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Ideen-Labor in der “Garage 33” mit vielen kreativen Vorschlägen

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Mit einem Ideen-Labor im Start-up-Center "Garage 33" im Paderborner Technologiepark hat die Stadt Paderborn gemeinsam mit der Universität Paderborn und dem Heinz-Nixdorf-Museumsforum (HNF) den Neustart der Paderborner Wissenschaftstage eingeleitet.

Mit einem Ideen-Labor im Start-up-Center “Garage 33” im Paderborner Technologiepark hat das Amt für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing den Neustart der Paderborner Wissenschaftstage eingeleitet. Was sind die Besonderheiten der Wissenschaftsstadt Paderborn? Welche Zielgruppen sollte ein Science-Festival ansprechen? Welche Inhalte sind dabei gefragt? Das waren drei von einer ganzen Reihe Fragen, die unter der Moderation von Dr. Annette Klinkert von der city2science GmbH gestellt wurden. Etwa 35 Interessierte aus Wissenschaft, Verwaltung, Einrichtungen, Schulen und Vereinen der Stadt hatten sich auf Einladung des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing der Stadt Paderborn beim Ideen-Labor zusammengefunden, um mit ihren Gedanken und Ideen die Wissenschaftstage weiterzuentwickeln.

Die Paderborner Wissenschaftstage haben ihre Wurzeln in dem 2005 erstmals veranstalteten „Tag der Technik und Naturwissenschaften“, einer Initiative der Stadt Paderborn. 2010 vereinbarten die drei Partner Universität, HNF und Stadt eine Kooperation für die Wissenschaftstage. Sie präsentierten seitdem jährlich ein umfangreiches Programm jeweils vor und im Rathaus, im HNF und an der Uni. Zahlreiche Akteure, u. a. die Schulen aus dem Stadt- und Kreisgebiet Paderborn, wie auch die bekannten Moderatoren Ralph Caspers und Sascha Ott lieferten Beiträge aus allen Bereichen der Wissenschaft. Das jetzt durchgeführte Ideen-Labor soll die Basis für ein neues, innovatives und tragfähiges Konzept bilden.

Bürgermeister Michael Dreier, der auch an dem Ideen-Labor teilnahm: “Unser Ziel ist es, die Stärken des Wissenschaftsstandorts Paderborn zeitgemäß zu präsentieren. Damit wollen wir die Wissenschaft als regionalen und überregionalen Imagefaktor mehr noch nutzen und das Thema für die Zukunft aufstellen.”

Foto: Stadt Paderborn

Nobelpreis für Chemie

Experiment

Handys, Laptops, E-Mobilität: Ohne leistungsfähige Batterien sähe die neue digitale Revolution alt aus. Anfang der 1990er Jahre haben Lithium-Ionen-Akkus ihren Siegeszug angetreten. Für deren Entwicklung sind der in Jena geborene US-Amerikaner John Goodenough, der Brite Stanley Whittingham und der Japaner Akira Yoshino mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden. Die Arbeit der Freiburger Chemikerin Prof. Dr. Birgit Esser baut auf dieser Errungenschaft auf. Sie entwickelt neuartige und umweltfreundlichere Akkus, ohne Schwermetalle, mit einer schnelleren Ladezeit und einer längeren Haltbarkeit. „Forscherinnen und Forscher weltweit konzentrieren sich heute auf alle Aspekte von Lithium-Ionen-Akkus, angefangen bei der Entwicklung neuer Kathodenmaterialien über Additive und Elektrolyte bis zur Modifikation der Anode“, sagt Esser. Die Arbeit der drei Wissenschaftler habe ein ganzes Forschungsfeld angeschoben.

In herkömmlichen Batterien oder Akkus bestehen die Elektroden aus unterschiedlichen Metalloxiden. „Wir haben das Schwermetalloxid auf der Kathodenseite durch ein organisches Material ersetzt“, erklärt Esser. Die Kathode ist die Elektrode, die beim Entladen Elektronen aufnimmt. Die Anode, ihr Gegenpol, gibt Elektronen ab. Hier findet also beim Entladen eine Oxidationsreaktion statt. Eine komplette Kunststoffbatterie ist vorerst allerdings noch Zukunftsmusik. Die Anode besteht weiterhin aus Lithium. „Für sie ein passendes organisches Material zu entwickeln ist schwieriger“, so die Wissenschaftlerin. Es gebe in der Forschung jedoch neue Ansätze, bei denen andere und weitreichender verfügbare Metalle wie Natrium oder Magnesium zusammen mit Metalloxiden als Kathodenmaterialien verwendet werden sollen. „In meinem Forschungsbereich der Kunststoffbatterien können solche in Zukunft ganz ohne Metalle auskommen“, erläutert die Chemikerin.

Aufgrund ihrer zunehmenden Bedeutung und der politischen Diskussion um die Elektromobilität stoße die Li-Ionen-Technologie heute bereits auf großes Interesse der Öffentlichkeit. „Ich erwarte, dass dies und auch das Interesse an meiner Forschung durch den Nobelpreis zunehmen wird.“

Prof. Dr. Birgit Esser ist seit 2015 Professorin für Molekulare/Organische Funktionsmaterialien an der Universität Freiburg. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Entwicklung organischer Elektrodenmaterialien für Batterien sowie die Synthese funktioneller organischer Verbindungen für optoelektronische Anwendungen.

