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Mehr Unterstützung für Ordnungskräfte

Köln. Auf eine Mischung aus mangelndem Respekt und steigender Aggressivität treffen derzeit zahlreiche Ordnungskräfte im Zuge der Kontrolle von Corona-Schutzmaßnahmen. „Diese Entwicklung verurteilen wir scharf. Die Kolleginnen und Kollegen sind für die Bürgerinnen und Bürger unterwegs. Umso unverständlicher ist, dass Menschen mit Anfeindungen und Übergriffen auf die Ordnungskräfte reagieren. Es fehlen flächendeckende Maßnahmen, um den umfassenden Herausforderungen zu begegnen. Der Handlungsbedarf in diesem Bereich ist hoch“, machte Andreas Hemsing, Landesvorsitzender der komba gewerkschaft nrw, deutlich.

Die komba gewerkschaft nrw ist mit Forderungen nach übergreifenden Aus- und Fortbildungskonzepten (u.a. Einsatz- und Lagetraining, Deeskalationsmanagement), einheitlicher, professioneller Ausstattung sowie der Anbindung an den Funk für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) an die Politik herangetreten. Diese Punkte wurden nun in einem Landtagsbeschluss aufgegriffen.

„Wir freuen uns, dass die Bedeutung des Ordnungsdienstes erkannt wurde und unsere Ordnungskräfte mehr Unterstützung erhalten. Mit den Plänen zum Auf- und Ausbau der kommunalen Ordnungsdienste schickt die Politik ein entscheidendes Signal an die Kolleginnen und Kollegen“, sagte Hemsing. Auch die geplante stärkere Zusammenarbeit zwischen Polizei und Ordnungsämtern begrüßt die komba gewerkschaft nrw ausdrücklich. Die konkrete Umsetzung wird sie intensiv beobachten und begleiten.

Mittelstand kritisiert Anhebung des Mindestlohns

Düsseldorf. Der Mittelstand kritisiert die Anhebung des Mindestlohns auf 10,45 Euro. In der Vergangenheit habe die gute Konjunktur die negativen Wirkungen der Lohnregulierung kaschiert, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Corona könnte nun Fakten schaffen, betroffen seien von der Anhebung vor allem kleinere Betriebe und Arbeitnehmer mit Schwierigkeiten beim Einstieg in den Job:

„Die schrittweise Anhebung des Mindestlohns auf 10,45 Euro in zwei Jahren ist angesichts der Tiefe der Rezession, unter der vor allem der Mittelstand leidet, ein Schlag gegen die Betriebe und ein Ausweis fehlender ökonomischer Vernunft. Es handelt sich in diesem Falle auch nicht um einen Kompromiss, sondern um den Nachweis maximaler Distanz einiger Funktionäre zur wirtschaftlichen Realität. Eine Anhebung der Lohnuntergrenze in diesem makroökonomischen Umfeld wirft gleichsam einen tiefen Graben um den Arbeitsmarkt auf und zerstört für viele Menschen den Zugang zur Erwerbsarbeit. Bislang zeigt sich die deutsche Politik reformunfähig.

Anstatt nun die Weichen für einen dynamischen Neustart der Wirtschaft zu stellen, erleben wir Trippelschritte und die beharrliche Fortsetzung teurer Sozialprojekte, die der Wirtschaft die Schubkraft nehmen. Wir werden uns wohl daran gewöhnen müssen, dass eine wachsende Zahl von Menschen in die Abhängigkeit des Sozialstaats gerät, wenn nicht endlich die Realität in politische Entscheidungen eingepreist wird.“

Corona-Ausbildungsprämie ist richtiges Signal

Stuttgart. „Ein richtiges Signal, um Ausbildungsplätze auch in der Krise zu schützen und das Ausbildungsniveau der Ausbildungsbetriebe aufrecht zu erhalten“, so bewertet Marjoke Breuning, Vizepräsidentin des baden-württembergischen Industrie- und Handelskammertags (BWIHK) und Präsidentin der für Ausbildungsfragen zuständigen IHK Region Stuttgart, die Prämie für Ausbildungsbetriebe, die gestern durch das Bundeskabinett beschlossen wurde.

Mit dem Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“ werden kleine und mittlere Unternehmen (KMUs), die ihr Lehrstellenangebot dieses Jahr beibehalten oder sogar erhöhen, finanziell unterstützt.

