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Rotes Käppchen, blauer Bart – Märchenhafte Farben und Experimente

Plakat

Am 13.11.2019 eröffnet die GRIMMWELT Kassel ihre neue Sonderausstellung: Farben faszinieren das Auge des Betrachters. Ebenso faszinierend ist ihre symbolische und kulturhistorische Bedeutung, die sich oft über Jahrhunderte hinweg entwickelte und sich auch in Märchen findet. Ob bei den Brüdern Grimm, Hans Christian Andersen oder Johann Wolfgang von Goethe: Farben werden nicht zufällig gesetzt, sondern haben eine tiefere Bedeutung. Gold steht für Reichtum und Vollkommenheit, Weiß für das Göttliche, das Erhabene, Schwarz dagegen symbolisiert meist Tod und Teufel.

Im 19. Jahrhundert wurden bahnbrechende naturwissenschaftliche Entdeckungen rund um die Physik der Farben und das menschliche Sehen gemacht, und gleichzeitig wurden prominente Märchensammlungen wie die der Brüder Grimm publiziert. Das Zusammentreffen von Forschung und Phantasie nimmt die GRIMMWELT Kassel zum Anlass, um der Bedeutung von Farben im Märchen nachzugehen: Warum trägt Rotkäppchen ausgerechnet Rot, und weshalb wirkt ein blauer Bart befremdlich? Beeindruckende historische Märchenbilder und -bücher in Kombination mit Experimenten der damaligen Zeit garantieren eine kurzweilige Entdeckungsreise für Erwachsene und Kinder in ein bisher wenig untersuchtes Thema.

Begleitpublikation

Rotes Käppchen, blauer Bart – Farben im Märchen
Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH (Stuttgart)
Auflage: 2.000 Exemplare
Preis: 28,00 €
Umfang: ca. 120 Seiten
Sprachen: Englisch und Deutsch (zweispaltig)
Erscheint im Oktober 2019
Zur Begleitpublikation der Ausstellung: https://www.grimmwelt.de/programm/publikationen/

Buchpräsentation

Do., 31.10. | 19.00 Uhr | Buchpräsentation
Rotes Käppchen, blauer Bart – Farben im Märchen
Anlässlich der neuen Sonderausstellung »Rotes Käppchen, blauer Bart – Märchenhafte Farben und Experimente« nimmt ein Begleitbuch das faszinierende Thema unter die Lupe. Warum trägt Rotkäppchen ausgerechnet die Farbe Rot? Und symbolisiert Schneewittchens weiße Haut Reinheit und Unschuld? Peter Stohler und Dr. Sabine Schimma, GRIMMWELT Kassel, präsentieren das Buch, das diesen und anderen spannenden Fragen Farbe für Farbe in interessanten Interviews nachgeht. Alle als Märchenwesen verkleideten Besucher erhalten freien Eintritt.
Eintritt: 5 €, erm. 3 €

Vom Land des Feuers

Gruppenfoto

Lemgo. Kennen Sie Aserbaidschan? Wo genau liegt das Land eigentlich und was macht seinen Reiz aus? Das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake lädt alle Interessierten am Samstag, 28. September, um 19 Uhr zu einer musikalischen Reise ins „Land des Feuers“ ein. Denn nicht nur der Titel des Konzertabends lautet so, sondern auch die Übersetzung der im Südkaukasus gelegenen Republik. Überall lodern dort kleine Flammen aus dem Boden, weil direkt unter der Erdkruste gewaltige Öl- und Gasvorkommen liegen. Kein Wunder, dass sich das Feuer thematisch wie ein roter Faden durch das Programm zieht. Es spielt das interkulturelle Ensemble „Bridge of Sound“ unter der Leitung der in Detmold lebenden Komponistin und Musikwissenschaftlerin Dr. Khadija Zeynalova. Freuen kann man sich auch auf landestypische Köstlichkeiten und Getränke.

Doch warum findet sich dieses spezielle Konzert auf dem Spielplan des Museums wieder? „Es passt einfach perfekt zu unserer aktuellen Sonderausstellung“, verrät Museumsdirektorin Dr. Vera Lüpkes. Schon der berühmte Lemgoer Engelbert Kaempfer durchquerte auf seiner Fahrt nach Japan das „Land des Feuers“ und war überaus fasziniert – auch von der Musik. Was genau er sah, wen er traf, was er erforschte, zeigt die aktuelle Sonderausstellung „Exotische Welten – Unterwegs mit Forschern, Künstlern und Entdeckern“.

Passend zum Konzert dürfen sich die Besucher auch die Sonderausstellung ansehen. Dort sind spannende Objekte ausgestellt wie beispielsweise der original Reisebericht von Engelbert Kaempfer, eine magische Maske, ein Kugelfisch, zwei Paradiesvögel, ein Gürteltier, ein Walrossschädel und vieles mehr. Der Ausstellungsbesuch ist im Eintrittspreis inbegriffen. An diesem Abend ergänzen sich bildende Kunst und Musik auf besondere Art und Weise.

Die aserbaidschanische Volksmusik ist sehr reich an Genres und Formen. Dementsprechend besteht der erste Teil des Konzertabends aus der so genannten Mugam-Musik mit traditionellen Musikinstrumenten aus Aserbaidschan. Freuen kann man sich zwischen den einzelnen Stücken auch immer wieder auf spannende Hintergrundinformationen zu Musik, Land und Leuten.

Im zweiten Teil sind Kompositionen von Dr. Khadija Zeynalova, der künstlerischen Leiterin des En-sembles „Bridge of Sound“ zu hören. „Viele meiner Kammermusik-Kompositionen sind von der Natur und den nicht selten lebensfeindlichen Naturgewalten meiner aserbaidschanischen Heimat inspiriert. Oft bilden Mythen den Hintergrund meiner Werke, Mythen, die zugleich eine sinnfällige Brücke bauen zwischen Kaukasus-Region und Mitteleuropa“, so die deutsch-aserbaidschanische Komponistin.
Besonders hebt sie die Werke „Bilder vom Land des Feuers“ für Streichquartett, Sopran und Ton-band, „Impressions“ für solo Violine und „Miniaturen“ für Streichquartett hervor. Mit ihrem musikalischen Schaffen möchte Khadija Zeynalova eine Brücke zwischen Ost und West bauen, um zwischen den verschiedenen musikalischen Kulturen zu vermitteln.