Foto: Klaus Polkowski

Air Astana präsentiert den ersten A321LR

Flugzeug

Air Astana, die führende Fluggesellschaft Kasachstans, hat im Rahmen einer Feier im Technikzentrum am internationalen Flughafen Nursultan Nazarbayev ihren ersten Airbus A321LR „Super Arrow“ vorgestellt. Air Astana ist die erste Airline in den GUS-Staaten, die diesen Flugzeugtyp in Dienst stellt. Sechs weitere A321LR werden als Leasing Maschinen der amerikanischen Firma Aircap folgen. Die neuen Super Arrows lösen bei Air Astana Maschinen vom Typ Boeing 757 ab, die seit 2003 zur Flotte gehören.

Die Airbus-Flotte von Air Astana umfasst derzeit 19 Jets: acht A320, vier A321, drei A320neo, drei A321neo und einen A321LR. Das Durchschnittsalter der Flugzeuge bei Air Astana beläuft sich auf 7,1 Jahre und gehört damit zu den jüngsten in der Branche.

„Die Indienststellung des ersten A321LR Super Arrow bedeutet für die Flottenerneuerung von Air Astana einen wichtigen Meilenstein, da die mit modernster Technik ausgestatteten Flugzeuge weniger CO2-Emissionen und Lärm verursachen, deutlich effizienter betrieben werden und den Gästen an Bord mehr Komfort bieten“, sagte Peter Foster, President und CEO von Air Astana. „Dank der Ausstattung mit Sitzen in Business Class, die sich in ein Bett verwandeln lassen, und Slim Seats in Economy Class sowie vielen weiteren Annehmlichkeiten in der Kabine gewährleisten wir ein Höchstmaß an Komfort, in dessen Genuss unsere Fluggäste auf den Verbindungen nach Westeuropa, Südostasien, Moskau, Dubai, Istanbul und Peking kommen werden.“

An Bord der A321LR verfügen die Sitze in der Business Class über einen 16-Zoll-Monitor und können schnell in ein flaches Bett umgewandelt werden. Vier Sitze bieten darüber hinaus extra viel Platz. Die Economy Class ist mit Recaro-Sitzen ausgestattet, die neben einem individuellen 10-Zoll-Monitor den Fluggästen mehr Komfort auf langen Flügen bieten. Die Farben und das elegante Design der Innenausstattung wurden speziell für Air Astana entwickelt und spiegeln auch die Herkunft der Fluggesellschaft wider.

In der Kabine kommt, wie in allen anderen Airbus- und Boeing-Flugzeugen in der Air-Astana-Flotte, ein Zodiac-Unterhaltungsproramm (RAVE) zum Einsatz. Das Flugzeug besitzt Triebwerke der neuesten Generation von Pratt & Whitney. Im Vergleich zu heute betriebenen Flugzeugen reduzieren diese den Kraftstoffverbrauch und die CO2-Emissionen um jeweils 20 Prozent, sind um 5 Prozent günstiger in der Wartung und verursachen 50 Prozent weniger Lärm.

Während der Präsentation des neuen Flugzeuges kündigte Air Astana darüber hinaus eine Spende in Höhe von 20.000 US-Dollar für die nationale Paralympics-Organisation an. Mit dem Geld sollen in Kasachstan unter anderem paralympische Sportarten gefördert sowie das Training von paralympischen Sportlern gefördert werden, die an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.

Foto: Air Astana

Probleme mit der Kostenschätzung in Oer-Erkenschwick

Eine Kostenschätzung ist elementarer Bestandteil eines Bürgerbegehrens – ohne sie ist ein Bürgerbegehren ungültig. Über die Erstellung dieser Kostenschätzung streiten sich aktuell die Bürgerinitiative „Rettet den Stadtpark“ und die Verwaltung der Stadt Oer-Erkenschwick.

Seit 2011 wird die Kostenschätzung auf Antrag von der Stadtverwaltung erstellt. Die Initiative „Rettet den Stadtpark“ hatte die Kostenschätzung erstmalig am 26. August beantragt. In ihrem Antrag erklärte die Initiative, dass sich ihr Bürgerbegehren gegen einen Beschluss zur Umnutzung des Stadtparks richte. Das Ziel sei, die Bebauung des Stadtparks zu verhindern. In ihrem Antwortschreiben lehnte die Stadtverwaltung den Antrag ab. Sie verwies auf fehlende Informationen. So müsse die Initiative die konkrete Frageformulierung nebst Begründung vorlegen und auch die Vertretungsberechtigten des Bürgerbegehrens nennen.