Eine Anfang Juni durchgeführte Befragung des BWIHK bei 3.500 Südwestunternehmen hat ergeben, dass rund ein Drittel der Ausbildungsbetriebe gar nicht mehr oder weniger ausbilden wollen als im Vorjahr. Die Förderung sei laut Breuning daher für kleine und mittlere Betriebe wichtig, damit sie im Fall von Kurzarbeit mit den Kosten der Ausbildung nicht allein dastehen und ihre Ausbildungstätigkeiten aufrechterhalten können. „Die Prämie ist aber auch ein Zeichen an die vielen jungen Menschen, die sich gerade in Ausbildung befinden und für die Schulabgängerinnen und Schulabgänger, die in diesem Jahr mit einer dualen Berufsausbildung in ihr Berufsleben starten wollen“, so Breuning weiter. „Die Corona-Krise darf nicht zu einer Krise für die berufliche Zukunft junger Menschen und der Fachkräftesicherung werden. Schließlich sind die Auszubildenden von heute unsere Fachkräfte von morgen. Wir müssen ihnen verlässliche Zukunftsaussichten geben und sie wissen lassen, dass wenn sie eine Ausbildung beginnen, sie diese auch erfolgreich abschließen können.“

Prämienberechtigt sind KMUs mit bis zu 249 Vollzeitbeschäftigten zum Stichtag 29. Februar 2020, die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind.

Das Bundesprogramm beinhaltet folgende Eckpunkte:

Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus
Eine Förderung setzt voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im durchschnittlichen Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringert und beinhaltet einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 2.000 Euro für jeden für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag. Die Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus
Eine Förderung setzt voraus, dass das Unternehmen sein Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im durchschnittlichen Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht. Anstelle der Förderung über 2.000 Euro erhält das Unternehmen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von 3.000 Euro für jeden zusätzlich für das Ausbildungsjahr 2020 abgeschlossenen Ausbildungsvertrag im Vergleich zum früheren Ausbildungsniveau. Die Auszahlung erfolgt auch in diesem Falle nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit.

Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung
Ziel der Förderung ist es, Kurzarbeit bei Auszubildenden zu vermeiden, um den erfolgreichen Abschluss der begonnenen Ausbildung sicherzustellen. Die Förderung erfolgt in Höhe von 75 Prozent der Brutto-Ausbildungsvergütung für jeden Monat, in dem im Betrieb ein Arbeitsausfall von mindestens 50 Prozent zu verzeichnen ist und Auszubildende sowie deren Ausbilder dennoch nicht in Kurzarbeit sind. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie und ist befristet auf Zeiten bis zum 31. Dezember 2020.

Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung
Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in anderen KMUs, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden, wobei die betriebliche Ausbildung Vorrang hat. Die Details der Durchführung einer solchen Verbund- oder Auftragsausbildung stehen noch nicht fest. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie und ist befristet bis zum 30. Juni 2021.

Übernahmeprämie
Antragsberechtigt sind KMUs, die Auszubildende aus pandemiebedingt insolventen KMUs bis zum 31. Dezember 2020 für die Dauer der restlichen Ausbildung übernehmen. Gefördert wird die Übernahme mit einer einmaligen Prämie in Höhe von 3.000 Euro pro aufgenommenem Auszubildenden an das aufnehmende KMU. Eine Förderung erfolgt frühestens ab Inkrafttreten der Förderrichtlinie und ist befristet auf Zeiten bis zum 30. Juni 2021.

„Wichtig wäre, diese Regelung auf Betriebe aller Größenklassen auszuweiten und auch noch für 2021 zu ermöglichen. Viele Unternehmen können ihre Entwicklung bis dahin ja gar nicht abschätzen. Eine Absicherung gegen dieses Ausbildungsrisiko wäre daher sinnvoll“, erklärt Breuning. Um in den Sommermonaten noch suchende Jugendliche und Ausbildungsbetriebe zusammenzubringen, bieten die IHKs verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten zum Beispiel in Form virtueller Speed Datings an. Eine Übersicht zu digitalen Formaten für die Ausbildungsvermittlung ist vor kurzem erschienen und auf www.bw.ihk.de abrufbar. In der zentralen IHK-Lehrstellenbörse unter www.ihk-lehrstellenboerse.de können Unternehmen kostenlos ihre Ausbildungsangebote einstellen.

Seminar rund um Rücken und Haltung

Soest. Wer trägt gelegentlich schwer an Lasten, wem sitzen Sorgen im Nacken? Ein Seminar der Evangelischen Frauenhilfe in Westfalen e.V. zeigt Lösungswege auf. Vom 4. bis 5. September 2020 findet unter Leitung von der Gestalttherapeutin Margret Hilleringmann ein Seminar unter dem Titel „Rückgrat zeigen! Mach‘ Dich gerade!“ in der Tagungsstätte Soest statt. Der Körper ist ein wertvoller Kompetenzspeicher. Jede Erfahrung, die im Laufe des Lebens gemacht wurde, speichert sich im Körper ab, oft in Form von Blockaden, Schmerzen und anderen körperlichen Beeinträchtigungen. In diesem Seminar wird der Aufrichteimpuls des Rückens gestärkt, Blockaden gelockert oder aufgelöst. Die Seminargebühr betragen ohne Kost und Logis 75 €.

