ich mir nie träumen lassen, als ich hier 2000 das erste Mal spielte.“ Federer gab auch das allgemeine Empfinden nach dieser Turnierwoche bei den 27. NOVENTI OPEN wieder: „Das war ein tolles Erlebnis. Superwetter. Supermatches.“ Und wie ist seine Ausdauer zu erklären, sein Weltklasse-Status nach mehr als zwei Jahrzehnten auf der knüppelharten Tennistour? „Es geht nur, wenn man mit Freude und Leidenschaft jeden Tag zum Training oder auf den Centre Court geht.“ Zum Finalmatch gegen Belgiens Flitzer David Goffin (ATP 33) sagte der Weltranglisten-Dritte: „Es wird eine ganz schwere Nummer. David ist einer der Spieler mit den schnellsten Beinen. Mit einem guten Auge und starkem Kampfgeist.“

Den zehnten Titelgewinn in Halle, den persönlichen Pokalrekord für Federer, kann tatsächlich nur noch der wendige, drahtige 28-jährige Wallone Goffin verhindern. Der frühere Top Ten-Spieler, der sich nach viel Verletzungspech in der jüngeren Vergangenheit wieder in die engere Spitze seines Sports vorzuspielen scheint, sagte auf der Fashion Night-Bühne: „Ich mag selbst sehr gerne, Roger zuzuschauen. Aber im Finale muss ich auf mich gucken, auf mein Spiel. Ich brauche hundertprozentige Konzentration. Und wenige Fehler.“

Turnierdirektor Ralf Weber zog während der sportlichen Plauderrunde ein „außerordentlich positives“ Fazit der 27. NOVENTI OPEN: „Das war eins der besten Turniere in der Geschichte. Die Zuschauer haben tolle Spiele gesehen, spannende und dramatische Entscheidungen. Es war eine wunderbare Atmosphäre zu spüren, richtige Festtagsstimmung. An den letzten Tagen war es jedes Mal eine große Freude, auf dem vollgepackten Centre Court zu sitzen.“ Zum bevorstehenden Finale sagte Weber: „Es ist toll, wie Roger sich wieder durchgesetzt hat bis ins Endspielmatch. Ich ziehe auch den Hut vor David, welche Leistungen er in den letzten Tagen gezeigt hat. Das wird sicher noch einmal eine spannende Angelegenheit.“

Bei der traditionellen Tombola wurde während der Fashion Night für zwei Projekte gesammelt: Für die Kinderklinik des Evangelischen Klinikums Bethel und den Förderverein Good Hope. Eine 10.000-Euro-Spende an die Kinderklinik war bereits zu Beginn der NOVENTI OPEN von Turnierdirektor Ralf Weber in Bielefeld übergeben worden. Als Glücksbringer bei der Ziehung der Hauptpreise fungierte der Turniersieger des Jahres 2000, Nicolas Kiefer.

Tolle Partynacht bei der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber
Musikalischer Top Act: Musikproduzent Mousse T. und Emma Lanford.

1.500 Zuschauer im ausverkauften VIP-Bereich erlebten eine tolle Partynacht zur 27. Auflage des Topturniers. Bei der traditionellen Fashion Show wurden die Kollektionen der kommenden Herbst-/Wintersaison von SAMOON, TAIFUN, GERRY WEBER und HALLHUBER gezeigt. Vor Mitternacht heizte Mousse T. gemeinsam mit Emma Lanford bei seinem Auftritt ordentlich ein, der Hannoveraner Musikproduzent zeichnet auch für den 2019er-Turniersong „Where Is The Love“ verantwortlich. Für Begeisterung sorgte auch eine Hula Hoop Performance mit Mila Roulija. Viele Gäste feierten später im „Club500“ weiter, der stylishen Location im VIP-Bereich – dort gab es bis in die frühen Morgenstunden coolen Sound.

Tolle Partynacht bei der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber
Zu Gast bei der NOVENTI OPEN Fashion Night presented by Gerry Weber: NOVENTI-Vorstand Dr. Sven Jansen (rechts) mit Ehefrau Janina (2.v.r.), NOVENTI-Bereichsvorstand Marketing Dr. Silvio Kusche (links) und Susanne Hausmann, Geschäftsführerin NOVENTI Healthcare GmbH.