„Die Verwaltung von Oer-Erkenschwick missversteht die Gemeindeordnung“, kommentiert Alexander Trennheuser, Landesgeschäftsführer des Fachverbandes Mehr Demokratie NRW. Die Verwaltung verlange, die komplette Fragestellung und Begründung vorzulegen. Das sehe die Gemeindeordnung so nicht vor und sei auch nicht die Rechtspraxis. Lediglich das Ziel des Bürgerbegehrens müsse für die Erstellung der Kostenschätzung angegeben werden. „Das Ziel des Bürgerbegehrens ist seit dem ersten Schreiben an die Stadt sonnenklar. Seit Einführung der Kostenschätzung in NRW Ende 2011 hat es mehr als 200 Bürgerbegehren gegeben. Bei keinem einzigen anderen Bürgerbegehren wurden derart umfangreiche Angaben von den Initiatoren verlangt“, so Trennheuser. Das habe er der Verwaltung auch in einer erklärenden Email auf Bitte der Bürgerbegehrensinitiatoren mitgeteilt.

Seit der Einführung der Kostenschätzung hatte es immer wieder Probleme mit dieser gegeben. Erst Anfang des Jahres verweigerte die Verwaltung der Stadt Paderborn einer Initiative ebenfalls die Herausgabe einer Kostenschätzung. Die Bonner Verwaltung verrechnete sich 2018 bei einem Bürgerbegehren und musste nach erfolgreicher Klage vor dem Verwaltungsgericht ihre Schätzung auf ein Zehntel der ursprünglichen Summe korrigieren. In Porta Westfalica verzögerte sich 2017 ein Bürgerbegehren satte 231 Tage, bis die Stadt eine Kostenschätzung vorlegte. In Elsdorf sah sich die Stadt im selben Jahr bei gleich bei zwei Bürgerbegehren außerstande, überhaupt eine Kostenschätzung abzugeben.

Mehr Demokratie fordert, dass die Kostenschätzung nach dem bayerischen Vorbild vollständig aus dem Anforderungskatalog für Bürgerbegehren gestrichen wird.

Tarifrunde Ärzte: Verhandlungen werden fortgesetzt

Caritas-Dienstgeber gehen zuversichtlich in die nächsten Gespräche.

Fulda. Die Arbeitsrechtliche Kommission konnte in ihrer heutigen Sitzung noch kein Ergebnis für Ärzte in katholischen Krankenhäusern erzielen. Der Streitpunkt besteht nicht in den linearen Erhöhungen. Vielmehr werden noch Lösungen für die Regelungen der Bereitschaftsdienste gesucht. Anzahl und Umfang der von Ärzten zu leistenden Bereitschaftsdienste sollen weiter begrenzt werden.

„Es passt nicht zur konsensualen und erfolgreichen Tariffindung im Dritten Weg, wenn die Mitarbeiterseite hier nun an ihren Maximalforderungen festhält“, erklärt Norbert Altmann, Sprecher der Dienstgeberseite. „Wir haben tragfähige Regelungen vorgeschlagen und setzen nun darauf, dass wir in den nächsten Sitzungen zu einer Einigung kommen.“ Die Verhandlungen werden am 31. Oktober fortgesetzt.

Die Dienstgeberseite betont, dass bereits in wesentlichen Punkten Einigkeit besteht. Allerdings müssen die Strukturen der Caritas-Krankenhäuser stärker berücksichtigt werden. Insbesondere die kleinen Fachabteilungen benötigen passgenaue Lösungen, um Wirtschaftlichkeit und Versorgungssicherheit gleichsam zu gewährleisten.

ARD-Erfolgsformat „Verrückt nach Meer“ legt mit MS »Hamburg« ab

Schiff vor Elbphilharmonie

Das ARD-Erfolgsformat „Verrückt nach Meer“ nimmt mit einem neuen Schiff Kurs auf 50 weitere Folgen. Ab September 2019 starten die Dreharbeiten an Bord des kleinsten Kreuzfahrtschiffs Deutschlands: der MS »Hamburg« von Plantours Kreuzfahrten. Dabei nimmt die MS »Hamburg« Kurs auf die paradiesische Inselwelt der Karibik und die faszinierende Küste Brasiliens. Die Reisen des Schiffes auf den Großen Seen in den USA und Kanada sowie später sogar durch die Antarktis stellen weitere spektakuläre Highlights der geplanten Dreharbeiten dar.

Im Auftrag der ARD produziert die erfahrene Kölner Produktionsfirma Fandango die neuen Folgen der ebenso unterhaltsamen wie informativen Reisedokumentation. Produzent Geronimo Beckers setzt mit der MS »Hamburg« auf „eine Kombination aus enormer Routenvielfalt, außergewöhnlichen Destinationen und einer ebenso leidenschaftlichen wie professionellen Schiffsbesatzung.“ „Wir wollen die Zuschauer – neben klassischen Reise-Attraktionen, wie zum Beispiel einem Besuch bei den legendären Niagara-Fällen – auch immer wieder auf unterhaltsame Abenteuer abseits des touristischen Mainstreams mitnehmen“, ergänzt Fandangos Head of Development, Daniel von Rosenberg.