Information und Anmeldung bei: Evangelische Frauenhilfe in Westfalen e.V., Postfach 13 61, 59473 Soest, Telefon: 02921 371-204, e-Mail: wieneke@frauenhilfe-westfalen.de, www.frauenhilfe-bildung.de

Mittelstand fordert steuerpolitischen Dreiklang

Düsseldorf. Der Mittelstand ist unzufrieden mit dem jüngsten Konjunkturpaket der Bundesregierung. Nur ein Viertel der vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) befragten Unternehmerinnen und Unternehmer halten die Maßnahmen für ausreichend, um die deutsche Wirtschaft wiederzubeleben. Eine Verbesserung der Auftragslage, Auslastung und Nachfragesituation spürt nur jeder vierte Mittelständler. Dennoch schaut die große Mehrheit der Mittelständler optimistisch in die eigene Zukunft: Fast 80 Prozent sind davon überzeugt, dass ihr eigenes Unternehmen die Krise überleben wird, wenn auch mit Umsatzeinbußen.

„Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, ordnungspolitische Weichenstellungen vorzunehmen, die wir in Deutschland seit Jahren verschleppt haben“, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom BVMW. „Liquiditätshilfen und Konjunkturprogramme können uns kurzfristig vor einer wirtschaftlichen Depression bewahren. Wachstum und Wohlstand gedeihen allerdings auf lange Sicht nur in einem vitalen Wettbewerbsumfeld mit kapitalstarken Unternehmen und einer kaufkraftstarken Bevölkerung. Wir fordern von der Bundesregierung daher drei fiskalische Maßnahmen: Die unmittelbare Abschaffung des Soli, die Senkungen der Stromsteuer und einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von dauerhaft 15 Prozent. Im Zusammenspiel der Maßnahmen wäre dies der große Wurf für die erodierende Mittelschicht und ein deutliches Signal an Investoren, dass wir es ernst meinen mit dem wirtschaftlichen Wiederaufstieg.“

Kein Lock-Down für Glücksspielsucht

Schnelle und professionelle Hilfe im Netz

Onlinecasinos stürzen immer öfter Menschen in die Glücksspielsucht – zum Teil mit dramatischen Folgen. Denn im Netz konnte trotz des Corona Lock-Downs weiterhin Geld verspielt werden. Jetzt haben auch die Spielhallen wieder geöffnet. Das verschärft die Probleme für Betroffene und Angehörige. Allein in NRW gibt es rund 41.000 Glücksspielsüchtige und 45.000 problematisch Glücksspielende. Hinzu kommt die beträchtliche Zahl der leidenden Angehörigen. Viele suchen Hilfe im Internet.

Wo finden sie professionelle Hilfe?

Die Onlineberatung der Landeskoordinierungsstelle Glücksspielsucht NRW berät kostenfrei und anonym Glücksspielende und Angehörige. Sie können sich über eine gesicherte Plattform per Mail oder Chat an das Beratungsteam wenden.

Im 14-tägigen Rhythmus finden immer mittwochs in der Zeit von 12 bis 13 Uhr offene Chats zu verschiedenen Themen statt.
In der kommenden Woche geht es um Angehörige:

Auf jede betroffene Person kommen viele Menschen, die unmittelbar von der Sucht betroffen sind. Die emotionale Belastung und Kränkung der Angehörigen Suchtkranker ist vergleichbar mit der Reaktion auf eine unheilbare Krankheit oder auf einen Todesfall. Sie fragen sich oft:

Wie kann ich dem Betroffenen helfen? Was kann ich für mich tun? Gibt es grundsätzliche Tipps, was man beachten sollte? Was hat anderen geholfen?

Gerne können eigene Fragen zum Thema gestellt werden. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich am Chat zu beteiligen. In den Chats sind Beraterinnen anwesend, die für individuelle Fragen und Gespräche zur Verfügung stehen.
Am 08.07.20 schreiben wir im Themenchat über: „Rückfall…was nun?“.

Nähere Informationen zu der Onlineberatung allen Chatzeiten der Landeskoordinierung Glücksspielsucht NRW finden Sie auf der Internetseite: www.gluecksspielsucht-nrw.de/onlineberatung .

Neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk sichert zukunftsfähige Energieversorgung für Evonik

3d Ansicht des Kraftwerks
Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das von Siemens Energy im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichtet werden wird.
  • Siemens Energy liefert weiteres hocheffizientes GuD-Kraftwerk nach Marl
  • Evonik ersetzt Reservegaskraftwerk
  • Siemens Financial Services arrangiert maßgeschneiderte Finanzierung.