Foto: © NOVENTI OPEN/HalleWestfalen

Roger Federer trifft im 13. Halle-Endspiel auf David Goffin

Federer
Rekordsieger Roger Federer unternimmt im Endspiel am Sonntag einen erneuten Anlauf auf den zehnten Turniersieg bei einem seiner erklärten Lieblingsturniere auf der ATP Tour.

HalleWestfalen. Rekordchampion Roger Federer wird in seinem 13. Endspiel beim ATP 500er-Turnier in HalleWestfalen (13 Uhr/ZDF) von Belgiens wieselflinkem Flitzer David Goffin (ATP 33) herausgefordert. „Ich bin glücklich und erleichtert, dass ich wieder das Finale erreicht habe. Es war insgesamt ein hartes Stück Arbeit in den letzten Tagen. Ich freue mich einfach, dass es so gut läuft in dieser Woche“, sagte Federer nach seinem 6:3, 6:3-Halbfinalsieg gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert (ATP 43) auf dem vollgepackten Centre Court.

Goffin schlug zuvor in der ersten Vorschlussrunden-Partie der 27. NOVENTI OPEN den Italiener Matteo Berrettini (ATP 21) mit 7:6 (7:4) und 6:3, Berrettini war mit der Empfehlung des Sieges beim Rasenturnier in Stuttgart nach HalleWestfalen gekommen. Für den 20-maligen Grand Slam-Champion Federer besteht aufs Neue die Chance, erstmals bei einem Turnier den zehnten Pokalgewinn zu vollenden. Im Vorjahr war der Tennis-Ästhet im Finale am Kroaten Borna Coric gescheitert.

Federer führt gegen Goffin im persönlichen Vergleich mit 7:1, auch auf dem Tennis-Grün in Ostwestfalen sind sich der 37-jährige Schweizer Weltstar und der 28-jährige Wallone schon einmal begegnet – Federer gewann 2016 im Viertelfinale mit 6:1 und 7:6 (12:10). „Es ist immer etwas Besonderes, gegen Roger anzutreten. Ich muss am absoluten Limit spielen“, sagte Goffin. „Ich gehe natürlich mit aller Entschlossenheit raus auf den Centre Court. Ich werde alles geben, um zu gewinnen.“

Federers Partie gegen Herbert war schon vor dem ersten Ballwechsel eine Nachricht wert, denn beide Profis hatten zuvor noch nie gegeneinander gespielt. Herbert war nun der 337. Gegner in der über zwei Jahrzehnte währenden Karriere des „Maestro“, ein Mann, der wie Federer auch schon einen Karriere-Grand Slam in seinem Arbeitszeugnis stehen hatte – im Doppel, wohlgemerkt. Gegen den Solisten Federer, den vielfach ausgezeichneten Rasen-Meister, kam Herbert allerdings nicht ernsthaft in Reichweite eines Erfolgs. Schnell lag Federer bei seinem 67. Sieg im 74. Match in HalleWestfalen mit 3:0 in Front, und diesen Vorsprung verteidigte er auch bis zum 6:3-Satzgewinn nach genau einer halben Stunde. Im zweiten Satz hielt Herbert bis zum 3:3 auf Augenhöhe mit, doch dann nutzte Federer den vorentscheidenden Breakball zum 4:3. Auf dem Weg ins Endspiel kam er danach nicht mehr in Gefahr und verwertete gleich den ersten Matchball nach 63 Minuten.

Goffin hatte die Siegesserie von Shootingstar Matteo Berrettini auf schnellen Beinen und mit teils atemraubenden Returnschlägen beendet: „Das ist der Lohn für die richtig harte Arbeit in den letzten Monaten“, sagte der 28-Jährige. „Endlich stehe ich wieder in einem Endspiel.“ Sein vorerst letztes Finale hatte Goffin Ende 2017 erreicht, bei den ATP Tour Finals verlor er damals im Titelmatch gegen den Bulgaren Grigor Dimitrov.

Auf dem Weg ins damalige Endspiel besiegte er in der Vorschlussrunde Federer überraschend in drei Sätzen – nach einem 0:1-Satzrückstand.