Für den Bremer Veranstalter Plantours Kreuzfahrten startet der Drehbeginn pünktlich zum 30sten Firmengeburtstag. Geschäftsführer Oliver Steuber freut sich entsprechend: „Für das sehr besondere Routing der »Hamburg« wurden wir bereits mehrfach ausgezeichnet, jetzt nehmen wir sogar Kurs auf deutsche Wohnzimmer. Wichtig für uns war von Beginn an, dass wir das echte Leben an Bord unseres Schiffes vor die Kameras bringen. Hier verfolgt die ARD gemeinsam mit der Produktionsfirma einen gelungenen Fahrplan. Und nicht zuletzt finden die Dreharbeiten in einem kleinen und sehr vertrauensvollen Rahmen statt, der sowohl unseren Gästen als auch unserer Mannschaft an Bord sehr entgegen kommt.“

Die ersten Folgen von „Verrückt nach Meer“ mit der MS »Hamburg« sollen ab Frühjahr 2020 in der ARD auf dem gewohnten Sendeplatz um 16.10 Uhr ausgestrahlt werden.

Foto: Oliver Asmussen

Pop-Queen meldet sich zurück mit neuer Tournee „Herz Kraft Werke – Live Sommer 2020“

Sarah
Die Pop-Queen meldet sich mit neuem Album „Herz Kraft Werke“ zurück und präsentiert zugleich die gleichnamige „Live Sommer 2020“-Tour, mit der sie am 02. August 2020 auch in der ostwestfälischen Eventarena in HalleWestfalen gastiert.

HalleWestfalen. Endlich: Sarah Connor veröffentlichte am 31. Mai 2019 ihr neues Album „Herz Kraft Werke“! Vier Jahre nach dem fünffach Platin ausgezeichneten Erfolgswerk „Muttersprache“ meldete sich die Pop-Queen mit „Vincent“, der ersten Single ihres neuen Longplayers, zurück aus der kreativen Schaffensphase, die die 39-jährige Künstlerin unter anderem auch in Studios nach Nashville, Tennessee und London geführt hat. Nun präsentiert die Sängerin und Songwriterin ihr insgesamt zehntes Studioalbum, auf dem sie noch selbstbewusster ihre einzigartige Stimme mit der deutschen Sprache verbindet. Zugleich kündigt die blonde Soulstimme, die gekonnt zwischen kraftvollen Power-Tiefen und mädchenhaften Sopranhöhen wechselt, nach ihrer nahezu ausverkauften Herbsttournee 2019 eine zunächst 22 Städte umfassende Open Air-Tour für das kommende Jahr an.

Ihre Sommertour 2020, auf die sich Sarah Connor schon jetzt freut und die ihren Adrenalinspiegel steigen lässt, ist ein Dankeschön an ihre Fans: „Unmittelbar vor Konzertbeginn, bekomme ich nur schwer Luft und denke, ich muss sterben vor Lampenfieber. Doch wenn der Vorhang fällt, die Musik einsetzt, ich die Hände und Gesichter sehe und die Rufe der Fans höre, dann weiß ich: Das wird ein geiler Abend.“ Einer dieser Auftritte der „Herz Kraft Werke – Live Sommer 2020“-Tour führt die gebürtige Delmenhorsterin am 02. August (Sonntag) 2020, ab 19.00 Uhr, auch in das GERRY WEBER STADION – ihr dann siebter Aufritt in HalleWestfalen.

Sarah Connor rockte die ostwestfälische Eventarena letztmals am 07. Juli 2017 und begeisterte 6.300 Fans bei ihrem „Muttersprache“-Zusatzkonzert. Nur ein Jahr zuvor, am 22. April 2016, riss die Popsängerin mit ihrem deutsch-sprachigen Debütalbum 7.500 Zuschauer in der ausverkauften Haller Eventarena von den Sitzen. Für dieses Konzert-Highlight erhielt sie von Geschäftsleiter Ralf Weber (GERRY WEBER MANAGEMENT & EVENT) den „Sold Out“-Award. Neben ihren „Muttersprache“-Tourneen war Sarah Connor beim größten deutschen ATP-Tennisevent zu Gast: Am 13. Juni 2009 und am 16. Juni 2012 im Rahmen der glamourösen Galaabende am Samstagabend vor dem Finaltag sowie am 18. Juni 2015 auf der Showbühne im Public-Bereich. Ihre konzertante Premiere in der Lindenstadt gab die Norddeutsche am 08. Oktober 2005 bei ihrer „Naughty but Nice-Tour“ vor 3.600 Fans.

Mit über 1,2 Millionen verkauften Einheiten und drei ausverkauften Live-Tourneen gilt Sarah Connors deutschsprachiges Debütalbum „Muttersprache“ als Meilenstein – in der Pop-Musik, aber auch für sie als Künstlerin: Nach 15 Jahren erfolgreicher Musikkarriere sang sie zum ersten Mal alle Songs in ihrer Muttersprache Deutsch ein. Sie schrieb zum ersten Mal alle Songs und Texte und sie hatte eine klare Vision für die Geschichten, die sie mit ihrer Musik erzählen will. „Es war eine Herausforderung und die größte Befreiung. Meine Geschichten, Ideen, Sorgen und Ängste flossen in meine Lieder. Keiner, und ich zu allerletzt, hätte erwartet, dass es später so viele Menschen berühren würde.“

Eintrittskarten sind zum Preis ab 54,90 Euro unter der telefonischen Hotline (05201) 81 80 erhältlich. Des Weiteren via Internet unter gerryweber-world.de . Das TICKET CENTER ist wie folgt zu erreichen: Weidenstraße 2 (direkt an der B68 Richtung Osnabrück/Bielefeld gelegen), 33790 HalleWestfalen.