Siemens Energy errichtet für den Spezialchemiekonzern Evonik an dessen größtem Produktionsstandort im nordrhein-westfälischen Marl ein weiteres, hocheffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD). Die Anlage, bestehend aus einer SGT-800 Gasturbine, einer SST-400 Dampfturbine sowie zwei Generatoren, wird mit einer elektrischen Leistung von 90 Megawatt und einer thermischen Leistung von 220 Megawatt Strom und Wärme produzieren und im Jahr 2022 in Betrieb genommen. Sie ersetzt im Chemiepark ein Reservegaskraftwerk. Neben den Kraftwerkskomponenten liefert Siemens Energy darüber hinaus das Leittechniksystem SPPA-T3000 zur Steuerung des hochmodernen Kraftwerks. Ein langjähriger Servicevertrag zwischen Siemens Energy und Evonik stellt die Verfügbarkeit des Kraftwerks und seiner Komponenten sicher.

„Evonik stellt nachhaltige und effizienzsteigernde Produkte her. Damit tragen wir spürbar zur Senkung der CO2-Emissionen bei. Indem wir die Energieinfrastruktur von Evonik erneuern und umstellen, leisten wir einen weiteren Beitrag, um den CO2-Ausstoß zu senken“, sagt Dr. Rainer Fretzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Evonik Technology & Infrastructure GmbH.

„Wir freuen uns über den Vertragsabschluss. Marl VII ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Energiewende, den wir mit unserer hochmodernen Kraftwerkstechnologie erreichen, die Strom mit einem Gesamtnutzungsgrad von über 93 Prozent erzeugt. Siemens Energy unterstützt die Emissionsziele unseres langjährigen Partners Evonik, und wir setzen auch bei diesem Projekt auf vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Dr. Jochen Eickholt, Vorstandsmitglied von Siemens Energy.

Schlüsselfertig entwickelt und gebaut wird das hocheffiziente Kraftwerk von Siemens Energy als Generalunternehmer. Die Gesamtfinanzierung der neuen Anlage mit einem Projektvolumen im unteren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich wird sowohl während der Bau- als auch der Betriebsphase von der Siemens Financial Services und der KfW IPEX-Bank bereitgestellt.

„Unsere langjährige Finanz- und Industrie-Expertise im Energiebereich spielte eine entscheidende Rolle, um zusammen mit Siemens Energy und der KfW IPEX-Bank auch für das zweite Kraftwerks-Projekt in Folge eine maßgeschneiderte Finanzierungslösung erarbeiten zu können“, sagt Veronika Bienert, CFO von Siemens Financial Services. „Mit der erfolgreichen Fortführung dieser engen und innovativen Zusammenarbeit konnten wir unseren Kunden Evonik bei der Umsetzung eines weiteren zukunftsweisenden Energiewende-Projektes bestmöglich unterstützen.“

Der Bau des neuen GuD-Kraftwerks ist das zweite Kraft-Wärme-Kopplungsprojekt (KWK), das Siemens Energy für Evonik im Chemiepark Marl, dem weltweit größten Standort des Spezialchemiekonzerns, realisiert. So war bereits im März 2020 der Grundstein für den Bau eines schlüsselfertigen GuD-Kraftwerks, „Marl VI“, gelegt worden. Mit „Marl VII“ setzen Siemens Energy und Evonik ihre erfolgreiche Partnerschaft nun fort. Marl VI und Marl VII werden nach ihrer Fertigstellung mit einem Gesamtnutzungsgrad von über 93 Prozent eine Leistung von bis zu 270 Megawatt Strom erzeugen können. Dies entspricht dem Bedarf von ungefähr 750.000 Haushalten. In Kombination mit den Dampferzeugern des Duisburger Unternehmens Standardkessel Baumgarte GmbH können dann ab dem Jahr 2022 bis zu 660 Tonnen Prozessdampf pro Stunde für den Chemiepark erzeugt werden. Aus dem Dampfverbundnetz des Standorts erhalten außerdem rund 2.000 Marler Haushalte auch zukünftig Fernwärme.

Durch die hochflexible Laststeuerung der Kraftwerke wird es ermöglicht, Schwankungen im Netz auszugleichen – ein wichtiger und unverzichtbarer Baustein für das Gelingen der Energiewende. Auch der autarke Inselbetrieb des Standorts bei Ausfällen und Störungen im öffentlichen Stromnetz ist möglich.

Weltweit sind bereits rund 400 Gasturbinen der Baureihe SGT-800 verkauft worden. Die Anzahl der von der gesamten Flotte bisher geleisteten Betriebsstunden beläuft sich auf mehr als acht Millionen. Die SGT-800 ist besonders für KWK-sowie GuD-Anwendungen geeignet. Die Gasturbine zeichnet sich durch hohe Zuverlässigkeit und Effizienz aus, erreicht geringe Lebenszykluskosten und einen niedrigen Schadstoffausstoß. Siemens Energy will zukünftig den Brenner der SGT-800 Gasturbine ganz ohne fossile Brennstoffe, dafür zum Beispiel mit Wasserstoff, betreiben.