Goffin hatte im letzten Tennisjahr auch deshalb an Boden in der engeren Weltspitze verloren, weil er früh in der Saison an einer Augenverletzung laborierte und zum Ende der Spielzeit wieder von einer Ellbogenverletzung zurückgeworfen wurde. Während der Turnierwoche zeigte Goffin allerdings sein ganzes Potenzial und machte seinem Spitznamen „Speedy“ alle Ehre. Auch Alexander Zverev bekam im Viertelfinalduell Goffins Zähigkeit und Wendigkeit zu spüren, am Ende der Partie war der Belgier schlicht der bessere Akteur. „Er ist ein Weltklassespieler, ein früherer Top Ten-Mann. Und er zeigt hier seine echte Klasse“, sagte Zverev später.

Fotos: © NOVENTI OPEN_KET/HalleWestfalen

Goldene Konfettischlangen und Electropop

Gruppe Glasperlenspiel

Glasperlenspiel standen am Family Day bei den 27. Noventi Open in Halle/Westfalen auf der Showbühne. Längst sind sie keine Unbekannten mehr und haben sich sehr in den letzten Jahren gemausert. Musiktechnisch reifer geworden und erfahrener so steht das Paar mit ihrer Band auf der Bühne. Laser, tanzende Silhouetten und eine starke Frontfrau Caro.

Einige der Fans aus der ersten Reihe warteten schon seit Stunden, um ganz vorne mit dabei zu sein. Konfettifeuerwerk fegt über das Publikum hinweg, gerade ist ein sehr spannendes Spiel für Roger Federer gegen einen kampfstarken Jo-Wilfried Tsonga zu Ende gegangen. Der neunmalige Sieger des Haller Turnieres, hatte zu Kämpfen und entschied das Match dennoch für sich.

Glasperlenspiel heizten den Zuschauern kräftig ein. Eine raffinierte Lichtshow mit tollen Effekten und Frontfrau Caro in langen schwarzen figurbetonten Hosen eröffnete den musikalischen Abend.

Glasperlenspiel, das sind Carolin Niemczyk und Daniel Grunenberg . Das Electro-Pop Duo besteht bereits seit 2003. Der Durchbruch gelang im Jahr 2011 mit der Single „Echt“. Vor der Show verrieten die beiden, dass sie gerne auf Open-Airs und Festivals auftreten.

Privat pendeln sie zwischen Berlin und dem Bodensee. Sie sind gerne zu Hause, dennoch betonte gerade Caro, dass sie nach einer Woche zu Hause auch gerne wieder die Koffer packt und los möchte. „Es ist sehr cool als Paar zusammenzuarbeiten“, so Daniel vor der Show im Interview. Vor der Bandgründung hätte er es sich nicht vorstellen können, dass es klappt, aber es klappt. Sehr gut sogar. Für Caro ist Musik: Liebe, Gefühl und Leben. Sie ergänzen sich eben perfekt.

Grunenberg als gelernter Mediengestalter für Bild und Ton ist bei Glasperlenspiel für die visuellen Effekte zuständig. Caro das Aushängeschild des Duos. Sie liefern die Titel-Melodie zur RTL-Soap „Gute Zeiten – schlechte Zeiten“, letztes Jahr saß Caro mit Dieter Bohlen am Jury-Pult der Jubiläumsstaffel von DSDS und kürzlich war sie Taufpatin der Neuauflage des Kreuzfahrtschiffs Mein Schiff 2 in Lissabon. Es geht steil bergauf. Vielleicht klappt dann auch mal ein Treffen mit der Queen; ein Wunsch von Daniel.

An diesem Abend spielten sie den besten Mix aus ihren vier bereits erschienen Studioalben. Natürlich hatten sie für die Fans besondere Gimmicks eingebaut. Im nächsten Jahr möchte sich Caro einen persönlichen Traum erfüllen. Dann soll es nach Australien gehen, bestimmt fährt Daniel mit.

Fotos: by Ida

Lukasz Kubot und Marcelo Melo erspielen sich Chance auf Titel-Hattrick bei den NOVENTI OPEN

Marcelo Melo und Lukasz Kubot
Marcelo Melo und Lukasz Kubot stehen im dritten Jahr infolge im Doppel-Endspiel in HalleWestfalen.