Tickets gibt es ab sofort zum Preis von 19 Euro (erm. 9,50 Euro) inklusive Ausstellungsbesuch, landestypischem Fingerfood und Getränken an der Kasse des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Nähere Informationen auch im Internet unter www.museum-schloss-brake.de.

Foto: Weserrenaissance-Museum Schloss Brake Landesverband Lippe

Auszeit mit spezialisiertem Angebot

Frauen in einer Reihe sitzend.
Bei Schwerpunktmaßnahmen kommen Frauen aus ähnlichen Lebenssituationen zusammen, um gemeinsam vom spezialisierten Therapieangebot zu profitieren

Freiburg. Mütter kommen manchmal an einen Punkt, an dem alles zu viel wird: Familie, Beruf, Haushalt – es ist nicht immer leicht, das alles unter einen Hut zu bringen. Wenn der Alltag zu einer Belastung wird, ist die Gesundheit gefährdet oder bereits in Mitleidenschaft gezogen. Doch ein einheitliches Signal gibt es dafür nicht. Jeder Mensch reagiert individuell auf Überlastung. Bei dem einen sind es Rücken- oder Kopfschmerzen, beim anderen Erschöpfung oder chronische Erkrankungen, die sich weiter verschlimmern. Damit allen Frauen im Rahmen einer dreiwöchigen Mutter-Kind-Kur und Mütterkur geholfen werden kann, gibt es immer mehr spezialisierte Angebote in den Fachkliniken der Müttergenesung.

„Bei allen Vorsorge- und Rehamaßnahmen der Müttergenesung geht es zunächst darum, den Auslösern der Gesundheitsbeschwerden auf die Spur zu kommen“, weiß Margot Jäger, Geschäftsführerin der Katholischen Arbeitsgemeinschaft (KAG) Müttergenesung. Die KAG ist der größte Trägerzusammenschluss im Müttergenesungswerk.

Der Abstand vom Alltag hilft, diesen bewusst zu reflektieren. Da besondere Probleme und Situationen besondere Lösungen brauchen, haben die Fachkliniken der KAG über das gemeinsame Behandlungskonzept hinausgehende spezialisierte Angebote. Sie vergrößern den individuellen Nutzen einer Mutter-Kind-Kur oder Mütterkur stark.

Die Angebote richten sich nach den Bedürfnissen verschiedener Zielgruppe wie zum Beispiel Trauernde oder Familien mit Kindern mit Behinderung. Daneben gibt es Spezialisierungen, die sich nach bestimmten Indikationen richten wie beispielsweise Adipositas oder Asthma. Die Bandbreite ist bei den Gesundheitsthemen erwartungsgemäß besonders groß. „Unser Wirkungskreis reicht von Entspannungstherapien über Migränebehandlung, Neurodermitis-Schulungen bis zur systemischen Familienberatung“, so Jäger.

Weil die Interaktion zwischen Mutter und Kind immer von großer Bedeutung für das Gleichgewicht in einer Familie ist, gehört in vielen Fachkliniken der KAG auch die Erziehungsberatung zu den Angeboten. „Der Umgang miteinander ist für die dauerhafte Stabilität von großer Bedeutung“, sagt Margot Jäger. Auch wenn Kinder unter psychomotorischen Einschränkungen, ADS oder ADHS leiden, gibt es Hilfe in spezialisierten Einrichtungen. Teilweise bieten die Fachkliniken ihre Spezialisierungen das ganze Jahr über an. Manche Angebote finden als Schwerpunktmaßnahme zu bestimmten Terminen statt.

Um die passende Fachklinik zu finden, rät Margot Jäger zu einem Erstgespräch in einer Beratungsstelle für Müttergenesung. In der KAG sind bundesweit über 350 Beratungseinrichtungen zusammengeschlossen, die auch nach der Maßnahme vor Ort weiterhelfen. Bei der Suche nach der richtigen Beraterin und der Planung einer Mutter-Kind-Kur unterstützt die bundesweite Hotline der KAG: 0180/140 0 140 – 3,9 Cent pro Minute aus dem Festnetz.

Foto: KAG Müttergenesung / ro-fotografie

Liebe geht durch den Magen

Im Bienenzentrum am Lippischen Meierhof können die Besucher beim Freilichtgenuss Kerzen aus Bienenwachs drehen und Bienen filzen.

Detmold (lwl). Bereits zum sechsten Mal verwandelt sich das LWL-Freilichtmuseum Detmold am ersten Septemberwochenende (7./8.9.) in eine bunte Flaniermeile. Denn dann wird jeweils von 9 bis 18 Uhr im Museum des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) der Freilichtgenuss gefeiert, bei dem die Besucher neben regionalen Produkten, frischem Gemüse und Pflanzen auch Handwerksvorführungen und Mitmachprogramme erwarten. Etwa 70 Ausstellerinnen präsentieren ihre biologischen, gesunden und handwerklich hergestellten Produkte.

Passend zum aktuellen Themenjahr “Vergiss die #liebe nicht!” lautet das Motto in diesem Jahr: “Liebe geht durch den Magen”. “Daher haben die Besucher an insgesamt vier Standorten über das Museumsgelände verteilt die Gelegenheit, regionale Gerichte zu probieren, Honig oder Käse zu verkosten und vom Bioessig bis zum Fruchtaufstrich diverse Produkte für zu Hause mitzunehmen”, erklärt LWL-Museumsdirektor Prof. Dr. Jan Carstensen. Darüber hinaus gibt es ökologische Produkte wie Naturseifen oder geschnitzte Handdruckstöcke zu kaufen. Vor allem im Eingangsbereich bieten Baumschulen und Gärtnereien insektenfreundliche Stauden an. Und auch Pflanzen aus dem Museum und viele Informationen rund um das Thema Biodiversität sind dort zu finden.