Foto: Siemens / Laura Goetz

Wir lassen die Busbranche nicht im Stich

Bundesverkehrsminister Scheuer hat gestern angekündigt, die von der Corona-Krise betroffene Busbranche finanziell zu unterstützen. Dazu können Sie den für Verkehr zuständigen Stellvertretenden Vorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Ulrich Lange, gerne wie folgt zitieren:

„Der Einsatz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Busbranche trägt Früchte. Bundesverkehrsminister Scheuer wird ein 170 Millionen Euro-Paket zur Unterstützung der Busunternehmen auflegen. Das ist ein starkes Signal für die Branche, die gezwungen war, ihre Busse seit Mitte März auf den Höfen stehen zu lassen. Mit den Zuschüssen werden Kosten im Zusammenhang mit der Anschaffung von modernen Bussen finanziert werden können. Das Programm wird den Zeitraum von Mitte März bis Ende Juni abdecken.“

Fristen für Studien- und Prüfleistungen sollen pauschal verlängert werden

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer: „Wir geben Studierenden die notwendige Sicherheit“

  • Änderungen am Landeshochschulgesetz geplant.

Durch vorgesehene Änderungen am Landeshochschulgesetz sollen mögliche pandemiebedingte Nachteile für Studierende abgemildert werden, die sich an den Hochschulen beispielsweise aus der kurzfristigen Umstellung auf den weitgehenden Onlinebetrieb ergeben können. „Wir geben die notwendige Sicherheit in der aktuell herausfordernden Situation. So werden Studierende die Möglichkeit bekommen, verschiedene fachsemestergebundene Studien- und Prüfungsleistungen um ein Semester hinauszuschieben“, sagte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer am Mittwoch (17. Juni) im Landtag in Stuttgart. Die beiden Regierungsfraktionen von Grünen und CDU hatten einen gemeinsamen Gesetzentwurf eingebracht.

„Die kurzfristige Umstellung auf den Online-Betrieb unter großem Einsatz aller Hochschulangehörigen hat das Semester gerettet, war aber hier und da sicher auch eine Zumutung“, resümierte Theresia Bauer – für die Studierenden genauso wie für die Lehrenden, die Hochschulen und Studierendenwerke. „Es ruckelt und wackelt manchmal, aber im Großen und Ganzen höre ich im engen Austausch mit den Hochschulen und Studierenden, dass es vor Ort sehr gut klappt. Ich danke Hochschulangehörigen wie Studierendenwerken, die Enormes geleistet haben, damit das Semester nicht ausfallen musste, und die auch im täglichen Studienbetrieb viel leisten.“

Die Änderungen am Landeshochschulgesetz seien wichtig und notwendig, um den Hochschulen und den Studierenden pragmatische Lösungen für die besonderen Herausforderungen zu bieten – „es wird aber weitere geben müssen“, er-gänzte Theresia Bauer. „Nach dem Nothilfefonds des Landes für Studierende und weiteren Maßnahmen gehen wir nun zusammen mit den Regierungsfraktionen den nächsten Schritt.“

Theresia Bauer bezeichnete die von beiden Regierungsfraktionen vorgeschlagenen Änderungen als sinnvoll, pragmatisch und handhabbar. „Das sind Vorschläge, die ganz konkret helfen.“ Im Blick habe man dabei stets die vielfältige und facettenreiche Hochschullandschaft in Baden-Württemberg. „Es ist wichtig, dass wir nicht 08/15-Lösungen über das ganze Land ziehen.“

Fristverlängerungen

Besonders wichtig seien die Verlängerung der Prüffristen für alle Studierende um pauschal ein Semester, berichtete Theresia Bauer. Die Verlängerung werde beispielsweise möglich bei Zwischenprüfung beim Staatsexamen oder bei Orientierungsprüfungen. Wenn beispielsweise laut Satzung bei Studiengängen die Verpflichtung besteht, dass der letzte Prüfungsversuch im Sommersemester 2020 zu erfolgen hat, wird dieser durch die Gesetzesregelung um ein Semester verschoben.

Gremiensitzungen

Die Hochschulen bekommen mit den Änderungen Rechtssicherheit, dass sie berechtigt sind, ihre Gremiensitzungen unter Einsatz digitaler Technik abzuhalten. Es wird rechtssicher klargestellt, dass etwa der Verwaltungsrat sich unter anderem des Instruments der Videokonferenz bedienen kann. Wichtig sei auch dabei, so Theresia Bauer weiter, dass jede Hochschule in der Lage bleibe, über notwendige Anpassungen ihrer Lehrangebote und Satzungen selbst zu beraten und zu entscheiden. Elektronische oder online-basierte Prüfungen oder Wahlen seien bereits bislang auf Grundlage hochschuleigener Regelungen möglich.