Foto: ©Nina Kuhn

Der nierenkranke Patient: Zwischen Wohl und Ökonomisierung

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Die Parlamentarische Staatssekretärin Sabine Weiss mit dem KfH-Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr. med. Dieter Bach (rechts) und dem KfH-Präsidiumsvorsitzenden Prof. Dr. med. Ulrich Frei (links).

Berlin. Ärzte, Pflegexperten und Patientenvertreter haben bei einem gesundheitspolitischen Forum des KfH Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation e. V. in Berlin die Bedeutung gemeinnütziger Anbieter in der Nephrologie unterstrichen. „Die Gemeinnützigkeit in der nephrologischen Versorgung tut dem Patienten gut“, stellte der KfH‐Vorstandsvorsitzende Professor Dr. med. Dieter Bach heraus. Als ärztlich getragene, gemeinnützige und nicht gewinnorientierte Gesundheitseinrichtung biete das KfH weit mehr als die reine Dialysebehandlung und habe ausschließlich den Patienten im Blick, sagte Bach. Der KfH‐Vorstandsvorsitzende skizzierte in Berlin die Sichtweise des KfH für eine umfassende Behandlung: „Unser gemeinnütziger Blick geht vom Patienten aus: Er soll im besten Fall gar nicht, oder aber möglichst lange nicht an die Dialyse müssen. Prävention steht an erster Stelle. Sollte eine Nierenersatztherapie unumgänglich sein, bieten wir das gesamte Spektrum der nephrologischen Versorgung an.“ Gemeinnützigkeit in der Versorgung bedeute Professionalität und müsse eine tragende Säule bleiben, so Bach.

Hintergrund der Themensetzung im gesundheitspolitischen Forum des KfH ist die zunehmende Veränderung im Dialysemarkt in Deutschland: „Zu Lasten von niedergelassenen Ärzten mit Dialyseeinrichtungen haben sich in den vergangenen zehn Jahren industrie‐ und kapitalgetriebene Anbieter durch Aufkauf von Praxen ausgebreitet“, skizzierte Prof. Dr. med. Ulrich Frei, Präsidiumsvorsitzender des KfH. „Diese vom Shareholder Value gesteuerten Einrichtungen stehen dem gemeinnützigen Verein gegenüber.“

Breite Würdigungen zu 50 Jahren KfH

Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Gesundheit, sagte vor Ort in ihrer Laudatio, das KfH sei „ein unverzichtbarer Helfer im deutschen Gesundheitswesen“ und dort „ein Vorbild“. Weiss stellte heraus, dass das KfH „der älteste und größte Dialyseanbieter in Deutschland und jetzt ein nephrologischer Gesamtversorger ist, der sich den möglichst langen Erhalt der Nierenfunktion auf die Fahne geschrieben hat.“ Für das KfH stünde „nicht der wirtschaftliche Gewinn, sondern allein das Wohl des Patienten im Mittelpunkt“. Weiss erinnerte speziell an die Rolle des KfH als Gründer der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), die heute die Organtransplantation in Deutschland koordiniert, und sprach die aktuelle Organspende‐Diskussion an: „Die doppelte Widerspruchsregelung fordert jeden auf, sich mitder Organspende und der eigenen Spendebereitschaft auseinanderzusetzen.“

Für die Deutsche Gesellschaft für Nephrologie (DGfN) stellte Präsident Prof. Dr. med. Andreas Kribben heraus, das KfH habe die hohe Qualität der nephrologischen Versorgung in Deutschland wesentlich mitbegründet. Bezogen auf die steigende Zahl kommerzieller Anbieter bei den ambulanten Dialyseeinrichtungen sagte Kribben: „Um die Nephrologie dauerhaft in Deutschland weiterzuentwickeln, ist es wichtig, dass wir gemeinsam auftreten und mit einer Stimme sprechen.“

Prof. Dr. med. Ulrich Frei, Präsidiumsvorsitzender des KfH, erinnerte an die Zeit vor 50 Jahren, als „das Versagen der Nieren ein Todesurteil war“. Mit der KfHGründung wurde das Heimdialyseverfahren in Deutschland eingeführt: „Die ersten Patienten samt Partner wurden von einem kooperierenden Arzt in London in der Selbstbehandlung zu Hause geschult. Das genauso geniale wie einfache Prinzip war, dass der Verein Dialysemaschinen auf Kredit besorgte und diese durch Abrechnung der Einzelbehandlungen mit den Kostenträgern ebenso finanzierte wie die pflegerische und ärztliche Betreuung.“

Patientenorientierung setzt medizinische Unabhängigkeit voraus

In einem Impulsvortrag nahm der Bremer Arzt und Medizinethiker Prof. Dr. Dr. med. Karl‐Heinz Wehkamp Stellung zur medizinischen Versorgung zwischen Patientenwohl und Ökonomie. Bis zu Beginn des 21. Jahrhunderts seien die ethischen Leitwerte der Medizin wie Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität auch für das politische Gesundheitssystem bestimmend gewesen, sagte er. „Diese Kongruenz wird aktuell unterlaufen: Die Medizin gerät unter die Herrschaft des ökonomischen Kalküls und des betriebswirtschaftlichen Gewinnstrebens.“