“Am Lippischen Meierhof mit dem erst im vergangenen Jahr eröffneten Bienenzentrum steht der Schutz der Insekten im Mittelpunkt”, so Carstensen weiter. Eine Zeidlerin erklärt, wie schon im Mittelalter Bienen in hohlen Baumstämmen oder Klotzbeuten gehalten wurden, bei deren Herstellung die Besucherinnen helfen können. Kinder können Kerzen aus Bienenwachs drehen, Bienen filzen oder die Vielfalt der Wildpflanzen entdecken. Es gibt Kurzführungen zu den Bienenhäusern des Museums und der Kreisimkerverein Lippe versorgt die Besucher mit Honig und Tipps, wie der heimische Garten zur Grünoase für Insekten werden kann.

An der Bockwindmühle erleben die Besucher an beiden Tagen Oldtimertraktoren und Hütehunde im Einsatz. Nach dem absolvierten Parcours treiben die Hütehunde zudem eine Schafherde durchs Museumsgelände. Im Paderborner Dorf steht das Kochen im Mittelpunkt. Neben einer Kartoffelverkostung bereitet das Slow Food Convivium Südlicher Teutoburger Wald Pumpernickel-Gerichte zu, die die Besucherinnen verkosten können. Der Bioland-Caterer Matthias Carl veranstaltet mehrmals täglich Kochshows. Am Sonntag um 10 Uhr wird NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser am Stand des Landesverbandes der Kartoffelkaufleute Rheinland-Westfalen und der Kartoffel-Marketing GmbH erwartet.

Die Handwerker des Museums beteiligen sich ebenfalls am Programm. Die Töpfer fertigen Pflanztöpfe und Kräuterbeschriftungen aus Ton, und in der Schmiede können Besucherinnen bei der Herstellung von dekorativen Pflanzstäben zusehen. In der Museumsbäckerei wird Kuchen und Brot gebacken und in der Textilwerkstatt erleben die Besucher das Handwerk des Spinnens und Webens. Ein Holzschuhmacher ist auch vor Ort. Darüber hinaus können Interessierte Saatgutkugeln rollen, Vogelnistkästen bauen, Stiftedosen flechten, Stoffe bedrucken, Blumen filzen und bei Führungen die Gärten und Küchen des Museums entdecken.

Um die Anreise entspannt zu gestalten, hat die SVD Sonderbusse eingerichtet. Wer in den Bussen die Eintrittskarten für den Freilichtgenuss löst, für den ist die Busfahrt frei. Der Fahrplan der SVD und des Sonderverkehrs ist unter https://www.stadtverkehr-detmold.de einzusehen. Zudem pendelt zwischen dem Eingangsbereich und dem Paderborner Dorf ein Bus.

Das Programm mit Öffnungszeiten, Preisen und allen Veranstaltungen findet sich auch im Internet unter: http://www.freilichtgenuss.lwl.org. Dort gibt es auch die Möglichkeit, Tickets online zu kaufen.

Foto: LWL/Jähne

Über 20 Freiwillige im Einsatz für die Renaturierung der Eggemoore

Freiwillige bei der Arbeit

Über 20 Freiwillige aus ganz Deutschland sind vom 1. bis 8. September 2019 mit dem Bergwaldprojekt e.V. zum letzten Mal im Einsatz in den Eggemooren bei Lichtenau. Sie arbeiten an der Wiedervernässung der Hoch- oder Regenmoore, um deren Renaturierung einzuleiten. Damit leisten sie einen Beitrag zum Erhalt des gefährdeten Lebensraumtyps und lernen diesen intensiv kennen. Ziele der Einsatzwoche sind, gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Verbesserung der ökologischen Situation am Projektstandort zu leisten und die Sensibilisierung für eine nachhaltige Lebensweise auch über die Projektwoche hinaus.

Unter der Anleitung von Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt e.V. werden die Ehrenamtlichen Weiden und Faulbaum im Eselsbett entbuschen, im Sauerbachtal Fichten und Weiden entnehmen und Querbauwerke im Schwarzen Bruch errichten. Kooperationspartner sind die Biologische Station Kreis Paderborn-Senne und das Land Nordrhein-Westfalen, vertreten durch die Bezirksregierung, und Wald und Holz NRW mit seinem Regionalforstamt Hochstift. Roland Schockemöhle vom Regionalforstamt Hochstift über den Einsatz: „Die Freiwilligen leisten in dieser erlebnisreichen Woche einen persönlichen Beitrag zur Renaturierung des faszinieren-den Ökosystems Hochmoor. Damit unterstützen sie die Biologen und uns Forstleute bei der praktischen Umsetzung der Erhaltungsmaßnahmen dieser schützenswerten Lebensräume.“ Die Maßnahmen sind Teil des LIFE+-Projekts Eggemoore, das von den drei letztgenannten Partnern bis 2019 umgesetzt wird. Finanziell gefördert werden sie mit Mitteln des Landes NRW und des Förderinstruments LIFE der Europäischen Union.

Untergebracht ist die Gruppe im Naturfreundehaus In der Schnat am Fuß des Velmerstots. Die Woche über kümmert sich ein Koch um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden.

Neben der Arbeit ist auch eine Exkursion geplant, um das Moor in seinen wichtigen Funktionen als Rückzugsraum für seltene Tier- und Pflanzenarten und als enormen Wasser- und Kohlenstoffspeicher näher kennenzulernen. Moore entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid und speichern es im Torfkörper. Sie gehören zu den empfindlichsten und am stärksten gefährdeten Ökosystemen in Deutschland. 95 % unserer Moore sind im Laufe der letzten Jahrhunderte vom Menschen zerstört worden. Dem Schutz und der Renaturierung der noch vorhandenen, oftmals stark beschädigten Restmoorflächen kommt eine hohe Bedeutung für den Klimaschutz und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu.