HalleWestfalen. Lukasz Kubot und Marcelo Melo (ATP Doppel 2/4) haben sich die Chance auf den Titel-Hattrick bei den NOVENTI OPEN erspielt. Das polnisch-brasilianische Duo, an Nummer eins gesetzt, löste mit einem 6:4, 6:4-Halbfinalsieg über Ben McLachlan (Japan/ATP Doppel 35)/Jan-Lennard Struff (Deutschland/ATP Doppel 41) am Samstagabend zum dritten Mal hintereinander das Ticket ins Doppelendspiel des ATP 500er-Turnier ins HalleWestfalen.

Im Finale der 27. Turnierauflage kommt es nun am Sonntag (nicht vor 15.30 Uhr) zum Duell der beiden topgesetzten Pärchen – bereits am Freitag hatten sich der Südafrikaner Raven Klaasen (ATP Doppel 9) und Michael Venus (USA/ATP 11) im anderen Halbfinale gegen Nikola Mektic/Franko Skugor durchgesetzt. Kubot und Melo holten sich den Siegerpokal in den Jahren 2017 und 2018 jeweils in dramatischen Finals gegen die Zverev-Brüder Alexander und Mischa.

Die Preise sind im Internetportal der NOVENTI OPEN nachzulesen. Der Erwerb von Eintrittskarten ist sowohl unter der Tickethotline (05201) 81 80 als auch im Internet unter www.noventi-open.de und bei allen eventim-Vorverkaufsstellen möglich. Das TICKET CENTER ist via Email unter karten@gerryweber-world.de zu erreichen und hat die Anschrift: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen) in 33790 HalleWestfalen.

Foto: © NOVENTI OPEN_KET/HalleWestfalen

Turnierdirektor Ralf Weber zieht Bilanz der 27. NOVENTI OPEN

Ralf Weber
Turnierdirektor Ralf Weber zog ein positives Fazit der 27. NOVENTI OPEN und betonte die internationale Ausstrahlung sowie Attraktivität von Deutschlands größtem ATP-Tennisturnier im GERRY WEBER STADION.

HalleWestfalen. Turnierdirektor Ralf Weber hat die 27. NOVENTI OPEN als einen der „sportlich stärksten Wettbewerbe“ der Turniergeschichte bezeichnet: „Wir haben Tag für Tag dramatisches, spannendes Weltklassetennis erlebt, das die Zuschauer von den Sitzen gerissen hat“, sagte Weber in der Bilanzpressekonferenz des ATP 500er-Turniers am Samstagmittag. Den Einstieg des Münchner Gesundheitsdienstleisters NOVENTI bezeichnete der Turnierdirektor „als zukunftsweisendes Aufbruchssignal“, die notwendigen Umrüstungsarbeiten in buchstäblich letzter Minute seien mit einem „wahren Kraftakt“ gestemmt worden.

Es habe zu „keinem Zeitpunkt“ eine Überlegung gegeben, die Turnierlizenz zu verkaufen“, sagte Weber: „Wir haben aber festgestellt, wie begehrt weltweit das Turnier ist. Es gab viele Anfragen wegen der Lizenz, von großen Unternehmen, von anderen Staaten sogar. Aber wir wollen und werden hier in den nächsten Jahrzehnten weiter selbst unsere Turniergeschichte erfolgreich fortschreiben.“ Über die genauen Modalitäten der Partnerschaft mit NOVENTI und ein eventuell fortgesetztes Engagement als Titelsponsor werde man „nach dem Sommer“ sprechen: „Wir werden das sorgfältig diskutieren und uns die nötige Zeit für diese Entscheidungen nehmen.“ Turnierchef Weber dankte auch den langjährigen Partnern gerade aus der heimischen Region, die dem ATP 500er-Wettbewerb die Treue gehalten und die Zusammenarbeit teils sogar ausgeweitet hätten: „Das ist ein großer Vertrauensbeweis für uns.“

