Der Neubau des Paderborner Hauptbahnhofs scheint näher zu rücken. Nun liegt eine neue Planung vor, die eine deutliche Verbesserung darstellt.

„Über Architektur und Baustil kann man zurecht streiten. Bundesweit wird derzeit zwischen Flensburg und Bodensee nahezu einheitlich so gebaut. Ein anderer Entwurf steht aber leider nicht zur Debatte. Der Investor hat sich bewegt und schafft durch einen überdachten Kolonnadengang mehr Platz vor dem Bahnhof. Das löst zwar nicht alle verkehrlichen Probleme, schafft aber eine Stück Entzerrung. Im Gegenzug kann ein weiteres Stockwerk als Kompensation aufgesetzt werden. Diesen Teil der Planung kann die Linksfraktion mittragen“, kommentiert Reinhard Borgmeier, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion, die Vorlage für den Bauausschuss am kommenden Donnerstag, „in einer wachsenden Großstadt ist es bei begrenzten Grundstücksresourcen ohnehin sinnvoller in die Höhe statt in die Fläche zu bauen.“

„Was aus Sicht unserer Fraktion aber überhaupt nicht geht, ist die öffentliche Entwidmung der Kolonnadenflächen. Ausgerechnet an einem Bahnhof, einer öffentlichen Mobilitätszentrale, soll privates Hausrecht gelten. Die Begründung überzeugt nicht. Auch am Rathaus wird erfolgreich das widerrechtliche Abstellen von Fahrrädern unterbunden. Und wer definiert künftig, wer ‚unerwünschte Personen‘ sind?“ fragt Borgmeier.

Für einen kommunalen Zuschuss von 1,9 Mio. darf man sich nicht auch die öffentliche Widmung ‚abkaufen‘ lassen.