Lutz Rohland vom Bergwaldprojekt e.V. weiß außerdem: „Indem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sich für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals auch neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus den Projektwochen bestärken die Ehrenamtlichen darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Somit tragen die Freiwilligen zu einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung bei.“
Bergwaldprojekt e.V.

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 2.500 Teilnehmenden. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmeldungen zu den Projektwochen unter bergwaldprojekt.de.

Foto: Barbara Ritzkowski

40 Jahre Einsatz für das Soziale

Gruppenfoto
Vorstand und Mitarbeitende des Paritätischen im Kreis Paderborn.

Seit mehr als 40 Jahren tritt der Paritätische Wohlfahrtsverband im Kreis Paderborn für seine Leitlinien „Offenheit, Vielfalt und Toleranz“ ein und vertritt die Interessen seiner Mitglieder. Als Dachverband unterstützt er auf Kreisebene Organisationen dabei, ihre Anliegen durch fachliche Beratung, Vernetzung und politische Interessenvertretung zu verwirklichen. Mehr als 70 Mitgliedsorganisationen und -einrichtungen sind heute in der Kreisgruppe Paderborn zusammengeschlossen. Was im Jahr 1978 mit sechs Organisationen klein begann, hat sich zu einem unverzichtbaren Netzwerk im sozialen Gefüge im Kreis Paderborn entwickelt.

„Wir sehen uns als Schrittmacher für eine solidarische und menschenwürdige Gesellschaft“, sagt Sylvia Polte, ehrenamtliche Vorsitzende der Kreisgruppe. Dazu gehöre auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements. Tag für Tag engagieren sich hunderte Menschen ehrenamtlich in den verschiedensten Mitgliedseinrichtungen. Die Motivation und der Gestaltungswille engagierter Menschen bestärken den sozialen Fortschritt. Die 40-jährige Entwicklung des Paritätischen in Paderborn ist ein Beispiel dafür. Im Rahmen der Jubiläumsfeier dankte auch Vincenz Heggen, stellvertretender Landrat, dem Paritätischen und seinen Mitgliedsorganisationen für ihr vielfältiges Engagement. „In den vergangenen 40 Jahren hat sich der Paritätische stets für die sozialen Herausforderungen unserer Gesellschaft stark gemacht – er war und ist dem Kreis Paderborn ein wichtiger Kooperationspartner“, würdigte Heggen den Einsatz des Verbandes. Besonders stellte er das Engagement in der Selbsthilfe hervor. Die Selbsthilfe-Kontaktstelle des Paritätischen unterstützt die mehr als 150 Selbsthilfegruppen im Kreisgebiet und vermittelt Interessierte.

Dass die Leitvision, sich für Vielfalt, Offenheit und Toleranz einzusetzen, seit der Gründung des Verbandes nicht an Aktualität verloren hat, machte Vorsitzende Sylvia Polte deutlich. „Wenn es um den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft geht, so stehen wir vor großen Herausforderungen. Vielfalt, Offenheit und Toleranz sind längst nicht selbstverständlich – ja manchmal scheinen diese Werte sogar angefragt“, resümiert Polte. „Vielfalt ohne Alternative“ – diese Kampagne des Paritätischen bringt auf den Punkt, für was wir unsere Stimme erheben. Gemeinsam müssen wir für unsere Werte eintreten und uns gegen jede Form des Rassismus und der Diskriminierung stellen“ ruft Polte auf und erhält hierfür großen Zuspruch der Gäste.

Mit Blick auf die kommenden Jahre will der Verband sich darüber hinaus weiter gegen Armut und soziale Ausgrenzung engagieren und sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen.

Foto: Paritätische NRW

August-Hermann-Francke-Grundschule Detmold in Hohenloh eröffnet

Sechs Männer durchschneiden das Band.
v.l. Martin Molter (Schulleiter), Daniel Krein (Bauleiter), David Wiebe (1. Vorsitzender des CSV-Lippe), Peter Dück (Geschäftsführer CSV-Lippe), Johann Penner (Vorstandsmitglied des Christlichen Schulfördervereins Lippe e. V.) bei der offiziellen Eröffnung.

Detmold. Nach mehr als zwei Jahren Bauzeit war es am Mittwoch endlich soweit: die AHF-Grundschule Detmold wird von 300 Schulkindern und Mitarbeitern eröffnet. Das 18 Millionen-Bauprojekt ist allerdings noch nicht beendet.

Endlich rollen die Schulbusse mit den Schülern an. Mehr als zwei Jahre nach dem ersten Spatenstich konnte der Betrieb in der AHF-Grundschule Detmold nun aufgenommen werden. „Bei der Anreise mit Bus gab es keine größeren Probleme“ berichtet Daniel Wichmann, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit. „Lediglich ein Bus hat den Busparkplatz verfehlt und fuhr direkt vor das Hauptgebäude – an diesen Luxus sollten sich die Schüler besser nicht gewöhnen.“ so Wichmann weiter. Viele Kinder sind allerdings direkt von den Eltern gebracht worden. Auch die Eltern sind neugierig, wo ihre Kinder ab sofort unterrichtet werden. In den letzten Wochen herrschte großer Betrieb auf dem Gelände. „Den Schulstart konnten wir nicht verschieben, der Fertigstellungstermin war fix. Da haben die Bauarbeiter ganze Arbeit geleistet“ erzählt Wichmann. Der Aufwand hat sich gelohnt – strahlende Kinderaugen beim Anblick der großzügigen Spiellandschaft und des Kunstrasenplatzes. Bevor es aber in den Unterricht geht, wird in der Aula gemeinsam gestartet. Schulleiter Martin Molter spricht dabei den Verantwortlichen und den Bauarbeitern seinen größten Dank aus. Der größte Dank gelte aber Gott, so Martin Molter. Er sei es, der die Möglichkeiten gegeben habe. Vorstandsvorsitzender David Wiebe begann das Schuljahr anschließend mit einem Segensgebet.

Die offizielle Eröffnung und das Durchschneiden des Bandes beobachteten Schüler und Lehrer vor dem Haupteingang. Und dann ging es endlich los in den Klassenraum. Es gibt in den nächsten Tagen und Wochen viel zu entdecken auf dem 29.000 m² großen Gelände.