Dr. Sven Jansen, Mitglied des Vorstands von NOVENTI, erklärte während der Pressekonferenz, Kunden und Geschäftspartner des Unternehmens seien „begeistert“ über die Partnerschaft mit einem der renommiertesten nationalen Sportevents: „Wir haben auch hier auf der Turnieranlage schon viele Menschen erlebt, die uns an den Ständen einfach Dankeschön gesagt und uns zu der Kooperation beglückwünscht haben. Die Reaktionen waren durchweg positiv.“ Das Turnier sei eine ideale Plattform, um den Namen NOVENTI stärker in der Öffentlichkeit zu verankern und gleichzeitig das Thema Gesundheit und Sport zu vertiefen. „Diese Zusammenarbeit passt inhaltlich ganz genau. Wir sind froh, dass wir diesen Vertrag jetzt abschließen konnten. Es war ein schöner Zufall“, sagte Dr. Jansen. Man wisse, dass etwa 80 Prozent der Kunden selbst Tennis spielten, so Dr. Jansen. „Auch deshalb ist die Partnerschaft nun in jedem Fall ein starkes Doppel.“ Auch der NOVENTI-Vorstand würdigte die Anstrengungen des Turniers, noch alle notwendigen Arbeiten in einem fulminanten Schlussspurt fertigzustellen: „Ich glaube, das einzige, was nicht umgebrandet wurde, waren die Regenjacken der Greenkeeper.“

Turnierdirektor Ralf Weber würdigte auch die „sommerlich-heitere Stimmung“ an den letzten Turniertagen: „Es war einfach ein tolles Gesamterlebnis für unsere Besucher, mit wunderbarem Tennis und vielen Entertainment-Höhepunkten.“ Der Besucheransturm in HalleWestfalen sei „ungebrochen hoch“, für die wenigen, eigens zurückgehaltenen Resttickets hätten die Fans jeweils schon morgens um sieben Uhr an den Kassenhäuschen angestanden: „So etwas habe ich auch noch nicht erlebt.“ Schon jetzt seien über 5.000 Tickets für die Turnierauflage 2020 verkauft, sagte Weber. „Wir können nur jedem Fan raten, sich frühzeitig die Tickets im Vorverkauf zu sichern.“

Bei den Spielern sei das Turnier beliebt „wie kaum ein anderes“, erklärte Weber. „Wir sind wirklich eine Wohlfühloase, auch für die Familien, die oft mit zum Turnier nach Halle kommen.“ Viele Profis nutzten über ihre Turnierpräsenz hinaus HalleWestfalen noch als Trainingsstandort, mit sechs Trainingscourts biete man „optimale Möglichkeiten.“ Zu den sportlichen Weichenstellungen sagte Weber: „Für das nächste Jahr zeichnet sich ab, dass wir auf jeden Fall schon vier Top Ten-Spieler im Hauptfeld haben. Mit Roger Federer, Alexander Zverev, Kei Nishikori und Karen Khachanov. Wir sind auch in Gesprächen mit Dominic Thiem über seinen Start. Es wird in jedem Fall wieder eine Weltklassebesetzung.“ Der Turnierdirektor ging auch noch einmal auf das erste Wochenende ein, an dem die „schauinsland reisen-Champions Trophy“ die Zuschauer faszinierte: „Dieses Format kommt einfach gut an. Wir denken darüber nach, diesen Showkampf wieder auf zwei Tage auszuweiten.“

Turnierdirektor Weber bekräftigte genauso wie NOVENTI-Vorstandsmitglied Dr. Jansen die Absicht, auf dem Weg zur Klimaneutralität weitere „kraftvolle Schritte zu unternehmen“. „Vielleicht können wir auch bei dieser Thematik, wie bei anderen Projekten zuvor, ein Vorreiter sein. Wir geben hier keine Lippenbekenntnisse ab, wir werden handeln.“ Erste Ziele habe man schon bei diesem Turnier kurzfristig realisieren können, sagte Dr. Jansen, etwa den Einsatz von Mehrweg- statt Plastikbechern: „Wir wollen uns auch dafür stark machen, den Papierverbrauch weiter zu reduzieren. Dieses Thema ist bei uns im Unternehmen schon stark verankert.“

Foto: ©NOVENTI OPEN/HalleWestfalen