Eigene Forschungen legten den Schluss nahe, „dass in der deutschen Krankenhausmedizin ökonomische Interessen zunehmend medizinische Entscheidungen beeinflussen – zum Nachteil von Patienten und medizinischem Personal.“ Ärzte seien heute auch an betriebswirtschaftliche Vorgaben wie Gewinn und Rendite gebunden. „Der Charakter der Medizin verändert sich“, stellt Wehkamp fest. Es bestehe Gefahr, dass finanzielle Anreize die beste Versorgung der Patienten verhindern. Wehkamp möchte die Politik in die Pflicht nehmen und forderte unter anderem: „Schafft eine Finanzierungsordnung, die Ärzte und Management nicht zwingen, Patienten als ‚Cash Cows‘ zu missbrauchen. Lasst den Ärzten Zeit für die Basisleistungen guter Medizin. Sprecht nicht von Qualitätsorientierung, während ihr gleichzeitig die Voraussetzungen dafür entzieht.“ Echte Patientenorientierung setze medizinische Unabhängigkeit voraus. Das KfH sei sicherlich „ein Bollwerk“ gegen die erkennbare Entwicklung.

Experten beziehen Stellung zur zunehmenden Ökonomisierung

Abgeschlossen wurde das gesundheitspolitische Forum des KfH von einer Podiumsdiskussion, durch die der Medizinjournalist Helmut Laschet führte. Vertreter aller Bereiche beleuchteten dabei, was die zunehmende Ökonomisierung in der Nephrologie für die Patienten, die Pflegekräfte und die Nephrologen bedeutet. Peter Gilmer (Mainz), Vorsitzender des Patientenverbandes Bundesverband Niere e. V., wies darauf hin, dass auch die Selbsthilfe gemeinnützig organisiert sei und „eine neue emotionale Heimat für die neuen Lebensumstände“ als nierenkranker Patient biete.

Prof. Dr. Michaela Zeiß (Frankfurt am Main), Expertin für Pflege‐ und Gesundheitsmanagement, sagte: „Wir brauchen hochqualifizierte Menschen, die in diesem Beruf gut arbeiten und auch anerkannt werden. Und wir müssen daran arbeiten, dass die Pflege als Beruf wertgeschätzt wird.“ Der KfH‐Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. med. Dieter Bach erläuterte in der Podiumsdiskussion unter anderem den KfHinternen Ethikleitfaden, in dem darauf hingewiesen wird, dass der Patient immer im Mittelpunkt stehe. Der Kindernephrologe Prof. Dr. med. Peter Hoyer (Essen), Vorsitzender der Gesellschaft für Pädiatrische Nephrologie, wies darauf hin, dass dank des KfH die nephrologische Behandlung von Kindern anerkannter Standard sei. Die hohe Spezialisierung in diesem Feld bedeute, dass medizinisches Know‐how gebündelt werden müsse. In bundesweit 16 KfHNierenzentren für Kinder und Jugendliche wird die große Mehrheit aller nierenkranken jungen Patienten behandelt. „Ohne die KfH‐Struktur“, so Hoyer, „wäre ihre Versorgung gar nicht möglich.“ Für den Medizinökonom und Transplantationsmediziner Prof. Dr. Dr. med. habil. Dr. phil. Dr. theol. h. c. Eckhard Nagel (Bayreuth) ist das KfH „ein exzellentes Beispiel, wie Gemeinnützigkeit die medizinische Entwicklung fördert. Das KfH habe in den 1970er Jahren erkannt, dass es mit der Nierentransplantation eine bessere Behandlungsmethode als die Dialyse gibt und es diese entsprechend zu fördern gelte. Nagel: „Sobald die Ökonomie die Leitkultur wird, wird sie zum Problem.“

Die Podiumsdiskussion endete passend mit einem Satz von Patientenvertreter Peter Gilmer in Richtung der anwesenden Ärzteschaft: „Sie sind für die Patienten der wichtigste Faktor, und lassen Sie die Kaufleute dann schauen, wie das finanziert wird.“

Foto: KfH/Peter Hahn

Pferdefütterung in der Praxis

zwei Pferde stecken den Kopf in einen Eimer.
Um die Pferdefütterung in der Praxis geht es im zweiten Vortrag der Reihe „Rund ums Pferd“.

Soest. Ein Shetty ist kein Shire Horse – Pferde müssen gemäß der genetischen Varianz bedarfsgerecht gefüttert werden. Im zweiten Teil der diesjährigen Seminarreihe „Rund ums Pferd“ an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest geht es genau um dieses Thema.

Der Vortrag beginnt am Dienstag, 15. Oktober 2019, um 18.30 Uhr. Referentin ist Constanze Röhm, unabhängige Futterberaterin.

Der Verdauungstrakt heutiger Hauspferde ist zwar noch auf die ursprüngliche Funktionsweise ausgelegt, doch die Bedürfnisse an eine bedarfsgerechte Ernährung können sehr unterschiedlich sein. Für die Gesunderhaltung gehören Fütterungskenntnisse zu den wichtigsten Dingen rund ums Pferd. In der gleichnamigen Seminarreihe wird Constanze Röhm, unabhängige Futterberatung, in ihrem Vortrag wesentliche Aspekte der Pferdefütterung für Laien und Profis darstellen.