Ganz abgeschlossen ist die Baustelle aber noch nicht. Die zwei Turnhallen sollen im Laufe der nächsten Monate fertiggestellt werden (derzeit im Rohbau). Bis dahin nutze man die Turnhalle der AHF-Hauptschule, die direkt nebenan liegt.
Am 21. September öffnet die Schule ihre Türen zum offiziellen Einweihungsfest. Ab 10.00 Uhr geht es los. Jeder ist herzlich eingeladen, sich ein Bild von der neuen Schule zu machen.

Foto: csv-lippe

Einzigartige Hommage an eines der Genies der Popmusik mit den unvergesslichen Top-Hits

Price mit ausgestreckten Armen und Gitarre um den Hals.
Einzigartige und atemberaubende Hommage an eines der großen Genies der Popmusik: In der „Prince Tribute Show“ performt Mark Anthony die größten Hits der Pop-Legende in einem grandiosen Showformat am 09. Oktober 2020 im GERRY WEBER EVENT CENTER in HalleWestfalen.

Mark Anthony schlüpft in die Rolle von Prince

HalleWestfalen. Er galt als Ikone und Rebell. Im April 2016 verstarb Prince überraschend, eines der großen Genies der Popmusik, der aber ein schier unglaubliches musikalisches Erbe hinterließ mit Top-Hits wie „Purple Rain“, „Kiss“, „Sexy MF“ oder „The Most Beautiful Girl In The World“. Geboren 1958 als Prince Rogers Nelson in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, wurde der exzentrische Sänger und Schauspieler zu einem globalen Superstar. Bis heute ist sein Einfluss auf die Welt des Pop kaum zu überschätzen, da die Musik-Legende zu den bedeutendsten und prägendsten Künstlern der letzten Jahrzehnte zählt. Ein Titan, der über 100 Millionen Alben zu Lebzeiten verkaufte, der sieben Grammy Awards gewann sowie einen Oscar und einen Golden Globe. 2004 folgte die Aufnahme in die „Rock’n‘Roll Hall of Fame“ in Cleveland, Ohio – eine Ruhmeshalle für die wichtigsten und einflussreichsten Musiker, Produzenten und Persönlichkeiten dieses Genres.

So war es nur eine Frage der Zeit, bis Prince als Hommage eine musikalische Referenz an seine einzigartige Karriere gewidmet wurde. Und es wurde eine wahrlich sensationelle Ehrerbietung kreiert: Die „Prince Tribute Show“ mit Mark Anthony in der Rolle des „sexy MF“. Die einzigartige Huldigung an einen der größten Superstars aller Zeiten wird nun am 09. Oktober (Freitag) 2020, ab 19.30 Uhr, auch im GERRY WEBER EVENT CENTER in HalleWestfalen zu sehen und zu hören sein. Begleitet von einer fantastischen Live-Band und Top-Tänzern singt Anthony, eingebettet in ein grandioses Showformat mit imposanten Choreographien, Sound- und Lichteffekten sowie Videosequenzen und aufwändigen Kostümen, die größten und unvergesslichen Hits des Genies.

Nach ausverkauften, von Medien und Zuschauern gleichermaßen umjubelten Konzerten im Vereinigten Königreich, Irland und Schottland, kommt die atemberaubende Hommage im kommenden Jahr erstmals auf große Deutschlandtournee. Dabei schlüpft Mark Anthony vollends in die Rolle der Pop-Legende, und wüsste man es nicht besser, glaubt man tatsächlich, dass Prince selbst auf der Bühne steht. Anthony erlangte Bekanntheit als erster Doppelgänger, der in der britischen Kult-Musikshow „Top of the Pops“ auftrat. Die unglaubliche Ähnlichkeit verhalf ihm des Weiteren zu Hauptrollen in den von der BBC kreierten Prince-Dokumentationen „The Prince Story“ und „Slave and Autopsy: Prince“. Doch nicht nur die optische Übereinstimmung überzeugt Kritiker und Fans, sondern insbesondere Anthonys fabelhafte und dem Original überwältigend gleichende Stimme. So soll einmal Princes eigener Keyboarder zu Prince gesagt haben, Mark Anthony würde mehr wie Prince aussehen als Prince selbst.

Eintrittskarten sind ab Mittwoch (28. August) zum Preis ab 39,80 Euro unter der telefonischen Hotline (05201) 81 80 erhältlich. Des Weiteren via Internet unter www.gerryweber-world.de. Das TICKET CENTER ist wie folgt zu erreichen: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen), 33790 HalleWestfalen.

Foto: ©John Bull

Air Astana verlegt Moskau-Flüge an den Domodedowo Airport

Air Astana, die nationale kasachische Fluggesellschaft, verlegt ihren Flugbetrieb in Moskau ab dem 27. Oktober 2019 vom Flughafen Scheremetjewo zum Domodedowo Airport (Terminal 1). Der Transfer der Flüge wird ohne Unterbrechungen im Flugplan stattfinden, die Angaben in den Reservierungssystemen sind bereits aktualisiert. Der Flughafenwechsel betrifft die Flüge nach Nur-Sultan (elfmal pro Woche im Winter) und Almaty (14 Flüge pro Woche im Winter).

Der Umzug hängt mit der kürzlich geschlossenen Codeshare-Vereinbarung mit dem russischen Carrier S7 Airlines zusammen, der am Domodedowo Airport in Moskau seine Betriebsbasis hat.

Der Flughafen Moskau-Domodedowo liegt südlich der Stadt und verzeichnete 29,4 Millionen Passagiere im Jahr 2018. Mit 50 Fluggesellschaften, die von dort zu 202 Destinationen fliegen, wird er als Hauptflughafen von den größten weltweiten Airline-Allianzen OneWorld und Star Alliance genutzt.