Ausbildungsverträge DHBW

Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg, die aufgrund der Corona-Pandemie unverschuldet ihren Ausbildungsvertrag verlieren und sich daher um ein neues ausbildendes Unternehmen bemühen müssen, bekommen dafür mehr Zeit. Die bisher eingeräumte Übergangsfrist von acht Wochen bis zur Fortsetzung des dualen Studiums wird auf bis zu sechs Monate verlängert.

Überraschendes Signal im Dunkle-Materie-Detektor XENON1T

XENON1T
Das Herzstück von XENON1T.

Daten von XENON1T, dem weltweit empfindlichsten Dunkle-Materie-Detektor, enthalten einen überraschenden Signalüberschuss. Das haben die Mitglieder der XENON-Kollaboration heute bekannt gegeben. Sie behaupten aber nicht, Dunkle Materie gefunden zu haben, sondern betonen, dass die Quelle dieses unerwarteten Signals noch nicht vollständig verstanden sei. Es könnte von einer winzigen Menge Tritium (überschwerer Wasserstoff) stammen, aber auch ein Hinweis auf etwas wesentlich Spannenderes sein: die Existenz neuer Teilchen, den theoretisch vorhergesagten solaren Axionen, oder eine bisher unbekannte Eigenschaft von Neutrinos.

XENON1T war von 2016 bis Ende 2018 im Gran-Sasso-Untergrundlabor des INFN in Italien in Betrieb. Es diente primär der Suche nach Teilchen der Dunklen Materie, die 85% der Materie im Universum ausmacht, für die es aber bisher nur indirekte Hinweise gibt. XENON1T hat zwar keine Dunkle Materie entdeckt, hat aber weltweit die beste Sensitivität für die Suche nach WIMPs (Weakly Interacting Massive Particles) erreicht, die zu den theoretisch bevorzugten Kandidaten für Dunkle Materie gehören. Die sehr hohe Sensitivität von XENON1T erlaubt es darüber hinaus, nach verschiedenen neuen Teilchen und bisher unbeobachteten Prozessen zu suchen. So konnte die XENON-Kollaboration voriges Jahr die Beobachtung der seltensten jemals direkt gemessenen Kernumwandlung in Nature publizieren.

Der zur Suche nach seltensten Ereignissen optimierte XENON1T-Detektor enthielt 3,2 Tonnen hochreines, bei –95°C verflüssigtes Xenon, von denen die innersten 2 Tonnen als Nachweismedium dienten. Fliegt ein Teilchen durch die Flüssigkeit, kann es mit den Xenon-Atomen zusammenstoßen, dabei schwache Lichtsignale auslösen und Elektronen aus dem getroffenen Xenon-Atom schlagen. Da die meisten Wechselwirkungen auf bekannte Teilchen zurückgehen, diente eine Vielzahl von aufwendigen Methoden dazu, solche störenden Hintergrundereignisse auf ein bislang unerreicht niedriges Niveau zu senken. Die verbleibende Anzahl von Hintergrundereignissen haben die Wissenschaftler sehr sorgfältig bestimmt. Beim Abgleich der XENON1T-Daten mit dem Hintergrund fanden die Forscherinnen einen überraschenden Überschuss von 53 Ereignissen über die erwarteten 232 Ereignisse.

Was ist nun der Ursprung dieses Signals?

Eine Möglichkeit könnte ein bisher unerkannter Hintergrund sein, und zwar die Anwesenheit extrem kleiner Mengen von Tritium im flüssigen Xenon. Tritium, ein radioaktives Wasserstoffisotop mit zwei extra Neutronen, zerfällt spontan unter Aussendung eines Antineutrinos sowie eines Elektrons mit einer Energieverteilung ähnlich der beobachteten. Wenige Tritiumatome auf 1025 Xenon-Atome (das entspricht etwa 2 kg Xenon) würden genügen, um das Signal zu erklären. Allerdings gibt es derzeit keine unabhängigen Messungen, die die Anwesenheit derart winziger Mengen Tritium im Detektor bestätigen oder ausschließen könnten. Ob diese Erklärung für das beobachtete Signal zutrifft, muss deshalb offenbleiben.

Eine weitaus spannendere Erklärung wäre die Existenz eines neuen Teilchens. Das gemessene Energiespektrum gleicht demjenigen, das für in der Sonne erzeugte Axionen erwartet wird. Axionen sind hypothetische Teilchen, die vorgeschlagen wurden, um eine in der Natur beobachtete Symmetrie der Kernkräfte zu verstehen. Die Sonne könnte eine starke Quelle von Axionen sein. Diese solaren Axionen sind zwar keine Dunkle-Materie-Kandidaten, aber ihr Nachweis wäre die erste Beobachtung einer sehr gut motivierten, aber noch nicht gefundenen Klasse von Teilchen. Dies hätte große Bedeutung für unser Verständnis von fundamentaler Physik, aber auch von astrophysikalischen Phänomenen. Im frühen Universum erzeugte Axionen könnten zudem eine Quelle für Dunkle Materie sein.