Wer glaubt, Grundlagen der Rationsplanung anhand pferdespezifischer Faktoren sind ernüchternd, soll in dem Vortrag „Ein Shetty ist kein Shire Horse“ vom Gegenteil überzeugt werden. Wie setzt man die Überlegungen in der Praxis um, wie erkennt man, ob die Fütterung passt und welche Probleme ergeben sich aus Fehlbilanzen? In diesem Zusammenhang wird auch über fütterungsbedingte Krankheiten gesprochen, wieso das „Pferde-Moppelchen“ nicht niedlich ist und es werden Wege zum Normalgewicht aufgezeigt. Anschließend nimmt sich die Referentin Zeit für Fragen.

Alle Pferdeinteressierten sind zu der Veranstaltung willkommen. Los geht es am Dienstag, 15. Oktober, um 18.30 Uhr. Der Kostenbeitrag beträgt 7,50 € (Studierende des Fachbereichs Agrarwirtschaft und SchülerInnen sind frei). Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Im letzten Vortrag der diesjährigen Reihe am 22.Oktober 2019 geht es um das Thema „Gebisse im Pferdemaul: Varianten und Einsatzzweck“. Referentin ist Stefanie Niggemeier. Alle Veranstaltungen beginnen um 18.30 Uhr im Gebäude 10, Raum 10.010, auf dem Campus der Fachhochschule Südwestfalen in Soest (Zufahrt und Parkplätze über Windmühlenweg (gegenüber Nr. 43). 

Foto: privat

Bei der Kellerplanung an steigendes Grundwasser denken

BERLIN. Grundwasser kann das Bauen erheblich beeinflussen und verteuern. Deshalb sollten Bauherren so früh wie möglich klären lassen, wie ihr Baugrund beschaffen ist, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Dazu müssen sie eine Baugrunduntersuchung beauftragen.

Erst wenn die Bodenverhältnisse bekannt sind, kann der Keller geplant und der Baupreis seriös kalkuliert werden. Immer öfter empfehlen die Gutachten den Bau sogenannter Weißer Wannen. Dabei handelt es sich um Kellerkonstruktionen aus wasserundurchlässigem Beton, in der Fachsprache kurz WU-Beton genannt. Solche Keller kosten etwa 15.000 bis 20.000 Euro mehr als konventionell gemauerte. Diese Zusatzausgaben sind nötig, wenn von unten Grundwasser drückt, das einen konventionellen Mauerwerkskeller unter Wasser setzen würde.

Auch Bauherren, die heute noch kein Grundwasserproblem haben, sollten bei der Planung an die Zukunft denken: In vielen Regionen Deutschlands wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten der Grundwasserspiegel ansteigen: Bergbauregionen und Tagebergbaugebiete, in denen der Wasserspiegel zurzeit noch durch Abpumpen künstlich niedrig gehalten wird, werden dann wieder geflutet. Häuser mit jetzt noch trockenem Untergeschoss stehen danach eventuell im Wasser.

Für betroffene Bauherren lohnt sich also heute schon der Bau eines wasserundurchlässigen Kellers, der dann auch die neuen Anforderungen zum Radonschutz einhält.

Über den VPB
Der Verband Privater Bauherren e. V. (VPB) ist der älteste Verbraucherschutzverband im Bereich des privaten Bauens. Im bundesweiten Netzwerk beraten unabhängige Experten Bauherren und Immobilienkäufer in allen Fragen des Bauens, Kaufens und Sanierens. Dabei vertritt der VPB die Interessen der privaten Bauherren gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Industrie.

CDU-Kreistagsfraktion besteht auf umstrittenen Harald Deutsch

Die große Koalition in Kreistag Lippe zeigt sich total zerstritten. Die Fraktion der CDU verhindert eine turnusgemäße Schöffenwahl, weil sie einen ihrer Kandidaten nicht durchsetzen kann. Der hatte 2017 wegen der Verbreitung eines offenkundig rassistischen Videos Schlagzeilen gemacht und wollte damals wegen der Negativ-Schlagzeilen eigentlich alle Ausschusssitze in Lemgo und im Kreis abgeben. Seiner Ankündigung sind allerdings zumindest im Kreistag keine Taten gefolgt. Die CDU will ihren Sachkundigen Bürger jetzt sogar als ehrenamtlichen Schöffen beim Verwaltungsgericht installieren.

Pikantes Detail: Verwaltungsgerichte befassen sich u. a. auch mit Fällen des Ausländer- und Asylrechts und Bürger*innen gleich welcher Herkunft sollen dort ihre Rechte gegenüber dem Staat wahrnehmen können!