Der Terminalbereich am Domodedowo Airport umfasst eine Fläche von 190.000 Quadratmetern und bietet über 140 Geschäfte, Cafés, Bars und Restaurants. Kostenfreies WLAN über 60 Zugangspunkte ist ebenfalls für Passagiere im Terminal verfügbar. Durch das „Under one Roof“-Konzept, bei dem sowohl internationale als auch inländische Flüge unter einem Dach abgefertigt werden, bestehen kurze Transferzeiten für Passagiere.

Der Flughafen ist mit der Innenstadt von Moskau durch einen modernen und komfortablen Hochgeschwindigkeitszug (AeroExpress) verbunden, der Passagiere in 40 Minuten direkt ins Herz der russischen Hauptstadt (Station Pawelezkaja) bringt.

Air Astana betreibt seit September 2002 Flüge zwischen Moskau und Almaty sowie Nur-Sultan. Seitdem hat die Fluggesellschaft über 3,5 Millionen Passagiere und mehr als 26.000 Tonnen Fracht auf den Strecken transportiert. Air Astana offeriert derzeit zwölf wöchentliche Flüge auf der Verbindung Nur-Sultan – Moskau – Nur-Sultan und 16 Flüge auf der Strecke Almaty – Moskau – Almaty (Sommerflugplan).

Über Air Astana

Air Astana, die nationale Fluggesellschaft Kasachstans, bedient gegenwärtig über 60 inländische und internationale Routen von den Drehkreuzen Nur-Sultan und Almaty. Der Flugbetrieb wurde 2002 aufgenommen. Die Air Astana Flotte besteht aus 36 Flugzeugen der Muster Boeing 767/757, Airbus A320/A321neo sowie Embraer E190/E2. Air Astana wurde als erste Fluggesellschaft für die Region Russland, der GUS-Staaten und Osteuropa mit 4 Sternen bei den begehrten Skytrax World Airline Awards ausgezeichnet und erhielt diesen bereits achtmal in Folge (2012-2019). Bei den Travellers‘ Choice Awards 2018 und 2019 von Trip Advisor wurde Air Astana zum Gewinner in der Kategorie Regional-Asia gewählt.

Gut geschützt durch die Mountainbike Saison

Mountainbikefahrerin

Mit dem Mountainbike am Wochenende durch den Wald sausen. Der Wind weht um die Nase, die Räder drehen sich schnell. Den Hügel hinauf und rasant wieder hinunter, das bringt Spaß. Der Bodenuntergrund (Trail) wechselt oft von Nadelboden durchzogen mit Wurzeln über kleine Steinchen bis hin zu unwegsamem Geröll. Auch der zunächst angenehme Waldboden birgt oft spitzkantige Steine die ein wenig hervor schauen.

Die Folgen eines selbst auch geringen Sturzes können fatal sein. Der Kopf des Fahrers sollte natürlich mit einem Helm geschützt werden. Heutzutage eine Selbstverständlichkeit, nicht nur für Mountainbikefahrer im Wald sondern für alle Radfahrer. Der Handgriff zum Helm, bevor das Zweirrad in Gebrauch genommen wird, sollte ohne Nachzudenken erfolgen.

Gut geschützt durch die Mountainbike Saison

Bei einem Sturz vom Fahrrad sind die Gelenke in größter Gefahr, in hohe Mitleidenschaft gezogen zu werden. Das Rad rutscht beim Bremsen auf kleinen Steinchen schnell weg und gerät außer Kontrolle. Ein spitzer Stein lukt aus dem Waldboden hervor und das Vorderrad zielt darauf zu und rutscht weg. Der Vordermann bremst ruckartig, eine Sekundenreaktion veranlasst den folgenden Radfahrer zur Notbremsung, der Abstieg für ihn folgt meist über den Lenker. Schürfwunden, Verstauchungen und Frakturen können die Folge sein.

Um die Kniegelenke und Ellenbogen zu schützen, gibt es Protektoren. Diese sind leicht und können bereits an der Haustür angezogen oder im Rucksack zum Ort des Einsatzes mitgenommen werden. Es gibt verschiedene Hersteller und Modelle für den jeweiligen Nutzen.

Gut geschützt durch die Mountainbike Saison

Im Test, der ION K-Traze AMP Zip: Die Größentabellen sind auf der Herstellerseite hinterlegt. Zunächst also unbedingt vor dem Kauf den Umfang in cm per Maßband an Unter- und Oberschenkel ermitteln! Das Material des K-Traze AMP Zip ist Neopren. Es ist sehr robust und atmungsaktiv. Es nennt sich Super_Perforator_Neopren und passt sich dem Knie an. Die Zip-Version des Protektors ist sehr komfortabel, da er sich komplett öffnen lässt, ohne den Schuh ausziehen zu müssen. Gerade für Fahrer, für die ein Protektor bei Bergauffahrten störend wirkt, ist hier schnelle Abhilfe geleistet. Zunächst hatte ich die Befürchtung, dass solch ein Zipper am Bein schrabben würde. Bei dem ION K Traze AMP Zip ist der Reißverschluß mit recht dickem Neopren unterlegt. Der Reißverschluß ist tatsächlich nicht auf der Haut zu spüren.

Nach einigen Fahrten, wirkt für mich der Protektor nicht einschränkend, selbst auf der 10 KM Anfahrt zum Waldtrail habe ich diese nicht als unbequem empfunden. Die Polsterung (SAS-Tech CE EN 1621-1, Level 1) am Knie ist dünn und direkt auf dem Stoff angebracht. Dieses soll ein Verrutschen des Pads beim Sturz verhindern. Am Oberschenkel wird der K Traze Amp Zip mit einem Klettband fixiert. Das Neopren, des Schoners ist mit Mesh-Parts unterbrochen, schließlich sollen sie ja auch bei hochsommerlichen Temperaturen getragen werden. Das Meshmaterial sorgt für Wärmeausstausch und Belüftung. In der Kniekehle und an der Wade hat der Knieschoner zusätzlich 2 große freie Flächen. Ich habe jetzt immer einen kleinen „Turnbeutel“ dabei, wenn ich die Schoner ausziehen möchte, verstaue ich sie in dem Beutel. Im Biergarten einfach über die Stuhllehne hängen und bei der Rücktour auf den Rücken oder wieder anziehen.