Alternativ könnten auch überraschende Eigenschaften von Neutrinos hinter dem unerwarteten Signal stecken. In jeder Sekunde durchqueren Billionen von Neutrinos völlig ungehindert den Detektor. Als eine Erklärung käme in Frage, dass das magnetische Moment der Neutrinos größer ist als vom Standardmodell der Elementarteilchenphysik vorhergesagt, was ein klarer Hinweis auf „neue Physik“ wäre.

Von allen drei betrachteten Erklärungen zeigen Signale solarer Axionen die beste Übereinstimmung mit den gemessenen Daten. Allerdings ist die statistische Signifikanz von 3,5 Sigma (d.h. mit einer Wahrscheinlichkeit von zwei Zehntausendsteln handelt es sich bei dem Signal um eine zufällige Fluktuation, die somit nicht völlig ausgeschlossen ist) zwar recht hoch, aber nicht hoch genug für eine Entdeckung. Die beiden anderen Erklärungen sind mit 3,2 Sigma ähnlich gut mit den Daten vereinbar.

Nach dem Umbau von XENON1T zu XENONnT mit der dreifachen aktiven Detektormasse und geringerem Hintergrund werden bald noch bessere Daten zur Verfügung stehen. Die Mitglieder der XENON-Kollaboration sind zuversichtlich herauszufinden, ob dieses überraschende Signal nur eine statistische Fluktuation, eine weitere Hintergrundkomponente oder etwas bei weitem Spannenderes ist: ein neues Teilchen oder eine Wechselwirkung jenseits der bekannten Physik.

In der XENON-Kollaboration arbeiten 163 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus 28 Institutionen in 11 Ländern zusammen. Aus Deutschland sind 5 Institutionen maßgeblich beteiligt: Das Max-Planck-Institut für Kernphysik in Heidelberg war für die Lichtsensoren, den Nachweis geringster Spuren Radioaktivität im Detektormaterial und im flüssigen Xenon verantwortlich, die Universität Münster entwickelte das Tieftemperatur-Destillationssystem zur Entfernung von radioaktiven Verunreinigungen aus dem flüssigen Xenon sowie ein allgemeines Xenon-Reinigungssystem, die Universität Mainz war für das Myon-Vetosystem verantwortlich und hat zum Xenon-Rückführungs- und Speichersystem wesentlich beigetragen, und die Universität Freiburg war für den Bau des Detektors und die Datenerfassungselektronik verantwortlich. Alle Institute wie auch das erst seit Kurzem in der Kollaboration mitarbeitende Karlsruher Institut für Technologie sind an der Datenanalyse beteiligt. Die Forschung der deutschen Gruppen bei XENON wird im Wesentlichen von der Max-Planck-Gesellschaft und der Verbundforschung des BMBF finanziert.

Foto: © XENON Collaboration

KiTas und Schulen müssen besser vorbereitet und unterstützt werden

Nachdem in der Fleischfabrik Tönnies in Rheda-Wiedenbrück heute deutlich über 600 neue Coronafälle festgestellt wurden, müssen ab morgen im gesamten Kreisgebiet Gütersloh erneut alle Schulen und Kindergärten geschlossen werden.

Die GEW hatte im Vorfeld die Rückkehr der KiTas sowie der Schulen im Primarbereich zu einem Regelbetrieb zum jetzigen Zeitpunkt massiv kritisiert. Auch wenn die erneuten Schließungen nicht direkt damit in Verbindung stehen, zeigen sich dadurch doch die Schwierigkeiten, mit denen wir auch im kommenden KiTa- bzw. Schuljahr rechnen und vor allem planen müssen. Um Superspreadingevents in KiTas und Schulen zu vermeiden, fordert die GEW da-her regelmäßige Tests auf freiwilliger Basis in allen Bildungseinrichtungen.

„Gerade heute hat die Bundeskanzlerin verkündet, dass ab dem kommenden Schuljahr alle Schulen wieder zum Regelbetrieb zurückkehren sollen. Das macht umso deutlicher, dass es dringend Konzepten bedarf, wie ein verantwortungsbewusster Regelbetrieb aussehen und wie mit Krisensituationen umgegangen werden kann.“, so Stephan Osterhage-Klingler von der GEW im Bezirk Detmold. „Die Schulen müssen für einen Regelbetrieb, der auch den Ansprüchen des Infektionsschutzes genügt, genauso vorbereitet und ausgestattet werden wie auch für die Möglichkeit, dass es zu weiteren örtlichen und temporären Schließungen kommt.“