Die CDU-Fraktion hatte während der letzten Kreistagssitzung den Eklat provoziert. Als Landrat Dr. Lehmann die Liste mit den Vorschlägen der Fraktionen abstimmen lassen wollte, beantragte der Fraktionsvorsitzende der SPD Welslau die Abstimmung über jeden einzelnen Vorschlag und führte aus, seine Fraktion könne den CDU-Kandidaten Deutsch nicht wählen. Daraufhin erklärte der CDU-Fraktionsvorsitzende Kasper, die Kandidaten auf der Liste seien ohnehin nicht jedem persönlich bekannt. So könne er auch nur vermuten, dass alle Kandidaten der anderen Fraktionen auf dem Boden des Grundgesetzes stünden. Die CDU-Fraktion ihrerseits halte eine Mitgliedschaft in der Antifa oder die Teilnahme an Blockaden in Gorleben für politisch schlechten Geschmack.

Bei der darauffolgenden Abstimmung erreichte eine Kandidatin der SPD nicht die erforderliche Mehrheit, weil die CDU ihr die Zustimmung verweigerte. Darauf unterbrach der Landrat die Sitzung, um den Fraktionen Zeit für eine Beratung zu geben. Die CDU betonte in den ergebnislosen Pausengesprächen, dass sie keinen Vorschlag unterstützen werde, wenn nicht auch Herr Deutsch gewählt wird. Nach der Sitzungspause beantragte die CDU die Abstimmung über die gesamte Vorschlagsliste, also mitsamt dem Kandidaten Deutsch. Dieser Vorschlag erhielt die Zustimmung von CDU, FDP und AFD, wurde jedoch mit Mehrheit von SPD, Grünen und LINKEN abgelehnt.

Dieser Vorgang zeigt: Die Koalition aus SPD und CDU ist nicht einmal mehr in der Lage, sich über einfache Routinevorgänge zu verständigen. Eine konstruktive Zusammenarbeit der GroKo für Lippe ist vor diesem Hintergrund nicht mehr zu erwarten.

Kreistagsmitglied Sascha Hoffmann (DIE LINKE) ist ebenso ratlos wie empört: „Die CDU-Kreistagsfraktion ist nicht nur bereit, einen Kandidaten zum Schöffen beim Verwaltungsgericht zu wählen, der wegen der Verbreitung eines antisemitischen Hetzvideos Aufsehen erregt hatte, sie verhindert sogar aktiv jede andere Lösung. Dagegen muss die SPD sowieso immer öfter, nicht zuletzt auch beim Beschluss über den Klimanotstand auf eine rot-grün-rote Mehrheit bauen, demnächst ja möglicherweise auch beim Sozialkaufhaus. Warum sie dennoch an der GroKO festhält und sich weiterhin linken Mehrheiten und einer sozial gerechten Politik im Kreis verweigert, das mag die SPD selber besser wissen, wir haben dafür keine Erklärung außer der Lust am Untergang.“

Gemeinsam für mehr Wertschätzung

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„Mit der Aktionswoche im Lebensmitteleinzelhandel möchten wir ein starkes Signal für mehr Wertschätzung von Lebensmitteln setzen. In deutschen Privathaushalten landen rund 75 Kilogramm Lebensmittel pro Kopf und Jahr im Müll“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch MdL, am Dienstag (8. Oktober) in Stuttgart anlässlich der Aktionswoche zum Start der neuen Kampagne des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) ‚Lebensmittelretter – neue Helden braucht das Land‘, die vom 7. bis 13. Oktober stattfindet.

„Wir verlieren immer mehr den Bezug zu unseren Lebensmitteln und wissen oft nicht mehr, woher die Produkte kommen, wie sie produziert wurden oder wie viel Arbeit und Ressourcen darin stecken. Wer Lebensmittelabfälle reduziert, betreibt aktiven Ressourcen- und Klimaschutz, denn die Produktion von Lebensmitteln benötigt wertvolle Ressourcen wie Ackerboden, Wasser und Dünger“, so Gurr-Hirsch. Ein respektvoller und sorgsamer Umgang mit Lebensmitteln und ein gesundheitsbewusstes Ernährungsverhalten vermittelt das MLR mit seinen Bildungsangeboten schon von klein auf.

„Seit mehr als 30 Jahren unterstützen wir mit der Landesinitiative ‚BeKi – Bewusste Kinderernährung‘ Eltern, Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte sowie Schülern, um die Grundlage für ein gesundheitsförderliches Essverhalten im Erwachsenenalter zu legen. In unseren Ernährungsbildungsangeboten und sonstigen Aktivitäten spielen die Themen Regionalität, Saisonalität und die Vermeidung von Lebensmittelabfällen eine große Rolle“, sagte die Staatssekretärin. „Mit unserer Regionalkampagne ‚Natürlich. VON DAHEIM‘ wollen wir das Bewusstsein der Menschen als Konsumenten stärken und ihnen verdeutlichen, dass hinter jedem Produkt Arbeit und Herzblut steckt – schon weit bevor der Abfall entsteht.

Auch unter dem gemeinsamen Dach der jetzt laufenden Aktionswoche soll der wertschätzende Umgang mit Lebensmitteln thematisiert und sichtbar werden. Leider landen oft viele Lebensmitteln direkt in der Tonne, oder wir geben ihnen keine Chance, weil sie ‚krumm gewachsen‘ sind oder das Mindesthaltbarkeitsdatum bald abläuft“, betont die Staatssekretärin.

Foto: Logo/mlr