Gut geschützt durch die Mountainbike Saison

Die Ellbogen sind bei Stürzen auch gerne gefährdet. Auch hier bietet der Hersteller ION Protektoren an. Das Modell nennt sich E-Traze. Die Ellbogenschoner sind ohne Reißverschluß und Klettband, sie werden über die Hände auf die Ellbogen gezogen. Ein Reißverschluß würde man alleine gar nicht schließen können. Die E-Traze sind längere Ellbogenprotektoren, das angenehme Meshmaterial umschließt 2/3 des Unterarms. Es ist nicht unangenehm, selbst bei einer längeren Pause, hab ich sie einfach angelassen. Mit einem ¾ Jersey/Shirt ist es dann fast wie ein Langarmshirt aber auch unter einem Longsleeve (die Ärmel dürfen natürlich nicht zu eng geschnitten sein), lässt es sich bequem und kaum auftragend mit den ION Ellbogenschonern aushalten. Sie sollten schon eng sitzen, klar, wenn sie abgenommen werden, sind einige Eindruckstellen zu sehen, doch ein zu großer Protektor sitzt nicht bequem und würde natürlich im Fall des Falles verrutschen und die Schutzwirkung wäre nicht gegeben.

Zur Schutzpolsterung: Die SAS-Tech Platten neuester Generation sind nach CE EN1621-1, Level 1 zertifiziert. Die Entwicklung lässt mehrere Stöße und Waschvorgänge zu. Die Schutzpads sind dünn und flexibel. Angenäht an den Stoff des Protektors soll ein verrutschen verhindert werden, damit der Schutz optimal gewährt ist.

Fotos: by IDa

Zeltfestival Ruhr 2019 – Startschuss der zwölften Auflage steht kurz bevor

Dämmerung

Die Vorfreude steigt, der Aufbau ist – dank hunderter helfender Hände – in vollem Gange, in wenigen Tagen ist es endlich soweit: Vom 16. August bis 01. September 2019 findet das landesweit beliebte Zeltfestival Ruhr in den
Ruhrauen zum 12ten Mal statt.

In diesem Jahr greifen die programmatischen Puzzleteile scheinbar perfekt ineinander: „46 Gastspiele an 17 Tagen in unseren drei Veranstaltungszelten – mehr geht kaum“, so die Veranstalter Lukas Rüger, Heri Reipöler und Björn Gralla und sind begeistert von den sehr gut angenommenen Shows in der außergewöhnlichen Kulisse inmitten des Ruhrgebiets. Die überaus positiven Vorverkaufs-Zahlen lassen darauf schliessen, dass man wieder deutlich mehr als 100.000 Besucher begrüßen darf.

Erste Shows waren bereits frühzeitig ausverkauft, darunter Rea Garvey, Sunrise Avenue, Samy Deluxe, Felix Lobrecht, Classic Night Band, Lea und Nico Santos. Michael Patrick Kelly und Frank Goosen geben nach ihrem ersten „Sold Out“ glücklicherweise Zusatzshows. Hierfür sind also wieder Tickets zu haben, genau wie für einige Gastspiele, die in größere Zelte verlegt wurden. Den Status Quo erfährt man täglich über die sozialen Netzwerke des ZfR. Erfahrungsgemäß steigen die Anfragen auf die letzten Tickets kurz vor der Veranstaltung enorm, sodass Interessierte nicht mehr zu lange warten sollten, um ein Ticket zu ergattern, sagen die Initiatoren und geben weitere wichtige letzte Hinweise für die weiße Stadt am See.

Klimatisierte Zelte, viele Ausweichparkplätze und Sonderlinien

Neben dem richtigen Händchen für das gute Programm, überzeugt das Zeltfestival Ruhr durch stetig neue strukturelle Inhalte, welche die Veranstaltung alljährlich schöner und besser machen sollen. „Schweißtreibende, frenetisch gefeierte Konzerte sind beim ZfR die Regel und das darf auch gerne so bleiben!“ so Heri Reipöler „aber aufgrund der Wetterturbulenzen werden wir in diesem Jahr erstmalig in allen drei großen Event-Zelten bei entsprechenden Temperaturen auf eine Klimaanlage zurückgreifen.“ Das Hauptargument für die Klimaanlage fasst Lukas Rüger pragmatisch zusammen: „Unser Dienstleister bietet eine Kombination aus Heizen und Kühlen an – bis zum heutigen Tage vermag ich nicht einzuschätzen, welche der beiden Komponenten zum Einsatz kommt, aber wir sind gewappnet“.

Wenn Engel reisen: Nachdem am vergangenen Wochenende das Geheimnis der Gesangsshow mit verkleideten Promis „The Masked Singer“ gelüftet wurde und sich der Engel als Bülent Ceylan entpuppte, können die Fans ein weiteres Highlight auf der ZfR-Bühne erwarten: Bülent will die Songs aus der Show performen, darunter der Rockklassiker „Chop Suey“ von System of a Down. Es gibt noch Tickets für seine Show am 28. August. Losgelöst von den Shows, die in den Zelten stattfinden, feilt man auch bei Ausgabe 12 weiter an den Feinheiten des Außenareals und seiner Umgebung. So wurden insgesamt mehr als 2.000 Ausweichparkplätze für 3 € geschaffen.

In diesem Zusammenhang teilen die Initiatoren mit, dass der zusätzlich zur Verfügung stehende Parkplatz „Heveney“ am Haupteingang des Festivalgeländes, ab sofort bei Veranstaltungen – so eben auch beim ZfR – von der Freizeitgesellschaft (Metropole Ruhr mbH Freizeitzentrum Kemnade) bewirtschaftet wird. Hier ist eine Parkgebühr von 5 € zu entrichten. Besucher des Schwimmbades bekommen diese Gebühr vor Ort erstattet. Wie in jedem Jahr werden gerade Ortskundige dringend gebeten, die A 43 Abfahrt „Universität“ zu nehmen. Über die Kleinherbedder Strasse kommt man schneller, staufrei und entspannter ans Ziel.