Aus Sicht der GEW im Bezirk Detmold, bedarf es dafür einer besseren Ausstattung der KiTas und Schulen sowohl mit pädagogischem Personal als auch mit sächlicher Ausstattung. „Die Coronapandemie hat gezeigt, wie elementar wichtig es ist, die Bildungseinrichtungen angemessen auszustatten. Nur mit genügend Fachpersonal können zum Beispiel kleinere Gruppen ermöglicht werden und ein Unterricht auf Distanz bedarf zwingend einer guten digitalen Ausstattung der Schulen, sowie der Schüler*innen und Lehrkräfte und angemessener Fortbildungen“, so Osterhage-Klingler weiter. „Wenn wir nicht jetzt in die Bildung investieren, wer-den wir auch in Zukunft Probleme haben ein angemessenes pädagogisches Angebot in allen Bildungseinrichtungen vorzuhalten.“

Jetzt ist die Zeit, die Weichen für die Zukunft der KiTas und der Schulen zu stellen und auch die Pädagog*innen durch umsetzbare und verlässliche Rahmenvorgaben zu unterstützen.

Rhein-Ruhr-Express: Nahverkehr Rheinland begrüßt Abellio und den RRX

Leute im Zug

Hagen. Das bedeutendste Schieneninfrastrukturprojekt des Landes wächst weiter. Seit Betriebsstart am Sonntag, 14. Juni 2020, rollen neue RRX-Fahrzeuge vom Typ Desiro HC der Firma Siemens auf der meistgenutzten Strecke in NRW zwischen Aachen Hbf und Hamm (Westf) Hbf unter der Führung der Abellio Rail NRW GmbH. Das nordrhein-westfälische Eisenbahnverkehrsunternehmen wird noch bis Dezember 2020 vom bisherigen Betreiber der Linie, der DB Regio, unterstützt; die Linie wird in einem sog. Mischbetrieb gefahren, bis das von Abellio benötigte Fahrpersonal die Ausbildung abgeschlossen hat. Die Ausbildung musste aufgrund der Corona-Pandemie unterbrochen werden. Deshalb werden zunächst auf einzelnen Fahrten noch bis zum Fahrplanwechsel 2020/2021 die bekannten, roten DB-Fahrzeuge zu sehen sein.

„Seit heute sind wir auch im Rheinland zwischen Aachen und Köln, durch das Ruhrgebiet bis nach Hamm in Westfalen unterwegs. Für uns ist das ein weiterer, großer Schritt im SPNV in NRW, bei dem wir herzlich von den Partnern und Kollegen in der Region aufgenommen wurden. Trotz der aktuell widrigen Umstände haben wir mit der professionellen Unterstützung der Kollegen von DB Regio einen ordentlichen Start auf der Strecke der Linie RE 1 (RRX) hingelegt. Dafür möchte ich mich herzlich bedanken, denn so können wir den Fahrgästen einen verlässlichen Service auf der Linie bieten“, so Rainer Blüm, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail NRW.

Die erfolgreiche Umsetzung ist ein weiterer zentraler Meilenstein bei der Realisierung des Gesamtprojekts, wie Heiko Sedlaczek, Geschäftsführer der Nahverkehr Rheinland (NVR) GmbH, unterstreicht: „Mit der Inbetriebnahme des RE 1 (RRX) ist ein weiterer zentraler Meilenstein bei der Realisierung des RRX-Projekt gesetzt – auch, wenn bedingt durch die besondere Situation, nicht gleich alle neuen RRX-Fahrzeuge eingesetzt werden können. Wir freuen uns trotzdem sehr, dass wir mit Abellio ein weiteres Schienenverkehrsunternehmen im Rheinland begrüßen können und wünschen dem Unternehmen und seinen Mitarbeitern viel Erfolg mit dem Betrieb des RE 1 (RRX).“ Abellio sei mittlerweile das 9. Eisenbahnverkehrsunternehmen, das SPNV-Leistungen im Gebiet des Nahverkehr Rheinland erbringt. „Das zeigt, dass der Wettbewerb zwischen den Verkehrsunternehmen weiter voranschreitet. Durch diese verstärkte Konkurrenz profitieren insbesondere die Fahrgäste“, so Heiko Sedlaczek.

Auf der Linie RE 1 (RRX) hält nun mit den neuen RRX-Fahrzeugen gleichzeitig auch ein neuer Komfort Einzug. Die Elektrotriebzüge vom Typ Desiro HC fahren zum größten Teil in Doppeltraktion und bieten den Fahrgästen damit ein erhöhtes Sitzplatzangebot mit bis zu 800 Sitzplätzen. Die Fahrgäste profitieren zudem von einem stufenlosen Ein-​ und Ausstieg, breiteren Türen und einen besseren Mobilfunkempfang sowie bequemen Sitze, Steckdosen am Platz, Leselampen und freiem WLAN. Sowohl auf den von der DB Regio betriebenen, altbekannten roten Fahrzeugen, als auch auf den neuen RRX-Fahrzeugen, ist das Kundenbetreuerpersonal von Abellio im Einsatz und heißt die Fahrgäste an Bord herzlich willkommen.

Foto: Abellio