Natürlich ist zudem wieder eine Sonderlinie eingerichtet. Es fahren vier Busse pro Stunde an den See. Einmal vor Ort, kann man auch ohne Konzertticket dem täglich wechselnden Piazza-Programm von Mambo Kurt bis zu den Feuersteins lauschen, Zauberer Kris bewundern, am „Beach“ mit einem kühlen Getränk verweilen, sich beim bunten Markt der Möglichkeiten treiben und durch die vielen netten Gastronomien verwöhnen lassen. Nicht umsonst ist hier die Rede vom „größten Biergarten des Ruhrgebiets“. Für 5 Euro kann man das liebevoll kreierte Rahmenprogramm mit all seinen sorgsam ausgewählten On Tops erleben. Die ZfR-Card ist zudem für 15 Euro in allen WAZ Leserläden und am Gelände erhältlich und ermöglicht einen unbeschwerten Besuch des Außenareals an allen 17 Festivaltagen.

Kinder bis 12 Jahren kommen übrigens täglich umsonst auf das Gelände.

Jeden Samstag und Sonntag um 13.00 Uhr darf man sich wieder auf das gut gewählte Kinderprogramm freuen. Die Aufführungen von Räuber Hotzenplotz und Pipi Langstrumpf oder auch Volker Rosin dürfen nicht fehlen. Auch hier findet man die passenden Informationen auf der Homepage des Zeltfestival Ruhr oder in einem der kostenlos im Ruhrgebiet erhältlichen Programmhefte – in diesem Jahr mit einer amtlichen Auflage von 75.000 Magazinen.

Foto: ©Ralf Marr

Niederlage beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss

Tennisspieler
Erstmals stand am Wochenende der Slowake Norbert Gombos dem Ligadebütanten Team Hämmerling TuS Sennelager zur Verfügung. Mit zwei überzeugenden Einzelsiegen gelang dem 28-Jährigen ein eindrucksvoller Einstand.

Köln. Die 1. Tennis-Point Bundesliga ist passé und sportlich ist alles entschieden. Grün-Weiss Mannheim hat seinen Titel als Deutscher Mannschaftsmeister verteidigen können und sie sind nun mit acht nationalen Erfolgen hinter LTTC Rot-Weiss Berlin (11 Meisterschaften) sowie Blau-Weiss Neuss (10) die dritterfolgreichste Mannschaft in der Geschichte der Tennis-Bundesliga. Absteigen in die 2. Bundesliga müssen als Tabellenneunter fläsh TC Weinheim und das Tabellenschlusslicht Blau-Weiss Aachen. Die Kaiserstädter haben letztjährig aufgrund des Rückzugs von Blau-Weiss Halle den freigewordenen Platz eingenommen, doch sie spielten nur eine Saison. Dagegen bleibt der Mitaufsteiger Team Hämmerling TuS Sennelager in der 1. Tennis-Point Bundesliga, die den Klassenerhalt bereits am Samstag feiern konnten. Gleichwohl wollten die Ostwestfalen die Saison nicht mit einer Niederlage abschließen, doch letztlich gab es am heutigen 9. Spieltag eine 2:4-Niederlage beim Kölner THC Stadion Rot-Weiss. „Das ist schon ärgerlich“, so Teamchef Marc Renner, „aber irgendwie fehlte uns heute die Spannung und auch die körperliche Frisch. Der Samstag war sehr kräftezehrend und so gesehen haben wir auch verdient verloren.“

Dabei waren die Hämmerlinger nach den Einzel noch recht zuversichtlich. So hat der 28-jährige Norbert Gombos (ATP 118) an diesem Wochenende bei zwei Einsätze auch zwei Siege verbuchen können. In Köln holte sich der Slowake seinen zweiten Erfolg mit einem problemlosen Zweisatzsieg über Oscar Otte (ATP 159). Spannender war da schon die Auseinandersetzung zwischen dem Tschechen Adam Pavlasek (ATP 382) und dem 23-jährigen Manuel Guinard (ATP 296). Der Franzose hatte letztlich das Quäntchen Glück im Match-Tiebreak und gewann die Partie knapp mit 3:6, 6:4, 14:12. Das war dann aber auch schon die komplette Ausbeute für die Gäste. Ebenfalls im Match-Tiebreak siegte nämlich der Belgier Kimmer Coppejans (ATP 132) gegen den Russen Ivan Gakhov (ATP 341) mit 6:2, 2:6, 10:7 und Jan Choinski (ATP 262) war mit 7:5, 6:2 gegen den Franzosen Arthur Rinderknech (ATP 319) erfolgreich.

So erfolgreich im Laufe der Liga die Ostwestfalen in den Doppel auch waren, sie holten zum Beispiel in Weinheim und am Samstag gegen Kurhaus Lambertz Aachen bei einem 1:3 Rückstand immer noch ein Unentschieden, lief diesmal gar nichts zusammen. „Die Spieler konnten entscheiden, wie sie zusammenspielen wollten“, so Renner, „denn wir hatten nur noch vier spielfähige Leute.“ In Folge kamen die Kölner Duos Otte/Coppejans und Choinski/Pavlasek zu ihren Zweisatzsiegen über Gakhov/Zielinski bzw. Pel/Matkowski, was letztlich den Kölner den rettenden achten Tabellenplatz mit 6:12 Punkte (24:30 Matches) vor den Weinheimern eingebracht hat, die ebenfalls dieses Punktekonto aufzuweisen haben. Steigen aber mit einem Matchverhältnis von 22:32 in die zweite Liga Süd ab. Im Süden ist dem TSV 1860 Rosenheim der Aufstieg nicht mehr streitig zu machen, dagegen ist die Frage des Aufsteigers im Norden noch offen. Die beiden führenden Mannschaften, der Altmeister und Tabellenführer Blau-Weiss Neuss (14:0 Punkte) muss am kommenden Freitag (16. August) nach Essen zum Zweitplatzierten TC Bredeney (12:0) reisen.

Foto: ©Agentur Klick